Der richtige Fitnesstracker für fast jede Sportart

Her damit !28
Sie hat den richtigen Fitnesstracker für sich gefunden. Doch welcher passt zu Euch?
Sie hat den richtigen Fitnesstracker für sich gefunden. Doch welcher passt zu Euch?(© 2016 Misfit)

TomTom zum Joggen? Misfit zum Schwimmen? Atlas im Fitnessstudio? Und Fitbit für den Alltag? Jedes Wearable hat seine Stärken und eignet sich für verschiedene Sportarten unterschiedlich gut. Mit Hilfe unserer Übersicht findet Ihr das richtige Gadget für Eure Sportart.

Die bekannten Fitnesstracker von Fitbit, Jawbone, Misfit und anderen Herstellern sind gute Allrounder für den ganzen Tag. Sie zählen Schritte und beurteilen Eure Aktivitäten nach bestimmten Maßstäben. Immer mehr Hersteller lassen ihre Wearables zudem automatisch erkennen, welcher sportlichen Betätigung Ihr nachgeht. Das klappt oft schon erstaunlich gut und ist für Gelegenheits-Jogger und Freizeit-Radler ausreichend. Doch wer ernsthaft trainieren will, findet besser geeignete Spezialisten für seine Sportart. Ein Überblick.

Für den Alltag

Wer vor allem seine allgemeine Bewegung überwachen will, wird bei den typischen Fitnesstrackern fündig. Der günstigste Einstieg und den kleinsten Funktionsumfang bieten Modelle wie der Fitbit Flex, Jawbone Up Move, Wihtings Go sowie Misfit Link und Misfit Flash. Schicker, teurer und mit ähnlich geringem Funktionsumfang stehen die verschiedenen Modelle der Withings Activité sowie der Misfit Ray und Misfit Shine 2 zur Auswahl. Beim Fitbit Charge, Fitbit Alta, Jawbone Up 2, Garmin vivofit 3 und Polar Loop 2 stehen die Funktionen im Vordergrund, das Design ist eher sportlich als elegant. Dabei versuchen die Geräte von Fitbit und Garmin, automatisch Eure Aktivitäten zu erkennen. Die zugehörigen Technologien heißen Smarttrack und Move IQ. Übt Ihr eine Tätigkeit mindestens 15 Minuten am Stück aus, unterscheiden sie zwischen Laufen, Gehen, Radfahren, Sport, Ellipsentrainer und Workout - zumindest in der Theorie und meistens auch in der Praxis.

In die gleiche Richtung gehen der Fitbit Charge HR, der Jawbone Up3 und der Mio Fuse, die zudem noch über ein integriertes Pulsmessgerät verfügen. Der Polar 360, der Fitbit Blaze und der Garmin vivoactive HR haben zusätzlich noch ein buntes Display. Ein relativ simpler Fitnesstracker in Armbandform wäre noch das Under Armour Band, das zur umfangreichen Health Box gehört, die der US-Sportartikelhersteller in Zusammenarbeit mit HTC auf den Markt bringt.

Beim Laufen und Joggen

Neben Fitnesstrackern für den Alltag ist die Auswahl bei Wearables für Jogger mittlerweile am größten. Alle hier erwähnten Geräte zählen nicht nur die Schritte, sondern liefern zudem Daten wie Schrittfrequenz, Pace und Zwischenzeiten pro Kilometer, die Läufern beim Training helfen. Ein Pulsmessgerät gehört aber nicht zur Standard-Ausstattung, da einige Hersteller den Sportlern mit Brustgurten präzisere Daten liefern wollen. Den Einstieg in diesen Bereich bilden der Runtastic Orbit, der nur zusammen mit der Runtastic-App auf dem Smartphone eine Hilfe beim Training ist, sowie der Garmin vivoactive HR, Polar M400 und Basis Peak. Die nächste Gruppe bilden der Fitbit Surge, der TomTom Runner 2, den es in vier Varianten mit und ohne Pulsmessgerät sowie integriertem MP3-Player oder beidem gibt, und der Garmin Forerunner 235. Einen etwas größeren Funktionsumfang bietet der Garmin Forerunner 630. Mit dem TomTom Spark (Cardio + Music), dem Garmin Forerunner 920XT, der Garmin fenix 3 oder der Polar V800 seid Ihr auch auf andere Sportarten vorbereitet.

Auch ein Wearable, aber nicht am Handgelenk, sondern im Ohr sind die Jabra Sport Coach Wireless. Die Kopfhörer versorgen Euch beim Joggen nicht nur mit Musik, sondern sammeln über Sensoren und ein Pulsmessgerät Daten, die Ihr über die App auswerten könnt. Nachteil: Ihr müsst das Smartphone beim Laufen mitnehmen.

Auf dem Fußballplatz

Beim Fußballtraining sagt Euch der Adidas miCoach Smart Ball, wie gut Eure Schüsse sind. Aber der ist ja kein Wearable und noch gibt es keine Sensoren für die Schuhe, die Eure Schussqualität bewerten können. Bis es soweit ist, bleibt eigentlich nur der Griff zu einem der Jogging-Wearables. Denn schließlich ist jedes Fußballspiel ja auch ein auf 90 Minuten angesetzter Dauerlauf. Beachtet allerdings, dass in Liga-Spielen Uhren und damit auch Fitnesstracker am Handgelenk verboten sind.

Fürs Radfahren

Mit dem TomTom Spark (Cardio + Music) und dem Basis Peak gibt es nur zwei Wearables, die sich explizit an Radfahrer richten. Der Polar V800 und der Garmin vivoactive HR können auf dem Drahtesel ebenfalls hilfreich sein, allerdings nur, wenn Ihr Euer Rad mit zusätzlichen Sensoren verseht. Die Daten können die zwei Wearables drahtlos ausliefern. Die geringe Auswahl lässt sich unter anderen damit erklären, dass der Lenker der praktischere Ort für ein Display mit Informationen ist als das Handgelenk.

Beim Schwimmen

Wasserdicht auf die eine oder andere Art sind viele Fitnesstracker und Wearables, aber einige bieten sich für Schwimmer mehr als andere. Denn sie schaffen es zum Beispiel, Bahnen zu zählen und bereiten die Messdaten in ihren Apps so auf, dass sie beim Training hilfreich sind. Explizit nur für das Schwimmbecken vorgesehen ist der Garmin Swim. Der Misfit Speedo Shine ist zwar in Kooperation mit einem Bademoden-Hersteller entstanden, lässt sich aber auch gut außerhalb der Schwimmbeckens als Fitnesstracker tragen. Bei den anderen Geräten - TomTom Spark (Cardio + Music), Garmin vivoactive HR, Garmin Forerunner 920XT, Garmin fenix 3 und Polar V800 - handelt es sich um Sportuhren, die sich auch zum Schwimmen eignen.

Für den Triathlon

Es gibt bislang keinen expliziten Fitnesstracker für Triathleten. Allerdings drei Modelle, die sich beim Schwimmen, Radfahren und Laufen tragen lassen und Daten erfassen. Es handelt sich um den TomTom Spark (Cardio + Music), den Polar V800 und den Garmin vivoactive HR.

Im Fitnessstudio

Die bereits erwähnten TomTom Spark (Cardio + Music) und Jabra Sport Pulse Wireless könnt Ihr auch im Fitnessstudio tragen. Noch besser mit Hanteln, Pushups und den diversen Trainingsgeräten kommen die Gymwatch, Atlas, Push und der Beast Sensor zurecht. Die Wearables erkennen die verschiedenen Übungen, weisen sogar auf eine falsche Ausführung hin und zählen natürlich auch die Wiederholungen. Im Gym bietet sich auch die Jabra Sport Coach Wireless an. Die Kopfhörer versorgen Euch mit Musik, messen den Puls und führen mit Ihrer App auf Wunsch auch durch ein Trainigsporgramm.

Auf dem Golfplatz

Sogar auf dem Golfplatz könnt Ihr Eure Leistung tracken. Auf dem Allrounder Garmin vivoactive HR sowie die extra für Golfer konzipierten TomTom Golfer 2 und Garmin Approach S6 könnt Ihr die Karten vieler Golfplätze herunterladen. Dank GPS wissen die Wearables nicht nur, wo Ihr bei den Abschlägen und Put-Versuchen steht, sondern erfassen mit den Bewegungssensoren auch die Schwungkraft.

Beim Rudern und Skifahren

Der Garmin vivoactive HR ist der einzige Fitnesstracker, der damit wirbt, auch für Ruderer geeignet zu sein. Mit seinen Sensoren und der App soll er die Ruderschläge zählen können und so neben dem Puls hilfreiche Daten für das Training auf dem Wasser liefern.

Ebenfalls klein ist die Auswahl, wenn Ihr mit einem Wearable über die Piste wedeln wollt. Bisher bietet nur Garmin zwei Geräte für Skifahrer an. Neben dem Multitalent vivoactive HR könnt Ihr Euch zum Skifahren auch die Sportuhr Garmin fenix 3 umschnallen.

Tennis

Angelique Kerber hat noch keinen Tennis-Boom wie einst Boris Becker in den Achtzigern ausgelöst, aber die Sportart mit der Filzkugel wieder vielen in Erinnerung gerufen. Und auch für den Center Court gibt es passende Wearables. Diese tragt ihr am Handgelenk oder verbindet sie mit Eurem Schläger. Die Gadgets liefern unter anderem Daten über die Art und Anzahl der verschiedenen Schlagarten, aber auch die Kraft und Geschwindigkeit, mit der Ihr zuschlagt. Mit Zepp und dem Sony Smart Tennis existieren zwei Sensoren, die Ihr an Eurem Schläger befestigt. Smash tragt Ihr genau wie Babolat Pop am Handgelenk. Das französische Unternehmen hat mit Babolat Play auch noch einen smarten Schläger mit Sensoren, USB-Anschluss und App im Angebot.

Der Personal Coach

Braucht Ihr Ansagen beim Sport, dann bieten sich der Moov Now und der Fitbit Blaze an. Während der Moov Now keine Schritte zählt, sondern nur die aktive Zeit, wird er zusammen mit der Moov-App auf dem Smarpthone zum Personal Coach für Jogging, Radfahren, Schwimmen, Cardio Boxing und ein ausbaubares 7-Minuten-Workout. Der Fitbit Blaze bietet dagegen alle Funktionen eines Fitnesstrackers und zeigt zudem noch Trainingseinheiten von Fitstar an. So wisst Ihr, welche Übung Ihr wie lange machen müsst.

Passende smarte Kleidung zum Training hat Stefanie bereits für Euch in diesem Artikel zusammen getragen.


Weitere Artikel zum Thema
Polaroid Snap Touch im Test: Sofort­bild­ka­mera und Smart­phone-Foto­dru­cker
Jan Johannsen1
Polaroid Snap Touch: Sofortbildkamera und Fotodrucker für Smartphones.
Die Polaroid Snap Touch ist eine Mischung aus Sofortbildkamera und Fotodrucker für Smartphones. Wie gut die Mischung funktioniert, verrät der Test.
Die besten Weih­nachts­ge­schenke für Väter
Marco Engelien
Naja !6Die volle Drohnung unterm Weihnachtsbaum
Auch Papa freut sich über das richtige Geschenk zu Weihnachten. Wenn Ihr noch nicht wisst, was Ihr Eurem alten Herrn schenken sollt, klickt hier.
PS4: Sony veröf­fent­licht PlaySta­tion Commu­ni­ties-App für iOS und Android
Guido Karsten
Sony, PS4, Playstation 4
PS4-Spieler können bereits seit über einem Jahr mit ihren Konsolen auf das Communities-Feature zugreifen. Nun ist die Funktion auch mobil verfügbar.