Die Facebook-App weiß bald, was Ihr hört und schaut

Weg damit !15
Die Facebook-App horcht künftig in Euer Leben hinein – wenn Ihr das zulasst
Die Facebook-App horcht künftig in Euer Leben hinein – wenn Ihr das zulasst

Facebook hört Euch zu – wortwörtlich. Mit einem neuen Update erkennt die App Musik und TV-Sendungen über das Smartphone-Mikrofon - vergleichbar mit Shazam. Das Feature ist in Kürze verfügbar und soll dabei helfen, beim Erstellen eines Posts automatisch Songs, Serien und Filme als Tags hinzuzufügen.

In der Praxis sieht das so aus: Ihr öffnet die Facebook-App, und sobald Ihr Euch ans Erstellen einer Statusmeldung macht, kann die Software auf das Mikrofon Eures iOS- oder Android-Geräts zugreifen – das macht sich dann über eine Lautstärke-Anzeige in der App bemerkbar. Kann Facebook anhand dessen, was es nun hört, einen Song oder eine TV-Sendung identifizieren, wird eben dies automatisch an Euren Post angehängt. Einmal abgeschickt, steht auf Eurer Facebook-Wall beispielsweise "hört" und dann der Songtitel hinter Eurem Namen; der eigentliche Beitrag folgt dann darunter.

Was soll das? Eure Freunde können dann etwa kurz in den Song reinhören oder auf die Seite der TV-Show gelangen. Die Shazam-artige Audioerkennung kommt mit dem nächsten Update der Facebook-App auf iOS- und Android-Geräte. Einen genauen Termin nannte das Social Network noch nicht.

Die gute Nachricht: Das Feature ist optional. Ihr müsst es also, falls Ihr es nutzen wollt, vor dem Gebrauch aktivieren - oder eben nicht, wenn Ihr darauf verzichten wollt. Bei der ersten Aktivierung erklärt Euch die App das Feature und seine Funktionsweise ausführlich. Außerdem könnt Ihr die Funktion jederzeit ein- und ausgeschalten, wie das Unternehmen gegenüber CURVED mitteilte.

Zuerst in den USA, Deutschlandstart noch ungewiss

Vorerst ist das Update nur für US-Nutzer erhältlich. Wann wir hierzulande Serien, Filme und Musik auf diese Weise vertaggen können, verrät Facebook noch nicht. Wünschenswert ist das allemal, da man sich gerade auf dem Smartphone das lästige Tippen spart - und die Freunde und Kontakte komfortabel einen Blick auf die getaggten Inhalte werfen können.

Wer jetzt Angst vor der Datenkrake hat: Ähnlich funktioniert auch seit Jahren die Musikerkennungs-App Shazam: Audiosignale werden mit einer Datenbank abgeglichen. Was Facebook davon hat? Zum einen entdecken Nutzer auf diese Weise neue Inhalte im Social Network - was sich positiv auf die Verweildauer auswirkt. Zum anderen bekommt das Unternehmen so auch einen noch besseren Einblick darüber, was wir sehen und hören. Wem das nicht passt, der hält seinem Smartphone entweder das Mikro zu - oder lässt das Feature deaktiviert.

Mitarbeit: Lukas Dylus


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