Das sind die 5 wichtigsten Fitness-Trends 2018

Wir zeigen hier, in welche Richtung sich die Fitness-Trends 2018 verschieben.
Wir zeigen hier, in welche Richtung sich die Fitness-Trends 2018 verschieben.(© 2017 picture alliance / Westend61)

Egal, ob ihr bloß einen Ausgleich sucht oder konkrete Fitness- und Körperziele habt: Auf diese Fitness-Trends dürft ihr euch 2018 freuen.

Fitness ist längst zu einem der wichtigsten Elemente eines gesunden und aktiven Lifestyle geworden, und zwar nicht mehr nur für ambitionierte Sportler: Wer als "digital Performer" am Puls der Zeit lebt, kennt nicht nur die neuesten Games, Serien und Technik-Gadgets, sondern nutzt auch Apps und Wearbles, um seine Fitness auf ein ganz neues Level zu heben – sei es beim Yoga, hochintensiven Intervall-Training, Crossfit oder im Triathlon. Technik und Fitness verschmelzen immer mehr miteinander: Deshalb ist die Fitness-Rubrik auch hier auf CURVED nicht mehr wegzudenken. Wir habe die Entwicklungen auf der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (ISPO), und der weltgrößten Fitnessmesse FIBO beobachtet und zeigen hier, in welche Richtung sich die Fitness-Trends 2018 verschieben:

1. Fitness bekommt endlich wieder einen sozialen Event-Charakter

Wer 2018 immer noch alleine vor sich hin pumpt, ist wirklich selbst schuld: Für viele ist Fitness endlich wieder ein verbindendes Happening, zu dem man sich über Apps oder Facebook-Gruppen mit Freunden verabredet oder andere Menschen kennenlernt: ob Bouldern, Outdoor-Bootcamps, HIIT-Zirkel im Fitnessstudio, funktionellen Kleingruppen-Trainings mit einem Personal Trainer, Rad- oder Lauftruppen, Slackline-Sessions, Standup-Paddling sowie der Freeletics-Gruppen. Das ist super aus zweierlei Hinsicht: Wir verbringen ohnehin viel zu viel Zeit im Sitzen. Wenn wir also Socializing und Fitness miteinander verknüpfen, ist das ein schöner Trend für mehr Bewegung und Motivation durch die wachsende Fitness-Community.

2. Vielfältiges Functional-Training-Equipment ist gefragt wie nie

Immer mehr Hobbysportler lassen den Gerätepark im Fitnessstudio links liegen zugunsten von funktionellem Training: Das ist wesentlich ganzheitlicher, da hier komplexe Bewegungsabläufe mehrere Muskelgruppen und Gelenke gleichzeitig beansprucht werden. Im hochintensiven Intervall-Format wird die Effektivität nochmal gesteigert. Die meisten fangen hier klein an und stemmen erstmal nur das eigene Körpergewicht, dann folgt der Schlingentrainer, zum Beispiel von TRX. Schließlich kommt immer mehr Equipment dazu: von Tubes über Battle Ropes, Gymnastik- und Medizinbälle, Kettlebells, Vipr Racks, Bulgarian Bags bis hin zu Balance Boards. Kurzum: Die Kleingeräte werden immer kompakter und vielfältiger und sind gefragt wie nie – kein Wunder, so wird die Übungsvielfalt schier unendlich und das Training niemals langweilig.

Kettlebells heißt die handlichen kleine Kugelhanteln zum Schwingen und Stemmen.(© 2017 Unsplash/Maria Fernanda Gonzalez)

3. Digitale Personal Trainer und Smart Wear kommen

Für eine andere Zielgruppe ist Fitness weniger ein Ausgleich oder soziales Event, sie hat nämlich kein Motivationsproblem, sonder klare Fitness- oder Körper-Ziele, die sie möglichst effektiv und individuell im vollgepackten Alltag erreichen möchten. Damit man hier schön flexibel bleibt, wird digitales Echtzeit-Coaching immer interessanter: Zum Einen erobern immer mehr digitale Personal Trainer die App Stores (wie etwa "Kernwerk" oder "Fitbit Coach"), die statt massentauglicher Fitnessprogramme individuelles Training bieten. Durch Feedback und Performance wird jedes Training an den Nutzer und seine Ziele angepasst.

Zum Anderen wird das Coaching aber auch dadurch immer präziser, dass Sensoren nicht mehr nur am Handgelenk im Fitnessarmband sitzen, sondern dort, wo sie sie noch mehr relevante Trainingsdaten sammeln können: Seien es die Laufschuhe, die die Lauftechnik optimieren, der Sport-BH der den Atemrhythmus anleitet, die Yoga-Hose die falsche Übungsausführungen durch Vibrationen korrigiert oder Sport-Shirts, die Körperfunktionen und -haltung beim Crossfit oder Wintersport überwachen. Die Prognose: Smart Wear wird uns 2018 nicht mehr nur in Science-Fiction-Filmen begegnen. Dennoch werden die smarten Trainer keine Konkurrenz für gut ausgebildete Trainer aus Fleisch und Blut, sondern eher eine ideale Ergänzung, wie auch das Ranking der 20 Fitness-Trends weltweit unten zeigt. Immerhin gibt es etwas, das die meisten Fitnesstracker noch besser machen müssen: Die gesammelten Fitnessdaten für den Nutzer einordnen und konkrete Fitness- und Ernährungsempfehlungen aussprechen.

4.  Nahrungsergänzung für Sportler treffen jeden Geschmack und Lifestyle

Bereits auf der weltgrößten Fitnessmesse, der FIBO in Köln, im April diesen Jahres staunte ich nicht schlecht über die unendliche Vielfalt an Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler: Längst haben Proteinpulver und Co. ihr zweifelhaftes Image verloren. Die Zielgruppe reicht von ambitionierte Bodybuilder über ältere Hobbysportler, die ihre Muskeln erhalten wollen, bis hin zu jungen Frauen, die sich nicht mehr vor Muskelzuwachs fürchten und zur Unterstützung ihres Trainings auf eine sportgerechte Ernährung setzen.

Auch Abnehmwillige oder Detox-Fans werden hier bedient. Erstaunlich ist nicht nur, wie viele Menschen sich mit den Themen Fitness und Ernährung intensiv auseinandersetzen, sondern auch das Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln: Jede erdenkliche Geschmacksrichtung und Form ist verfügbar – ob Riegel, Pulver, Pizzateig, Brotaufstrich oder Eis – und es gibt Produkte für jeden Lifestyle – ob Veganer, Allergiker oder Produkte natürlichen oder biologischen Ursprungs. Der Hype geht gerade erst los und ich bin schon gespannt, welche abgefahrenen Food-Innovationen die Industrie im April auf der FIBO präsentieren wird.

Matcha-Smoothie statt Kaffee: Das Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler wird immer bunter.(© 2017 picture alliance/Westend61)

5. EMS-Training wird massenkompatibel

Ganzkörper-Muskeltraining ohne unser Zutun? Auch das ist keine Utopie, sondern als EMS-Training längst Realität. Bei der Elektromuskelstimulation werden elektrische Impulse von außen gesetzt, so dass die Muskeln nur dagegen halten müssen und dabei einer gesteigerten Spannung ausgesetzt sind. So kann man mit 20 Minuten "Training" pro Woche hocheffektiven Muskel- und Kraftaufbau erfahren. Unumstritten ist dieses Konzept nicht. Darüber hinaus sind Gesundheit und eine gewisse Zahlungsfähigkeit Voraussetzungen. Dennoch wird EMS gut angenommen, vor allem in Städten sprießen immer mehr spezialisierte Mikrostudios aus dem Boden.

Auf der Fitnessmesse in Köln wurde dem Thema EMS 2017 erstmals eine ganze Halle gewidmet: Dort waren auch die ersten kompakten EMS-Geräte für den Heimgebrauch oder die Kombination von Sport mit Elektromuskelstimulation zu sehen. Allerdings ist der Trend auch insofern besorgniserregend, als dass EMS-Training ursprünglich als eins-zu-eins-Betreuung durch einen geschulten Trainer gedacht war und allmählich ein Verantwortlicher ganze Gruppen anleitet oder Leute anfangen, sich in Eigenregie zuhause unter Strom zu setzen, weil sie Zeit sparen wollen oder keine Lust auf aktives Training haben.

Die Top 20 Fitness-Trends 2018 weltweit auf einen Blick

Das American College of Sports Medicine ermittelt seit elf Jahren die Fitness-Trends weltweit. Großartige Neuerungen erwartet die Fitnessszene für 2018 nicht, sondern lediglich kleinere Verschiebungen und das flächendeckende Wachstum der wichtigsten Trends. Hier kommt der Überblick:

  1. Hochintensives Intervalltraining (HIIT)
  2. Gruppen-Training
  3. Wearable Technologie
  4. Bodyweight-Training (Also Workouts ohne Gewichte)
  5. Krafttraining
  6. Zertifiziertes Training
  7. Yoga (darunter auch neue Yoga-Trends wie Flying Yoga oder Yoga auf dem Wasser)
  8. Personal Training
  9. spezielle Fitnessprogramme für Ältere
  10. Funktionelles Training
  11. gezieltes Training zur Gewichtsreduktion
  12. medizinisches Training
  13. Personal Training in Kleingruppen
  14. Outdoor-Workouts
  15. Beweglichkeitstraining und Faszientraining mit der Rolle
  16. weitere Lizenzen für Fitnessprofis
  17. Zirkel-Training
  18. Wellness-Coaching
  19. Core-Training
  20. Sportartenspezifisches Training

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