Das BlackBerry Torch 9860 im Produkttest: Die Apps

Nach meinem ersten Eindruck und dem Start möchte ich hier unter anderem näher auf die Apps und die Appworld des BlackBerry eingehen.

Vorinstallierte Apps

Auf dem Torch 9860 sind eine Reihe von Anwendungen bereits vorinstalliert, wie sie auf jedem BlackBerry zu finden sind. Auffällig war für mich direkt, dass unter anderem BlackBerry-Protect und der Music-Store dazu gekommen sind. BlackBerry-Protect ist eine durchaus sehr sinnvolle App, die eigentlich jeder auf seinem BlackBerry haben sollte. Der Musicstore verbindet automatisch zu der App "Amazon MP3", mit der man kinderleicht Musik downloaden kann. Ebenfalls neu hinzugekommen und auf dem BlackBerry Torch 9800 so nicht vorhanden, ist "Documents to go". In der Vorgängerversion OS 6 ist dieses in der Form "Word to Go, Sheet to Go und Slideshow to Go" vorhanden. Die BlackBerry-Karten-App ist ebenfalls bereits vorinstalliert und die BlackBerry-AppWorld auch. Bei dem Torch 9800 musste diese separat runtergeladen werden.

Übernommene Apps

Durch den Gerätewechsel von meinem Torch 9800 auf das 9860 und die Eingabe meiner BlackBerry-ID, die für die BlackBerry-Appworld zwingend notwendig ist, hat das 9860 meine benutzerdefinierten Apps von dem Vorgänger mit übernommen. Diese befinden sich in der AppWorld unter "My World" unter Deinstalliert. Dort wählt man die entsprechende App aus und installiert sie erneut. Auch kostenpflichtige Apps werden so übernommen, da sie anhand der BlackBerry-ID erkannt und zugeordnet werden. Schade finde ich allerdings zu sehen, dass unter OS 7 noch lange nicht alle Apps vorhanden sind, wie sie es auf OS 6 waren. Oft habe ich die Meldung bekommen, "Für dieses Gerät nicht verfügbar". Da sollte dringend etwas getan werden, da unter anderem auch Apps dabei sind, für die ich gezahlt habe.

BlackBerry Appworld

Die Appworld wurde nach einem Update auf Version 3 umstrukturiert und ist jetzt wie folgt aufgebaut:

Unter "My World" sind, wie bereits angesprochen, installierte Apps zu finden, ebenso wie Aktualisierungen und Deinstallierte. Unter "Mein Konto" können Zahlungsinformationen wie z.B. ein PayPal-Konto hinterlegt werden.

In der Appworld gibt es allerdings nicht die riesen Vielfalt, wie es z.B. bei Android der Fall ist. Ebenso kommt es öfter vor, dass Apps, die sich im Android-Market kostenlos runterladen lassen, in der BlackBerry Appworld kostenpflichtig sind, was mich durchaus manchmal ärgert. Allerdings muss dabei auch erwähnt werden, dass BlackBerrys nicht, wie andere Smartphones speziell nur auf Apps ausgelegt sind, sondern der Schwerpunkt immer noch in dem Push-Dienst der Emails liegt.

BlackBerry Messenger

Jedes BlackBerry verfügt über den BlackBerry Messenger, kurz BBM. Der BBM verbindet anhand der Pin des BlackBerry die Geräte zweier Nutzer, ohne das z.B. Email-Adresse oder Telefonnummer bekannt sein müssen. Die Pin reicht aus, um das Gerät und den Benutzer zu identifizieren. Der BBM ist unter den Nutzern ein sehr beliebter Messenger, der allerdings, ebenso wie der Push Dienst und somit die Email-Apps, nur mit der BlackBerry-Option verwendet werden kann.

Email

Auf dem BlackBerry können bis zu 10 Email-Konten eingerichtet werden. Egal, ob privat oder geschäftlich, einfach unter www.eplus.blackberry.com die Email-Adresse und das Passwort angeben, schon erscheint auf dem Gerät die Email-App. Die Emails werden durch die Push-Delivery-Technologie an das Gerät gesendet und können dort angesehen oder bearbeitet werden. Beim Löschen der Emails kann man sich aussuchen, ob man die Email von "Mailbox und Smartphone" oder nur vom "Smartphone" löschen möchte. So bleiben die Emails auch erhalten, wenn man sie vom Gerät löscht.

Facebook & Co

Auch wenn einige Stimmen behaupten, ein BlackBerry wäre nicht Social Networking geeignet, ist man mit einem BlackBerry genauso gut vernetzt wie mit anderen Smartphones auch. Email- und Nachrichtenverwaltung ist meiner Meinung nach sogar etwas besser als z.B. unter Android, da in einer App alle Nachrichten, egal welchen Typs, angezeigt werden und man nicht zwischen den einzelnen Anwendungen hin- und herwechseln muss. Ebenso gibt es auch Facebook- oder TwitterApps, die das Teilen von Inhalten super einfach machen.