Mobilfunkexperten stellen sich vor - Teil 1: Daniel

Heute startet die neue Serie "Die Mobilfunkexperten stellen sich vor". Zur Premiere sprechen wir mit dem Experten Daniel, der über seine imposante Handyhistorie und sein Lieblingsmobilfunkthema Handover berichtet.

Hallo Daniel! Warum setzt Du Dich so intensiv mit Mobilfunk auseinander?

Daniel: Interessante Frage! Ich glaube das hat sich so mit der Zeit entwickelt. Es begann, als mein Vater mit dem ersten "Totschläger", einem Nokia 5110 nach Hause gekommen ist. Ich war ziemlich verwundert was man damit alles machen kann, aber durfte gar nicht alles ausprobieren, da das Handy ja wohl recht teuer war. So kam es dann auch, dass ich ein Jahr später schon mein erstes eigenes, das Kulthandy Nokia 3310, Gott sei Dank als Predaid-Handy, hatte und damit rumspielen konnte. Zu dem Zeitpunkt war meine Aufmerksamkeit geweckt und ich habe mich damit sehr viel auseinander gesetzt.

Wie viele Mobiltelefone hast Du in Deinem Leben schon besessen? Und welches war Dein Lieblingsgerät?

Daniel: Nach dem Nokia 3310 hatte ich so ein komisches Gerät von Vodafone zum aufklappen. Ich glaube das war das erste Telefon mit Videotelefoniefunktion. Zwischendurch hatte ich noch ein Sagem mit blauer Hintergrundbeleuchtung. Boah war das cool! Und dann war da noch meine Sony-Ericsson-Zeit mit dem K750i, dem K800i und zuletzte dem C902, aber das war nicht so mein Ding. Das C902 war einfach zu langsam - oder ich für das Ding zu schnell. Ich konnte kaum SMS schreiben, da es ständig so gehakt hat. Das hat mich dann so genervt, dass ich dann trotz der hohen Anschaffungskosten doch zum iPhone gegriffen habe.

Gibt es eine iPhone-App, ohne die Du nicht mehr auskommen möchtest?

Daniel: Es gibt viele Apps, die ich täglich benutze. Aber besonders am Herzen liegen mir zwei Apps: Zum einen "mobileBanking", mit der ich täglich meinen Kontostand checke. Zum anderen, und diese App ist mir bzw. meiner Freundin besonders wichtig, ist da die UCI-Kinowelt-App. Wir sind Kinofreaks und da ist die App einfach klasse. Man kann Kinokarten direkt über die App buchen - einfacher gehts nicht!

Was ist Dein beruflicher Hintergrund?

Daniel: Ich bin Systemadministrator bei einem größeren Hosting-Provider und daher auch sehr interessiert wie das ganze mit Mobilfunk überhaupt funktioniert. Deshalb habe ich mich auch schon des öfteren mit solchen Themen wie Übertragungswegen oder der Geschichte des Mobilfunks auseinander gesetzt und kenne mich bei die meisten Probleme der anderen Mobilfunkteilnehmer aus.

Womit kennst Du Dich dabei am besten aus?

Daniel: Die Technik ist ein wichtiger Punkt. Ich weiß wie die Gespräche untereinander aufgebaut werden und wieso es zu Problemen beim Netzempfang kommen kann.

Kannst Du das ein wenig erklären?

Daniel: Ja, denn das Thema "Handover" interessiert mich besonders. Viele Leute wissen gar nicht wie es abläuft, wenn man unterwegs ist, sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt, was im Hintergrund abläuft. Es kann da manchmal passieren, dass das Mobilfunknetz bzw. die einzelnen Stationen einfach nicht mitkommen und die Verbindung abbricht. Es ist halt ein technischer Prozess, der manchmal nicht korrekt funktioniert.

Was interessiert Dich noch außer der Technik?

Daniel: Aktuell wächst das mobile Internet sehr stark und auch bei solchen Problemen kann ich einigen Leuten unter die Arme greifen und Unterstützung anbieten. Darum wollte ich auch Mobilfunkexperte werden. Es gab für mich keine andere Alternative. Ich musste einfach mich bewerben! Ich habe es gesehen und gedacht, dass dort mein vorhandenes Wissen bestimmt hilfreich sein kann.

Passt Du Deinen Mobilfunkvertrag häufig an Deine Nutzungsgewohnheiten an?

Daniel: Ich bin ein ziemlich aktiver Nutzer der mobilen Medien. Ich surfe sehr gerne mit meinem iPhone unterwegs, außerdem quatsche ich gerne mit ein paar Kumpels, aber ich schreibe auch SMS. Und genau da liegt mein Problem. Eine SMS-Flatrate ins E-Plus Netz habe ich und ich nutze sie intensiv aus. Ich würde auch gerne in andere Netze schreiben, aber da kommt der Kostenfaktor wieder ins Spiel. Ich hätte gern eine SMS-Flatrate in alle Netze, aber dafür ist mein Tarifmodel nicht ausgelegt.

Es gab Zeiten, wo man kostenlose Kurznachrichten verschicken konnte. Das ist lange her, aber es gab sie mal. Heutzutage hat E-Plus mit der Marke BASE wieder das Versenden von SMS bezahlbar gemacht, aber wieso muss man bei den meisten Verträgen 0,19 Euro für 160 Zeichen hinlegen? Für einen Mobilfunkanbieter sind die Kosten kaum nennenswert und dafür so eine Gebühr zu verlagen, ist unverschämt.

Wir danken Dir für das Gespräch!

[foto: screwbadluck (cc-by-sa)]