Das iPhone X im Gerüchte-Check: Modelle, Materialien, Farben, Specs, Preise

Das iPhone X steht kurz vor der Ankündigung. Doch schon jetzt scheint ein Großteil der neuen Features bekannt zu sein. Grund dafür sind mehrere Leaks zum neuen Betriebssystem iOS 11. Wir haben das Sammelsurium an iPhone-X-Gerüchten zusammengetragen.

So viel vorab: Bis Apple das Gerät bzw. die Geräte am 12. September vorstellen wird und damit offiziell bestätigt, sind alle Angaben ohne Gewähr. Hier könnt Ihr die Keynote live bei CURVED im Ticker verfolgen.

Wenige Tage vor der offiziellen Präsentation des oder der iPhones ist die finale Version von iOS 11 ins Netz gelangt. Der Leak offenbart viele neue Funktionen, die das Update des Betriebssystems mit sich bringen wird.

Bereits Ende Juli hatte es ein erstes großes Datenleck gegeben – ausgerechnet von Apple selbst: Die Firmware des Siri-Lautsprechers HomePod beinhaltete jede Menge Datenmaterial, das auch das iPhone betrifft.

Die Ausführungen: iPhone X, 8 und 8 Plus

2016 hatte Apple das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus der Öffentlichkeit präsentiert. Ihrer Tradition folgend wäre dieses Jahr deshalb eigentlich mit einer schnelleren Version zu rechnen: dem „s“-Upgrade. Da das iPhone dieses Jahr jedoch sein zehnjähriges Jubiläum feiert, gehen Analysten und Leak-Experten inzwischen davon aus, dass Apple drei neue Geräte vorstellen wird. Das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus als konsequente Fortentwicklung des Vorangegangenen und parallel dazu das iPhone X als Quasi-Neuerfindung samt Redesign des iPhones.

Randloses iPhone im Quellcode von Apples HomePod entdeckt(© 2017 Twitter/Guilherme Rambo)

Den größten Unterschied neben der Leistung dürfte demnach die Front bzw. das randlose Display des Geräts ausmachen. Die Maße des iPhone X mit voraussichtlich 71 x 143 x 733 Millimeter positionieren selbiges zwischen dem kleineren iPhone 8 und dem größerem iPhone 8 Plus, die in ihrer Abmessungen identisch zu den Vorgängern bleiben sollen.

Das Display: erstmals OLED und randlos?

Während sich am Design des iPhone 8 gegenüber dem Vorgänger nicht sonderlich viel ändern dürfte, soll das iPhone X vorne nahezu ohne Rand auskommen. Das 5,8 Zoll große Display mit OLED-Panel – ebenfalls eine Neuheit bei Apple – nimmt fast die komplette Front des Smartphones ein. Lediglich für den Lautsprecher und die Frontkamera samt Sensoren findet sich eine Aussparung am oberen Rand. Der physische Homebutton am unteren Rand weicht voraussichtlich einer virtuellen Variante. Das Aussehen der Vorderseite hatte Apple quasi en passant durch die Firmware des HomePods bestätigt. In deren Code fand ein Entwickler ein Icon, das die mutmaßliche Form des Telefons abbildet. Mehrere Anfang August aufgetauchte, jedoch funktionslose Prototypen scheinen zumindest die Echtheit des Designs zu bestätigen.

Sind das die drei Farben, in denen das iPhone X zum Start erscheinen könnte?(© 2017 YouTube.com/Danny Winget)

Die Farben: Was ist dran an "Blush Gold"?

Seit dem iPhone 4 bietet Apple das Gerät in mindestens zwei Farben an. Beim 2010 vorgestellten Modell waren es Schwarz und Weiß. Auch das iPhone X kommt voraussichtlich nicht nur in Schwarz daher. Gegenwärtig gelten neben dem Klassiker noch "Blush Gold" und "Silber" als Kandidaten für weitere Farben. Ob auch Apple diese letztlich genau so bezeichnet wird – sofern die Prognosen stimmen –, bleibt abzuwarten. Fraglich ist noch, ob es nochmal eine Jet-Black-Variante geben wird. Dass das nächste iPhone in mehr als einer Farbe verfügbar sein wird, gilt aber als nahezu sicher.

Das Material

Apple setzt wieder auf Glas. So soll die Rückseite des iPhone X wieder aus dem Material gefertigt sein. Das Glas-Sandwich-Design würde von einem Rahmen aus Stahl umlaufen werden. Offenbar geht es bei der Wahl des Materials nicht nur um Optik und Haptik, sondern um ein zentrales Feature, das das iPhone X erstmalig unterstützen könnte: kabelloses Laden. Inzwischen legen die Vermutungen nahe, dass auch die neuen 8er-Modelle über eine Rückseite aus Glas statt aus Aluminium verfügen sollen.

Die Software-Updates

Die (noch unbestätigten) Sonder-Features

Die weiteren Specs: A11-Chipsatz ist Pflicht

Der A11-Chipsatz im Konzeptdesign für CURVED/labs(© 2017 CURVED)

Der "L"-Akku

Abgesehen von den technischen Funktionen, die das iPhone X ggf. mit sich bringen könnte, bleibt die Frage nach der Hardware. Denn irgendwoher muss die Leistung für rechenintensive AR-Anwendungen schließlich kommen. Obschon Details zu den einzelnen Bauteilen noch fehlen, gilt der A11-Chip von Apple als treibende Kraft im Innern als gesetzt. Der 64-bit-SoC soll vermutlich anders als sein Vorgänger nur noch eine Strukturbreite von 10 nm aufweisen. Dem iOS-Leak aus September ist zu entnehmen, dass der A11-Chip mit sechs Kernen rechnet: Zwei davon, die sogenannten "Monsoon"-Cores, sollen anspruchsvolle Operationen berechnen. Die vier übrigen, "Mistral", sind langsamer und energie-effizienter getaktet. Auch zur RAM-Größe gibt es neue Infos: Demnach verfügen sowohl das iPhone X als auch das 8 Plus über jeweils 3 Gigabyte Arbeitsspeicher, das normale iPhone 8 hingegen über 2 GB.

Ebenfalls überarbeitet wird voraussichtlich der Akku, der eventuell zwei Zellen beinhalten und seiner Form nach wie ein "L" aussehen könnte. Analysten geben die Kapazität derzeit mit 2700 mAh an. Ein 10W starkes Netzteil soll zudem das Aufladen beschleunigen.

Apple-Watch-Technik im iPhone

Seit dem iPhone 7 ist das Apple-Telefon wasserdicht. Für die kommende Generation könnte Apple darüber hinaus ein Feature verbauen, das es bislang nur in der Apple Watch gibt. Diese kann bei eindringender Nässe einen speziellen Ton wiedergeben, der das Wasser über den Lautsprecher nach außen drückt.

Vertikale Dualkamera

Hochkant anstatt horizontal angeordnet: Dualkamera im Konzeptdesign für CURVED/labs(© 2017 CURVED)

Erstmalig bei einem iPhone ändert Apple die Ausrichtung der dualen Kamera auf der Rückseite. Statt wie beim 7 Plus auf eine horizontale Linsenanordnung zu setzen, wird das iPhone X aller Voraussicht nach über vertikal platzierte Linsen verfügen.

Preis: Das iPhone könnte teurer werden

Das iPhone X soll zu einem hohen Preis in den Handel kommen. Ein Grund dafür sei das verbaute Display mit seiner besonderen Form. Das ließ zumindest Foxconn-Vizepräsident Luo Zhongsheng auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo verlauten.

Dem Beitrag von Zhongsheng zufolge gebe es eine hohe Ausschussquote bei der Fertigung des für das iPhone X vorgesehenen OLED-Displays, berichtet AppleInsider. Etwa 40 Prozent der produzierten Panels müssten derzeit aussortiert werden. Insbesondere das Zuschneiden der Displays bereite große Probleme – womöglich wegen der speziellen Form.

Der Preis für das Smartphone soll jenseits der 1000-Dollar-Grenze liegen und könnte sogar die 1200 Dollar übersteigen. Neben der langsamen OLED-Produktion sollen auch teure Komponenten wie die 3D-Frontkamera für einen hohen Verkaufspreis sorgen.

Verfügbarkeit: Im September ist es soweit

Apple stellt seine Smartphones (8, 8 Plus, X) am 12. September vor. Knapp zwei Wochen später sollen bereits die beiden Standard-Modelle, das iPhone 8 und das 8 Plus, erhältlich sein; das Premium-Modell, das iPhone X, könnte sich hingegen bis zum 22. Oktober verzögern. Deutschland zählt erfahrungsgemäß zu den ersten Märkten, in denen die neuen Apple-Smartphones im Handel erscheinen.

Wenngleich viele der Informationen zum iPhone X realistisch klingen und täglich neue Leaks diese zu bestätigen scheinen, nochmal der Hinweis: Bislang hat Apple noch nichts davon offiziell bestätigt.

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