Das neue Nexus 7 im Detail

Beim Presse-Frühstück in San Fransisco hat Google heute den Nachfolger des Nexus 7 Tablets vorgestellt: Mit Full-HD-Auflösung, einem schnellerem Prozessor, mehr Arbeitsspeicher, längerer Akkulaufzeit und einer 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist das 2013er-Modell ein Produkt-Update, das sich sehen lässt. Dazu spendiert Google LTE, kompatibel mit den in Deutschland verwendeten Frequenzen 800, 1800 und 2100 MHz.

Schneller, leichter, besser. Per Webcast und Pressekonferenz hat Google die neue Version ihres kleinen, erfolgreichen 7-Zoll-Tablets präsentiert. Nexus 7 heißt das Neue schlicht wie schon der Vorgänger, doch die Unterschiede sind schon auf den ersten Blick zu erkennen: Das 2013er-Nexus-7 bietet jetzt eine zweite Kamera auf der Rückseite, was die beiden Generationen schon sichtlich differenziert. Die rückseitige Kamera kommt mit 5 Megapixel und Autofokus, die Frontcam mit 1,2 Megapixel und Fixfokus. Der Displayrand ist deutlich schmaler geworden, und die Frontkamera sitzt nicht mehr mittig sondern mehr rechts. Dazu gibt es neu eine mittig-sitzende LED am unteren Rand, die bei neuen Nachrichten/Aktionen kurz blinkt. Äußerlich sind die Modell also für jemanden der mit den Spezifikationen auskennt gut zu unterscheiden. Da der Name gleich bleibt - kein "2", kein "new", nur "Nexus 7", wird das beim Kauf später entscheidend sein, wenn man nicht Ausversehen mit dem Vorjahresmodell nach Hause gehen möchte.

Innere Werte

Dazu hat Google in Sachen Displayauflösung nachgelegt und bietet jetzt statt 216 ppi (1280×800 Pixel) satte 323 ppi (1920×1200 Pixel) und damit Full HD.

Interessant wird es bei der Leistung. Trotz verbessertem Display, leistungsstärkerem Qualcomm Snapdragon S4 Pro mit 1,5 GHz, Adreno 320 GPU mit 400 MHz und auf 2 GB aufgestocktem Arbeitsspeicher, verspricht Google eine längere Akkulaufzeit (Akku mit 3950 mAh, neun Stunden Nennleistung).

Das neue Nexus 7 ist dazu noch deutlich dünner und leichter, gut 50 Gramm, was bei einem so kleinen Tablet definitiv auffällt und dennoch der Haptik zu Gute kommen dürfte. Das Gehäuse setzt auf die beliebte Softtouch-Kunststoff-Oberfläche.

Das Nexus 7 ist das erste Gerät, das von Haus aus mit Android 4.3 ausgeliefert wird. Neu ist außerdem das Stereo-Lautsprecher-System mit einem Virtual-Surround-Sound powered by Fraunhofer. Die Lautsprecher sind jetzt seitlich statt unten.

Das Nexus 7 unterstützt jetzt neben dem 2,4 GHz-Band  jetzt auch 5 GHz, 802.11 a/b/g/n, LTE und Bluetooth 4.

Pressebilder

Fazit - Preis, Leistung, Verfügbarkeit

Auch wenn ein Großteil der Einzelheiten zu Googles neuem Nexus 7 schon vor dem eigentlichen Presse-Termin bekannt waren, darf man die Vorstellung getrost als gelungen und richtungsweisend bezeichnen.

Die ganzen Innovationen haben allerdings auch ihren Preis: Im Falle des neuen Nexus 7 ist das der im Vergleich zum ersten Nexus 7 von 2012 der um 30 US-Dollar höhere Einstiegspreis. Während das 2012er-Modell ab 199 US-Dollar mit 16 GB zu haben war, kostet das neue Nexus 7 mit 16 GB 229 US-Dollar. Die LTE-Variante soll sogar erst bei 329 US-Dollar starten. Der höhere Preis ist aber ehrlich zu verschmerzen, wenn man auf die gehobene Ausstattung schaut. Wer natürlich auf einige Features wie der Rückkamera oder der höheren Display-Auflösung bei einem kleinen Tablet verzichtet kann (und so dürften viele Nutzer noch argumentieren), der dürfe nicht wirklich ernsthaft über den Kauf nachdenken.

Wann die Geräte nach Deutschland kommen ist noch etwas schwammig - von einigen Wochen spricht zum Beispiel Google-Pressesprecher Stefan Keuchel, wobei auch er aktuell weder einen genauen Termin noch die Preise für Deutschland nennen kann. IN den USA starten die ersten Modelle, ohne LTE, am 30. Juli 2013.

Sobald weitere Informationen folgen, werden wir euch die Neuigkeiten präsentieren. Solang lässt sich die Vorfreude noch mit dem ersten Werbevideo schüren: