Die besten Serien für die Feiertage auf Netflix, Amazon, Maxdome und Sky

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Master of None
Master of None(© 2015 KC Bailey/Netflix)

Ihr habt über die Feiertage frei und wollt mal richtig abschalten? Ihr seid Kunde bei Netflix, Amazon, Maxdome oder Sky Online, wisst aber bei dem Riesenangebot gar nicht mehr, welche Inhalte sich wirklich lohnen? Wir haben für Euch die unterhaltsamsten (aber nicht unbedingt besinnlichsten) Serien handverlesen ausgewählt. So können die Festtage kommen und werden garantiert nicht langweilig.

Into The Badlands

Amazon Prime Video

Kunden von Amazon Prime Video können derzeit sehr zufrieden sein. Das Angebot des Internetriesen wird immer besser. Zum einen lizenziert man teilweise exklusiv brandaktuelle Inhalte wie „Fear The Walking Dead“, zum anderen legt sich Amazon bei Eigenproduktionen – ähnlich wie Netflix – mächtig ins Zeug. Aber welche Serien lohnen sich für Amazon-Kunden über die Feiertage besonders?

Neben dem „The Walking Dead“-Spin-Off „Fear The Walking Dead“ (hier geht es zur Rezension) lässt sich über Amazon Prime Video derzeit eine weitere brandneue Serie des Kabelsenders AMC streamen. Mit „Into The Badlands“ wird der Zuschauer einmal mehr in ein postapokalyptisches Szenario versetzt. Allerdings sind hier keine Zombies unterwegs, stattdessen haben die „Barone“ das Land unter sich aufgeteilt und regieren mit eiserner Hand. Schusswaffen gibt es nicht mehr, dafür sorgen trainierte Kämpfer, die „Clippers“, im Auftrag der Barone für Ordnung. Im Mittelpunkt der Serie steht der Clipper Sunny (Daniel Wu), der zu Beginn der ersten Folge mit Martial-Arts-Künsten und Schwert erst einmal eine große Gruppe von Banditen vollständig auseinandernimmt. Spätestens ab hier ist klar, wohin die Reise geht: „Into The Badlands“ setzt auf toll choreographierte beeindruckende Kampfkunst-Action-Sequenzen. Fans von Endzeit-Szenarien und Martial Arts sollten hier auf jeden Fall ein Auge riskieren. Zumindest die ersten Folgen von „Into The Badlands“ sind sehr brutal, weshalb diese keine Jugendfreigabe haben. Amazon fügt wöchentlich eine neue Folge nach Ausstrahlung in den USA hinzu, gestreamt wird das englischsprachige Original mit deutschen Untertiteln.

Über die Qualität der vielschichtigen Hacker-Serie „Mr. Robot“ wollen wir an dieser Stelle nicht noch einmal viele Worte verlieren (hier geht es zur Kritik von „Mr. Robot“ bei Curved). Nur soviel sei gesagt: Die düstere Serie gehört zu den Highlights des Jahres und lässt sich bei Amazon auch auf Deutsch schauen.

Möglicherweise bieten sich die Feiertage aber auch an, um mit Verwandten oder Freunden ein wenig in Erinnerungen an die frühen 90er zu schwelgen. Amazon ist der einzige Streaming-Dienst, der hierzulade sämtliche Staffeln von „Akte X“ im Rahmen seiner Flatrate anbietet. Aus heutiger Sicht sind viele Folgen noch immer witzig und manche sogar nach wie vor recht unheimlich (Bestes Beispiel: „Todestrieb“ – Season 2, Episode 13). So kann man sich auch prima auf die sechs neuen Folgen mit Mulder und Scully im nächsten Jahr einstimmen.

Bodenständiger und ernsthafter geht es bei der „The Affair“ zu. Die Showtime-Serie erzählt die Geschichte des Lehrers und Autors Noah Solloway, der im Familienurlaub mit Frau und Kindern eine Affäre mit der Kellnerin Alison Lockhart beginnt, wodurch das Leben aller Beteiligten vollständig aus den Fugen gerät. Das Besondere an der toll gespielten und mit einigen Preisen ausgezeichneten Serie: Die gleichen Geschehnisse werden nacheinander aus den Perspektiven verschiedener Figuren erzählt, wodurch dem Zuschauer ein Grundpfeiler des menschlichen Daseins immer wieder vor Augen geführt wird: „Realität“ ist eine subjektive Angelegenheit und verschiedene Menschen erleben dieselbe Situation völlig unterschiedlich. Amazon stellt beiden Staffeln zur Verfügung, eine dritte soll produziert werden.

Wenn Euch das zu ernst ist, schaut Ihr bei „Red Oaks“ rein. Ähnlich wie in Netflix’ „Wet Hot American Summer“ werden hier die 80er wieder lebendig. Die Serie um die Erlebnisse eines jungen Tennislehrers in einem Country Club stellt dabei eine deutliche Reminiszenz an Klassiker wie „Caddyshack“ dar.

Master Of None

Netflix

Einige Netflix-Highlights dieses Jahres haben wir auf Curved bereits besprochen. Das dramatische Drogen-Epos „Narcos“, das den Kampf der US-Behörden gegen den ehemaligen kolumbianischen Gangster-König Pablo Escobar vor den Verstrickungen der mittel- und US-amerikanischen Politik thematisiert, gehört nach wie vor zu den bislang eindrucksvollsten „Netflix Originals“. Dramatische Unterhaltung im Stil der großen Kino-Polit-Thriller ist hier garantiert.

Auch „Jessica Jones“ (hier gibt es die Curved-Kritik) und „Daredevil“, die Netflix-exklusiven Marvel-Comic-Verfilmungen im Serienformat, muss man an dieser Stelle vermutlich kaum noch vorstellen, dürfen aber als Binge-Watching-Empfehlungen für die Feiertage nicht fehlen. Ein kleiner Geheimtipp für anspruchsvolle Zuschauer ist da schon eher die BBC-Polizeiserie „River“ mit Stellan Skarsgard als DI John River, der versucht den Tod seiner Partnerin, mit der er sich allerdings noch immer – zumindest in seinem Kopf – angeregt unterhalten kann, aufzuklären. Die ersten Folgen der Serie, die bei Kritikern gut ankam, machen Lust auf mehr. Wer Britische Serien wie „Luther“ mag, könnte auch an Gefallen an „River“ finden. Eine weitere tolle BBC-Serie auf Netflix und ebenfalls ein Mini-Geheimtipp ist der in Neuseeland spielende Sechsteiler „Top Of The Lake“. In der unter anderem von Jane Champion („Das Piano“) ersonnenen Serie versucht die Polizistin Robin Griffin das Verschwinden der zwölfjährigen, schwangeren Tui aufzuklären und wird dabei mit allerlei merkwürdigen Ereignisse konfrontiert. In Gänze ist „Top Of The Lake“ dem legendären „Twin Peaks“ dabei nicht ganz unähnlich.

Und damit es zum Fest nicht nur Mord und Totschlag gibt, hier noch ein weiterer Comedy-Tipp: Die neue Netflix-Serie „Master Of None“ von und mit Comedian Aziz Ansari begleitet den (Werbe)-Schauspieler Dev bei seinen Bemühungen, Karriere in New York zu machen und sein Liebesleben zu organisieren. Ansari thematisiert dabei immer wieder auch das Verhältnis der Kinder von Immigranten zur Generation ihrer Eltern, was häufig sehr witzig und mitunter auch berührend ist.

Secrets and Lies

Maxdome

Nutzer des Maxdome-Monatspakets kommen ebenfalls in den Genuss einiger exklusiver Serien-Highlights, und eines davon heißt: „Secrets and Lies“. Was sich zunächst noch anfühlt wie eine weitere müde US-Krimiserie, entfaltet relativ schnell Suchtpotential. Maler Ben Crawford (Ryan Phillippe) findet beim Joggen die Leiche des Nachbarkindes und wird fortan selbst verdächtigt, den Mord begannen zu haben. Detective Andrea Cornell (Juliette Lewis) setzt jedenfalls alles daran ihn zu überführen und der Zuschauer wird auf der Suche nach dem Täter immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Das Konzept ist soweit bekannt, die Umsetzung kann allerdings auch erfahrene Serienfüchse noch begeistern. Insgesamt, das muss man sagen, wird das Niveau von „The Killing“ etwa allerdings nicht erreicht – und böswillige Kritiker behaupten, Frau Lewis spiele hier einem Stück Holz nicht unähnlich. Dennoch: Spannend von der ersten bis zur letzten Folge. Und übrigens: Bei Maxdome kommt man derzeit auch exklusiv in den Genuss der dritten Staffel von „Hannibal“.

True Detective

Sky Online

Über die Vorzüge eines Sky-Online-Monatstickets beziehungsweise Abos haben wir an anderer Stelle bereits berichtet. Wer das günstige Entertainment-Ticket gebucht hat, kann derzeit zum Beispiel noch die zweite Staffel von „True Detective“ auf Abruf schauen. Die ist zwar nicht ganz so legendär wie die erste Season der Serien-Anthologie mit Woody Harrelson und Matthew McConaughey, aber der meisten Serienkonkurrenz immer noch meilenweit voraus.

Exklusiv auf Sky ermittelt Californication- und Bald-wieder-Akte-X-Star David Duchovny im Jahr 1967 als Cop Sam Hodiak gegen Charles Manson. Die ersten Folgen lassen sich gut an und der Soundtrack ist super – auch wenn den Machern mit „Aquarius“ nicht der ganz große Serienwurf gelungen zu sein scheint. Heftig startet einmal mehr die neue Staffel von „American Horror Story“. Die vierte Season rund um ein Hotel mit vielen Geheimnissen (und Lady Gaga) wird auf dem im Sky Online Entertainment-Paket enthaltenen Sender Fox ausgestrahlt, jeden Woche steht die neue Folge dann auch auf Abruf zur Verfügung. Aber Vorsicht: Hier geht es in mancher Hinsicht SEHR hart zu. Die ersten Folgen sind zu Recht ab 18 Jahren freigegeben.

Nicht unerwähnt bleiben sollten abschließend auch die von Sky mitproduzierte hochwertige Euro-Thriller-Serie „The Last Panthers“ um einen geheimen Ring von Diamantenräubern und die Tatsache, dass auf Sky Online ALLE Staffeln (inklusive der neuen im deutschen TV noch nicht gezeigten ersten Hälfte von Season 6) von „The Walking Dead“ zur Verfügung stehen. Na dann: frohes Fest!

Hinweis: Die hier empfohlenen Angebote der Streaming-Dienste können sich natürlich jederzeit ändern.


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