Deutscher Computerspielpreis 2011

In München wurden am 30. März 2011 der Deutsche Computerspielpreis sowie der LARA-Award verliehen. Der seit 2009 verliehene Preis wurde von der Bundesregierung initiiert und soll in erster Linie Spiele deutscher Hersteller fördern, die zudem pädagogisch wertvoll sind.

2011 stand der Deutsche Computerspielpreis ganz im Zeichen der Themen Energie und Klimawandel. Als bestes deutsches Spiel und bestes Jugendspiel wurde „A New Beginning“ von Daedalic Entertainment ausgezeichnet. In dem Point&Click Abenteuer muss der Sohn eines Wissenschaftlers die Erde vor einer drohenden Klimakatastrophe retten. Der Jury gefiel vor allem, dass der Spieler für eines der großen Zukunftsthemen – Energie – sensibilisiert wird, ohne dabei einen erhobenen Zeigefinger zu sehen. Auch das als bestes Serious Game ausgezeichnete Strategiespiel „Energetika“ befasst sich mit dem Thema Energie. Als bestes Browserspiel wurde „Die Siedler Online“ ausgezeichnet. Die beiden Platzhirsche für Browserspiele, Gameforge und BigPoint, gingen leer aus. Für das beste internationale Spiel gab es den LARA-Award für „Starcraft 2“, den Preis für das beste internationale Konsolenspiel räumte „Assassins Creed: Brotherhood“ ab.

Alle Gewinner im Überblick:

Deutscher Computerspielpreis 2011:

  • Bestes Deutsches Spiel: A New Beginning von Daedalic Entertainment
  • Bestes Kinderspiel: The Kore Gang von Pixonauts
  • Bestes Jugendspiel: A New Beginning von Daedalic Entertainment
  • Bestes Mobiles Spiel: Galaxy on Fire 2 von Fishlabs Entertainment
  • Bestes Serious Game: Energetika von Dialogik und Takomat
  • Bestes Browsergame: Die Siedler Online von Ubisoft und Blue Byte
  • Bestes Nachwuchskonzept aus Schüler- und Studentenwettbewerb: Tiny & Big – Grandpa's Leftovers von der Universität Kassel und Black Pants Game Studio

LARA-Awards 2011:

Im Vorfeld hatte es vor allem von den Grünen Kritik am Deutschen Compuerspielpreis gegeben. Es wurde bemängelt, dass die Bundesregierung vor allem Computerspiele für Erwachsene nicht ernst nehme und sie lediglich als Randerscheinung sehe. Statt die wirtschaftliche Chance, die durch die Computerspiele-Industrie entsteht zu sehen, würde nur über deren Gefahren diskutiert.

Der Deutsche Computerspielpreis wird vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) und von G.A.M.E., dem Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V. zusammen mit der Bundesregierung verliehen. Insgesamt gab es €385.000,- für die Preisträger. Die undotierten LARA-Awards werden von G&J Entertainment Media verliehen. Der bayerische Kulturstaatsminister Bernd Naumann nannte Computerspiele „ein Leitmedium der jungen Generation“ und bezeichnete sie als „beachtenswerte Kunstform des digitalen Zeitalters.“

Copyright (c) Deutscher Computerspielpreis 2011/Darren Jacklin