Datenklau: Israel droht mit Vergeltungsschlag

Ein Hack, bei dem israelische Kreditkartendaten entwendet worden sein sollen, ist derzeit in Israel Anlass einer Sicherheitsdebatte. Die Regierung droht mit einem Vergeltungsschlag. Der Angriff wird wie eine Terror-Attacke betrachtet.

Die Regierung hat einen Cyberangriff, bei dem zahlreiche Kreditkartendaten entwendet wurden, mit einem Terror-Anschlag verglichen. Man wolle mithilfe eines Gegenschlags die Souveränität, die verletzt worden sei, wieder herstellten, wie Vize-Außenminister Danny Ayalon am Wochenende betonte. Er merkte an, dass Israel über die Mittel verfüge, um gegen einen derartigen Feind vorzugehen. Wie der Schlag gegen den Hacker aussehen soll, wurde vonseiten der Regierung nicht näher erläutert. Nur soviel vom stellvertretenden Außenminister: "Keine Behörde oder Hacker wird gegen eine Vergeltung immun sein".

Die Diskussion geht auf einem Hackerangriff in der vergangen Woche zurück. Am Donnerstag erklärte „0x0mar“, der Mitglied von Group-XP ist, mehr als 400.000 Kreditkartendaten von Israelis im Netz öffentlich zugänglich gemacht zu haben. Die israelische Zentralbank bestätigte am Dienstag nur etwa 15.000 Kartendaten, die von drei verschiedenen Dienstleistern stammen sollen. Weiter wurde mitgeteilt, dass die entwendeten Kreditkarten bereits bekannt sind und gesperrt wurden. Durch einen Einbruch in eine Sport-Webseite hat oxOmar die sensiblen Infos erlangen können, wie er selbst sagte. Wie Medien berichten, soll hinter dem Decknamen ein 19-jähriger Student aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) stecken.
Die radial-islamische Hamas begrüßte die Cyberattacke und forderte weitere Maßnahmen dieser Art gegen Israel.
Der Hacker drohte mit weiteren Offenlegungen von Kreditkartendaten. Als nächstes Ziel wolle er sich dann eine Millionen israelische Kartennummern vornehmen. Er kündigte an, Sozialversicherungsnummern von Israelis Stück für Stück im Internet zu veröffentlichen. Sie sollen von einer anderen Attacke stammen.