Deutsche Bahn: Online-Tickets auch ohne Ausdruck gültig

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Die Deutsche Bahn befördert Euch ab sofort auch ohne Ticket-Ausdruck
Die Deutsche Bahn befördert Euch ab sofort auch ohne Ticket-Ausdruck(© 2014 CC: Flickr/Andreas Levers)

Die Deutsche Bahn nimmt Euch mit – auch ohne Ticket-Ausdruck: Dank der seit dem 14. Dezember 2014 in Kraft getretenen neuen Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn müsst Ihr Euer Online-Tickets ab sofort nicht mehr ausdrucken und könnt stattdessen Euer Smartphone als Fahrschein-Anzeiger benutzen.

Update vom 5. Februar 2015: Weil uns in den letzten Woche immer wieder Berichte von Lesern erreichten, die bei der Fahrkartenkontrolle tatsächlich Probleme mit digitalen, sprich nicht ausgedruckten Bahn-Tickets hatten, haben wir noch einmal direkt bei der Pressestelle der DB nachgehakt. Dort erklärt man uns, es handle sich bei der Möglichkeit, das Ticket auch digital vorzuzeigen, lediglich um eine Rückfall-Lösung:

"Grundsätzlich empfehlen wir allen Kunden, ihr Online-Ticket auszudrucken. Das Vorzeigen eines Online-Tickets auf dem Display eines mobilen Endgerätes ist zwar nach den geltenden Beförderungsbedingungen möglich [...], dies ist aber nur eine Rückfall-Lösung."  So seien beispielsweise die Verkehrsverbünde nicht verpflichtet, das Ticket in digitaler Form zu akzeptieren. Auch im Ausland könnte es Probleme bei der Anerkennung geben.

Alternativ empfiehlt die Pressestelle, auf die DB Navigator-App zurückzugreifen:  "Möchte man einen Ausdruck vermeiden, ist es am besten, wenn der Kunde das Online-Ticket als Handy-Ticket in die App DB Navigator lädt. Das ist bei den meisten Angeboten für die Betriebssysteme Android und iOS möglich. Nach der Buchung klickt der Kunde im Ticketbereich der App auf "aktualisieren". So ist der Fahrschein schnell und ohne Internetverbindung verfügbar." - Update

Viele von Euch haben sich eventuell schon gefragt, warum ein gekauftes Online-Ticket der Deutschen Bahn nicht in elektronischer Form ausreicht, sondern zusätzlich ausgedruckt werden muss. Im Zuge der neuen Beförderungsbedingungen, die seit dem 14. Dezember 2014 gelten, ist damit nun endlich Schluss. Das erfreut zum einen die Umwelt und zum anderen spart es Zeit. Gegenüber Focus Online bestätigte die Deutsche Bahn, dass die PDF-Datei eines Tickets auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop absolut ausreiche. Doch da die Bahn bekanntermaßen gerne Mal etwas länger braucht, solltet Ihr ein paar Dinge beachten, damit Ihr im Zug auf der sicheren Seite seid.

Nicht alle Zugbegleiter sind auf dem neuesten Stand

Damit Ihr nicht als potenzielle Schwarzfahrer des Zuges verwiesen werdet, müssen der QR-Code des Tickets in Originalgröße sowie die vollständigen Fahrkartendaten bei "aktiver Hintergrundbeleuchtung" zu sehen sein. Mit Originalgröße ist die Größe gemeint, die der QR-Code auf einem ausgedruckten Ticket im DIN-A4-Format besitzt. Bevor Ihr in den Zug steigt, solltet Ihr also sichergehen, dass der Akku Eures Smartphones ausreichend geladen ist.

Da es zudem zu technischen Schwierigkeiten kommen kann, empfiehlt die Deutsche Bahn nach wie vor, das Ticket zusätzlich auszudrucken – das ist aber auch sinnvoll, weil Ihr aktuell eventuell auf diesbezüglich noch nicht vollständig informiertes Personal treffen könnt: Nicht alle Zugbegleiter dürften bereits erfahren haben, dass das Online-Ticket nicht mehr ausgedruckt muss. Im Zweifelsfall bleibt Euch in einer solchen Situation sonst nur, das Personal auf Punkt 6.3.3 der Beförderungsbedingungen hinzuweisen — dort heißt es auf Seite 106: "Ersatzweise kann in Zügen das Online-Ticket auch auf dem Display eines mobilen Endgerätes über ein pdf-Anzeigeprogramm vorgezeigt werden, wenn der Barcode in Originalgröße und die kompletten Fahrkartendaten bei aktivierter Hintergrundbeleuchtung vorgezeigt werden können."


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