Galaxy S8 besitzt einen Selfie-Bildstabilisator – benutzt ihn aber nicht

Unverwackelte Selfies mit dem Galaxy S8 sind selbst bei Bewegung theoretisch möglich: Wie sich in einem Teardown des Top-Smartphones von Samsung gezeigt hat, verfügt die Kamera auf der Vorderseite über einen optischen Bildstabilisator – der aber offenbar nicht zum Einsatz kommt.

Zack von dem YouTube-Kanal JerryRigEverything hat das Galaxy S8 in seine Einzelteile zerlegt und den Vorgang in einem Video festgehalten. Eine der Entdeckungen, die er im Laufe des Teardowns gemacht hat, betrifft die Frontkamera: Offenbar ist der Sensor so montiert, dass er theoretisch bewegt werden kann – eine Voraussetzung für die optische Bildstabilisierung (OIS). Wie es aussieht, hat Samsung dieses Feature für sein aktuelles Vorzeigemodell geplant, um es dann letztlich doch nicht einzusetzen.

Aktivierung per Update möglich

Im Gegensatz zur elektronischen Bildstabilisierung (EIS), die unscharfe Bilder auf Software-Ebene verbessert, sind für die OIS mechanische Teile nötig, berichtet SlashGear. Wie beispielsweise bei Filmen kommt es auch bei Smartphones vor, dass sich der Herausgeber entscheidet, eine bestimmte Komponente doch nicht zu veröffentlichen. Dass sich Rückstände von solchen Features finden lassen, kommt auch bei Smartphones immer wieder vor. Möglich sei aber auch, dass Samsung sich die Möglichkeit offen lassen wollte, die optische Bildstabilisierung mit einem Update zu einem späteren Zeitpunkt doch noch zu aktivieren.

Fun Fact: Was Zack während seines Teardowns noch gefunden hat, ist ein "Keine Hunde"-Symbol auf dem Akku. Dabei handele es sich allerdings nicht um einen Witz von Samsung, sondern den ernst gemeinten Ratschlag, Hunde nicht auf dem Akku herumkauen zu lassen – auch wenn dieser bei grober Gewalteinwirkung nicht explodiert.

Weitere Artikel zum Thema
Die ersten iPhone X verlas­sen China
Francis Lido4
Das iPhone X ist ab dem 27. Oktober 2017 vorbestellbar
Das iPhone X könnte zum Verkaufsstart wohl schwer erhältlich sein. Die erste verschiffte Ladung enthielt angeblich nur 46.500 Einheiten.
Schwere WLAN-Sicher­heits­lücke KRACK betrifft vor allem Android-Smart­pho­nes
Francis Lido
WLAN-Verbindungen sind derzeit besonders gefährdet
Experten warnen davor, dass der WPA2-Standard von WLAN massive Sicherheitslücken aufweist. Android-Geräte seien besonders davon betroffen.
Huawei Mate 10 Lite vorge­stellt: Das kann der Mittel­klasse-Able­ger
Christoph Lübben3
Das ist das Huawei Mate 10 Lite in Blau
Das Huawei Mate 10 Lite ist offiziell: Zu den Besonderheiten des Mittelklasse-Smartphones gehören zwei Dualkameras sowie ein Front-LED-Blitz.