Deal zwischen Telekom USA und AT&T geplatzt

Die US-amerikanische Telekom wird nicht von AT&T übernommen, das teilten die beiden Konzerne in der Nacht zum Dienstag mit. Der Widerstand von Justizministerium, aber auch der Aufsichtsbehörde FCC, sei zu groß geworden. "Wir haben feststellen müssen, dass es in den USA keine Unterstützung für die Transaktion gibt", so der Konzernchef Rene Obermann (Telekom).

Da ein Zusammenschluss von AT&T und Telekom USA den Wettbewerb beeinträchtigen könnten, sprachen sich die US-Behörden gegen den Verkauf aus. Die Unternehmen konterten mit einer Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie einer größeren Mobilfunkdichte in den USA.
Doch schon seit ein paar Monaten machen die Wettbewerbshüter keine Hoffnung auf eine erfolgreiche Übernahme. Selbst einer Splittung der Telekom USA unter den Konkurrenten wollten sie nicht zustimmen.

Der gescheiterte Verkauf machte sich auch an der Börse bemerkbar: die Telekom verlor zeitweise bis zu zwei Prozent. Händler hätte der geplatzte Deal nicht sonderlich überrascht, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Eine Entschädigung in Milliardenhöhe muss AT&T wegen dem gescheiterten Aufkauf an die Telekom in den USA bezahlen. Mit dem Geld wolle die Telekom ihren Schuldenberg senken. Ebenso räumte AT&T eine Teilnutzung ihres Netzes über mehrere Jahre ein, mit dem die Telekom ihren Nutzern schnellere Verbindungen bieten kann. Trotzdem muss das Unternehmen den Ausbau vom neuen Funkstandard LTE vorantreiben, was kostenaufwendig ist. Andere Anbieter setzen der weitverbreiteten Firma zusätzlich zu. Aus diesem Grund rät der Analyst Stefan Borscheid zu einer Partnersuche, damit der stagnierende Erfolg der Telekom in den USA ein Ende findet.

Wie die Telekom verlauten lies, werde man im laufenden Geschäftsjahr mit einem Gewinn von etwa 19,1 Milliarden Euro abschließen.