Die besten Drohnen für Anfänger und Profis: von 15 bis 15.000 Euro

Her damit !11
DJI Phantom 4: die Referenz im mittelpreisigen Segment
DJI Phantom 4: die Referenz im mittelpreisigen Segment(© 2016 DJI)

Quadrocopter oder im allgemeinen Sprachgebrauch "Drohnen" genannte Flugmaschinen werden heute mit allerlei kuriosem Zubehör ausgestattet: Kettensägen, Flammenwerfer oder Hochleistungsrotoren in der Drone Racing League. Ein etwas gängigeres Attachment sind aber Kameras, mit denen sich imposante Luftaufnahmen bei Actionsportarten machen lassen. Wir stellen Euch das passende Fluggerät, von der Einsteiger- bis zur Profidrohne, für Euren Geldbeutel vor.

Kameradrohnen für Einsteiger

Wer ohne viel Geld auszugeben mal eine Kameradrohne fliegen möchte, ist mit der Cheerson CX10W gut beraten. Die Drohne ist so klein, dass sie in eine Hand passt und wird je nach Bauart mit einer mitgelieferten Fernbedienung oder einer Smartphone-App geflogen. Von der Kameraauflösung darf man natürlich nichts erwarten, denn die liegt bei etwa 0.5 Megapixeln.

Cheerson CX10W(© 2016 Cheerson)

Die Cheerson CX10W kommt aus China und wird weltweit von Drittherstellern weiterverbaut. Die Version mit Kamera kostet etwa 40 Euro und kann mit einer Smartphone-App geflogen werden. Die Variante CX10C mit Fernbedienung und ohne Livebild kostet sogar nur etwas mehr als die Hälfte, die kameralose Drohne nur rund 15 Euro. Zum Rumspielen in den eigenen vier Wänden kann man da nichts falsch machen.

Für rund 100 Euro gibt es dann schon eine richtige Einsteigerdrohne, wie die SYMA X5C Explorer, die Videos in 720p aufnimmt, pro Akkuladung etwa zehn Minuten in der Luft bleibt und über eine Reichweite von 80 Metern verfügt. Damit lassen sich nette Aufnahmen machen, und die Drohne verzeiht auch mal mittelschwere Kollisionen mit Bäumen oder Wänden, sofern sie darauf hin nicht aus zu großer Höhe abstürzt.

Syma-X5C(© 2016 Symatoys)

Als Feature hat SYMA, die ihre Drohnen in Deutschland über AGETECH verkaufen, zwei Modi eingebaut. Der Erste ist für Anfänger gedacht, im Zweiten fliegt die Drohne schneller und kann mit etwas Geschick sogar Loopings drehen. Eine First-Person-View (FPV) gibt es nicht, dafür ist die Drohne auch für Einsteiger sehr leicht zu fliegen.

Die kleine Drohne Rook hat zwar auch eine Kamera an Bord, ist aber eigentlich für etwas anderes gedacht: nämlich als fliegender Heimassistent. Die Drohne ist von überall auf der Welt steuerbar, solange ihr eine Internetverbindung habt und die Drohne mit dem WLAN zu Hause verbunden ist. In die App eingeloggt, startet die Drohne von einer Plattform, die gleichzeitig ihre Ladestation ist.

Rook(© 2016 Rook)

Mit Touch-Gesten und Swipes fliegt ihr die Rook in den eigenen vier Wänden und könnt nachsehen, ob die Wäsche fertig, die Post schon da ist und ob der Herd auch wirklich ausgeschaltet ist. Die Crowdfunding-Kampagne der Rook bei Indiegogo war mehr als erfolgreich. Deswegen lässt sich die Drohne momentan auch für 180 Dollar vorbestellen. Erscheinen wird sie voraussichtlich im Dezember 2016.

Drohnen für Enthusiasten

Parrot war eines der ersten Unternehmen, das Drohnen für den Massenmarkt hergestellt hat. Nachdem die erste Bebop nicht so ganz erfolgreich war, hat der französische Hersteller die zweite Version deutlich verbessert. Die Parrot Bebop 2 ist sehr kompakt, nimmt Videos in Full-HD und Fotos mit einer Fisheye-Optik auf und hat sehr gute Stabilisatoren an Bord. Crashes oder wackliges Flugverhalten gehören damit der Vergangenheit an.

Parrot Bebop 2(© 2016 Parrot)

Mit 25 Minuten Flugzeit und einer Reichweite bis zu zwei Kilometern mit der "Sky Controller" genannten Fernbedienung richtet sie sich an Semi-Profis. Die können Aufnahmen mit qualitativ hochwertigen Bildern machen, ohne zu tief in die Tasche greifen zu müssen. Den Sky Controller im Paket mit der Bebop 2 gibt es für rund 800 Euro, ohne zahlt Ihr 550 Euro. Wie gut sich die Drohne dann mit der App steuern lässt, hat Jan ausprobiert.

Die DJI Phantom 4 ist die Referenz im mittelpreisigen Segment. In der neusten Version hat DJI der Drohne eine 4K-Kamera verpasst, die dann in Full-HD sogar bis zu 120 Frames für geschmeidige Zeitlupenaufnahmen aufzeichnet. Die Phantom 4 ist sowohl per Fernbedienung, als auch per Tablet und Smartphone steuerbar. In einer App lassen sich beispielsweise auf einer Karte Wegpunkte anlegen, die die Phantom dann abfliegt.

Phantom 4(© 2016 DJI)

Im Follow-Me-Modus lässt sich ein Mensch oder ein bewegliches Objekt in der Kamerasicht markieren, die Drohne folgt dann filmend. Auch cool: Die Phantom 4 erkennt Hindernisse automatisch und umfliegt diese. Im Sportmodus bringt es die rund 1300 Gramm schwere Drohne auf 72 km/h. So kann man sie bei einer Reichweite von sechs Kilometern schon mal aus den Augen verlieren. Ein Touch auf den Home-Button in der App holt sie dann automatisch zurück. Hier arbeitet das Hinderniserkennungssystem, um Crashes zu vermeiden. Die Flugdauer beträgt rund eine halbe Stunde. 1600 Euro sind bei der sehr hohen Qualität und den Stabilisatoren sicherlich gut angelegtes Geld.

Kameradrohnen für Funsportler

Der AirDog ist vor allen Dingen für Leute gedacht, die sich und andere bei Fun-Sportarten filmen möchten. Der Follow-Me-Modus der Phantom 4 ist beim kompakt zusammenklappbaren AirDog das Hauptfeature. So folgt Euch die kleine Drohne bei der Snowboard-Abfahrt, beim Skaten oder Kiten. AirDog heißt deshalb so, weil er Euch wie an einer unsichtbare Hundeleine folgt. Das AirLeash genannte Wearable fürs Handgelenk sieht aus wie eine übergroße G-Shock-Uhr und dient als Orientierungspunkt für die Drohne.

Airdog(© 2016 Airdog)

Auf der AirLeash könnt ihr auch Programme einstellen. So fliegt AirDog beispielsweise zu einer bestimmten Stelle, filmt bis sie einen bestimmten Punkt erreicht hat, fliegt dann bis zu 18 Minuten mit Euch und landet automatisch. Somit sind schöne, abwechslungsreiche Shots aus bis zu 250 Metern Entfernung möglich. Das Gimbal ist für eine GoPro ausgelegt, die Drohne speist die Kamera über einen internen Akku. Die GoPro müsst ihr aber separat kaufen und zum Verkaufspreis von 1600 Euro hinzurechnen.

Die Lily ist eine immer wieder verschobene und mit Spannung erwartete Funsport-Drohne, die ebenfalls wie an einer Leine dem Handgelenk-Tracker folgt. Mit 25 Metern Flughöhe und 40 Stundenkilometern Speed ist sie von den Specs her nicht bombastisch, aber für den Anwendungszweck mehr als ausreichend. Zumal die Lily zwei Killer-Features mitbringt.

Lily(© 2016 Lily)

Zum einen ist sie wasserdicht und so gebaut, dass sie auch auf dem Wasser gelandet werden kann, wo sie dann an der Oberfläche schwimmt. Habt Ihr die Lily dann wieder aufgesammelt, nehmt Ihr sie wieder in Betrieb, indem Ihr sie einfach in die Luft werft. Die Sensoren erkennen das und starten die Rotoren, sodass die Drohne in der Luft bleibt und wieder einsatzbereit ist. Unkomplizierter kann man Luftaufnahmen kaum erstellen.

Die Lily ist noch nicht verfügbar, kann aber auf der Webseite des Herstellers für 900 Dollar vorbestellt werden.

Profi-Drohnen

Auch im Profi-Bereich ist DJI mit der Inspire 1 gut aufgestellt. Die gibt es in einer Version, die in 4K im RAW-Format filmt. Das bedeutet, dass sie völlig verlustfreie Aufnahmen macht. Damit richtet sie sich an kleinere Filmstudios und ambitionierte Hobbyfilmer.

DJI Inspire 1(© 2016 YouTube/DJI)

Diese Fluggerät richtet sich in erster Linie an Profis. So gibt es eine Option, die Drohne mit zwei Fernbedienungen zu steuern. Die eine ist für den Piloten, die andere für den Kameramann. Der steuert das Gimbal separat, um individuelle Kamerafahrten und Schwenks zu filmen. Diese lassen sich dank des RAW-Formates gut in der Post-Production weiterverarbeiten.

Wer möchte, kann sich auf der Seite des Herstellers die RAW-Dateien herunterladen und sich von der Qualität von Aufnahmen in Island ein Bild machen. Und dann die Brieftasche zücken, die hoffentlich mit 7000 Euro für die Inspire 1 RAW gefüllt ist. Die Nicht-RAW-Varianten gibt es momentan ab 3200 bis 4400 Euro oder mit Zubehör für rund 5400 Euro zu kaufen.

Und wem das noch nicht reicht, der kann nochmal mehr als das Doppelte ausgeben und bekommt für die 15.000 Dollar in der Basisausstattung den Turbo Ace Infinity 9Pro Octocopter. Die Drohne kommt ohne Kamera, kann dafür aber mehr als neun Kilo Last aufnehmen. So trägt sie selbst schwere DSLRs oder einige RED-Kameras. Entsprechende Adapter, Batterien und Monitoren gibt es natürlich als Zubehör zu kaufen.

Turbo Ace Infinity 9Pro Octocopter(© 2016 Turbo Ace)

Die Infinity 9Pro richtet sich also an Profis, die aufwändige Filme und Imagevideos drehen möchten. Der Octocopter bleibt zwar nur bis zu 15 Minuten in der Luft, kann dafür aber eben viel Gewicht mit sich rumschleppen und bis zu zweieinhalb Kilometer weit fliegen. Und bleibt auch bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 55 Stundenkilometern absolut stabil. Wer sich für die zahlreichen Features und Specs interessiert oder sogar eine Infinity 9Pro kaufen will, wird hier fündig.


Weitere Artikel zum Thema
Polaroid Snap Touch im Test: Sofort­bild­ka­mera und Smart­phone-Foto­dru­cker
Jan Johannsen
Polaroid Snap Touch: Sofortbildkamera und Fotodrucker für Smartphones.
Die Polaroid Snap Touch ist eine Mischung aus Sofortbildkamera und Fotodrucker für Smartphones. Wie gut die Mischung funktioniert, verrät der Test.
Die besten Weih­nachts­ge­schenke für Väter
Marco Engelien
Naja !6Die volle Drohnung unterm Weihnachtsbaum
Auch Papa freut sich über das richtige Geschenk zu Weihnachten. Wenn Ihr noch nicht wisst, was Ihr Eurem alten Herrn schenken sollt, klickt hier.
PS4: Sony veröf­fent­licht PlaySta­tion Commu­ni­ties-App für iOS und Android
Guido Karsten
Sony, PS4, Playstation 4
PS4-Spieler können bereits seit über einem Jahr mit ihren Konsolen auf das Communities-Feature zugreifen. Nun ist die Funktion auch mobil verfügbar.