Das war der MWC 2014: Gesund und sicher in Barcelona

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Volle Hallen, viele Besucher: Die MWC 2014 war ein Erfolg
Volle Hallen, viele Besucher: Die MWC 2014 war ein Erfolg(© 2014 CURVED)

Smartphones und Tablets sind zwar die Hauptdarsteller auf dem MWC, doch zwei andere Themen rücken immer mehr ins Rampenlicht.

Vier Tage dauerte der Mobile World Congress in Barcelona. Offiziell. Denn eigentlich hat sich die Stadt das ganze Jahr darauf vorbereitet, haben Unternehmen schon Monate vor dem Event Standflächen gebucht und Hotelzimmer für die Mitarbeiter gesucht. Ein gigantischer Aufwand steckt in der weltgrößten Mobilfunkmesse. Hat er sich gelohnt? Aber ja! Der MWC ist so, wie die Cebit gerne sein würde: modern, innovativ und attraktiv für Aussteller und Besucher. Die Hallen sind voll, die Stimmung ist freundlich und ausgelassen. Und dank Barcelonas Mittelmeer-Lage ist das Wetter auch im Februar meistens prima, da trifft man sich zum Geschäfte machen auch gerne mal auf einer der Sonnenterrassen des Messegeländes. Oder einfach nur zum Gedankenaustausch.

Darüber, dass Whatsapp nun zu Facebook gehört, und ob Marc Zuckerberg auf seiner Eröffnungskeynote gute Argumente für den 16-Millarden-Euro-Deal fand. Und darüber, ob man den Messenger weiter nutzen kann. Alternativen gibt es inzwischen genug, fast minütlich poppt irgendwo ein neuer und vermeintlich sicherer Dienst auf. Auch auf der Terrasse des MWC.

Sicherheit liegt groß im Trend

Plötzlich steht da ein portugiesischer Unternehmensberater, überreicht gleich zwei unerschiedliche Visitenkarten - sicher ist sicher - und präsentiert die App „Typing“. Es ist eine Mischung aus Snapchat und Whatsapp. Die Idee ist recht charmant: Nachrichten, Bilder oder selbstgedrehte lustige Videos verschwinden auf dem Empfangsgerät nach einer vorgegebenen Zeit. Nur über Datenschutz und Sicherheitsvorkehrungen kann er nichts erzählen, da würde er aber mal seinen Techniker fragen!

Dabei gibt es viel über das Thema zu erzählen. So viel, das ganze Hallen der Fia Gran Via mit Unternehmen vollgestopft sind, die sich mit nichts anderem beschäftigen, als mit Sicherheitstechnologie und dem Schutz der persönlichen Daten. Von den meisten dieser Firmen hat man noch nie etwas gehört und viele der vorgestellten Dienste werden nie den Weg nach Deutschland schaffen. Dabei gäbe es hier dafür den perfekten Markt, denn gerade deutsche Datenschützer sind schon alarmiert, wenn ein IT-Konzern lediglich ein Komma in ihren AGBs ändert. Doch auch in anderen Ländern werden Nutzer immer sensibler, wenn es um ihre privaten Daten geht.

Immer mehr Smartphonehersteller berücksichtigen diese Sicherheitsbedürfnisse in ihren Geräten. Vom Nischenhersteller Blackphone, der ein abhörsicheres Telefon vorgestellt hat, bis zum Marktführer Samsung, der in das Display des Galaxy 5 einen Fingerabdrucksensor integriert hat, um das Gerät vor Fremdzugriff zu schützen. Ganz hübsch: Die Funktion, die alle privaten Daten sichert, nennen die Koreaner ganz schlicht Knox, nach dem bekanntesten Tresor der Welt.

Healthtech ist auf dem Vormarsch

Allein schon für die Namensgebung hätte der Konzern einen Preis verdient, vielleicht auch für das beste Smartphone der Messe. Doch weder das Galaxy S5 von Samsung wurde mit diesem Preis bedacht, noch das Xperia Z2 von Sony – immerhin ein Smartphone, das Videos im 4K-Format aufzeichnet. Nein, der Preis ging an das HTC One. Nicht das neue, denn das wird erst im April vorgestellt. Ausgezeichnet wurde ein Gerät, dass bereits seit vielen Monaten in den Hosentaschen der Konsumenten steckt und lediglich in vielen hübschen Farben auf dem HTC-Stand ausgestellt wurde. Als bestes Tablet wurde übrigens das iPad Air ausgezeichnet – obwohl Apple gar kein Aussteller in Barcelona war. Man könnte den Eindruck bekommen, die Jury hat sich einfach in einem Elektromarkt umgesehen, statt einmal durch die Messehallen zu gehen.

Dann hätten sie auch das zweite große Trendthema des diesjährigen MWC entdeckt: Healthtech, also Technik, die uns gesünder und fitter machen soll. Vor allem sogenannte  Wearables wie intelligente Armbänder und Uhren sollen Kunden für dieses eigentlich sperrige Thema begeistern. Fast alle Smartphone-Hersteller bieten diese tragbare Technik an, passende Software wie Fitnessprogramme oder Apps zur Schlafphasen-Überwachung gibt es meist obendrauf.  Offenbar das nächste große Ding, jedenfalls nach der Meinung von Neelie Kroes.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission kündigte auf dem MWC den Start von myHealth an. Bis Ende des Jahres sollen weltweit mehr als 230 Millionen Nutzer in irgendeiner Form Fitness-Apps herunterladen. Und mit der Initiative myHealth soll garantiert werden, dass mit Fitness-Apps erhobene Daten sicher sind und digitale Patientendaten geschützt werden. So wird in Barcelona selbst bei vom Smartphone überwachten Kniebeugen und Laufübungen das Thema Sicherheit groß geschrieben.

Und wie beim Karneval gilt auch beim Mobile World Congress: Nach der Messe ist vor der Messe. Die Vorbereitungen für 2015 laufen bereits. Und wird auch CURVED dann dabei sein? Aber sicher.


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