Die Idee zu Snapchat kam nicht von seinen Betreibern

Snapchat ist in erster Linie einem Ex-Kommilitonen seiner heutigen Macher zu verdanken
Snapchat ist in erster Linie einem Ex-Kommilitonen seiner heutigen Macher zu verdanken(© 2014 Snapchat, CURVED Montage)

Die Macher hinter Snapchat geben zu: Das Erfolgskonzept der sich selbst zerstörenden Nachrichten stammt nicht von ihnen, sondern einem Studienkollegen. Mit diesem wurde man sich nun nach einem anderthalbjährigen Rechtsstreit einig.

In dessen Rahmen hatten die beiden Snapchat-Gründer Evan Spiegel und Robert Murphy, die das Unternehmen heute als CEO und CTO leiten, die Ansprüche ihres ehemaligen Kommilitonen Frank Reginald Brown noch vehement abgestritten. Nun räumen die Snapchat-Macher in einer Pressemitteilung doch noch ganz offiziell ein, dass “Reggie” Brown während ihrer gemeinsamen Zeit an der renommierten Stanford-Universität auf die zündende Idee kam:

“Reggie Brown originally came up with the idea of creating an application for sending disappearing picture messages”

Bereits seit 2013 stritten sich die ehemaligen Geschäftspartner und Freunde vor Gericht. In einer vorherigen Ankündigung von Browns Anwälten forderten diese rund ein Drittel des Unternehmens. Ihr Mandant sei eigentlich Teil des Gründungstrios von Snapchat und rund einen Monat vor dem Launch der App ausgeschlossen worden. Wie viel Brown genau als Ideengeber für die populäre App erhalten wird, ist zwar unbekannt, es dürfte aber eine ordentliche Summe sein. Immerhin wird Snapchat inzwischen mit rund 10 Milliarden Dollar bewertet – rund 150 mal so hoch wie zum Zeitpunkt von Browns Klage.

Das Timing für das öffentliche Geständnis der Snapchat-Betreiber wird wohl kein Zufall gewesen sein. Die Pressemitteilung wurde am Dienstag inmitten von Apples großer Keynote veröffentlicht – wohl in der Hoffnung, dass die Presse vor allem mit den Neuigkeiten rund um iPhone 6, iPhone 6 Plus und Apple Watch beschäftigt ist.


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