Die Mode-App Fits entwickelt Styling-Tipps passend zur Spotify-Playlist

Zeig mir, was du hörst und ich sag dir, welche Klamotten dir stehen: So funktioniert die App Fits.
Zeig mir, was du hörst und ich sag dir, welche Klamotten dir stehen: So funktioniert die App Fits.(© 2018 Shutterstock / g-stockstudio)

Ihr wisst nicht, was ihr anziehen sollt? Die App "Fits" hilft beim Einkleiden, ganz im Stile eurer Spotify-Playlist. So lebt und trägt man Musik heute.

Der Musikgeschmack ist für viele Leute Ausdruck ihrer Persönlichkeit, ebenso wie Kleider bekanntlich Leute machen. Lässig cool ist, wer beides miteinander in Einklang bringen kann – und damit ist nicht das Überwerfen eines verwaschenen Band-Shirts gemeint. Bestes Beispiel ist die tanzende Meute auf Festivals diesen Sommer: ob im schwarzen Rocker-Outfit, Emo-Kluft, indie Boho-Chic, Muskelshirts und Cappys oder Rastafari-Farben, in zuckenden Neon-Netzteilen bis hin zu Pailletten und Glitzer für die ganz großen Auftritte oder Verkleidungen als Einhorn oder Ananas. Natürlich wird für so ein musikalisches Jahres-Highlight nichts dem Zufall überlassen – soll aber so wirken als ob. Ihr erinnert euch: Die Coolness soll mehr so im Subtext mitschwingen. Wer diese stylische Nonchalance auch mal in seinen Alltag übertragen möchte, aber keine Antworten auf Stilfragen hat, der darf nun auf die Mode-App "Fits" zählen – bisher funktioniert die aber leider nur für Männer in den USA. Die Idee finden wir aber trotzdem spannend und wollten euch die News daher nicht vorenthalten: Wer weiß, vielleicht finden sich ja Nachahmer.

So funktioniert die Mode-App "Fits"

Hinter der App steckt das Luxus-Modelabel "Eison Triple Thread". Die App funktioniert wie folgt: Nutzer beantworten Fragen zu ihrem Auftreten, wie etwa Alter, Hautfarbe und den Beruf. Außerdem muss man den Zugriff auf sein Spotify-Konto gewähren. Auf Basis dieser Infos konstruiert die App dann den passenden Modestil.

Die Stilberatung funktioniert natürlich besser, wenn man nicht einen zu breit gefächerten Musikgeschmack hat. Wie die App zum Beispiel auf jemanden reagiert, der vormittags auf der Arbeit gerne Klaviermusik zum Konzentrieren hört und es abends richtig krachen lässt mit Death Metal und am Wochenende vielleicht zu Kuschelrock oder Helene Fischer  mit der Liebsten schmust, wissen wir nicht.

Musik und Mode wachsen enger zusammen

Die Idee dahinter ist, dass junge Leute auch stilistisch Vorbilder suchen und diese bewusst oder unbewusst oft in ihren musikalischen Idolen finden – sei es Jay Z, Kendrick Lamar oder Lenny Krawitz. Sobald man die 30 überschritten hat, finden die meisten Leute aber ihren eigenen Stil und die Jüngeren unter uns haben meistens noch nicht das Geld für Luxus-Mode: Aus unserer Sicht ist Fits eine witzige Idee, aber mehr vermutlich auch nicht, solange sie sich nur auf die Premium-Klamotten konzentriert. Viele Künstler haben ja auch längst ihre eigene Modekollektion.

Offenkundig ist, dass Musiker in Zeiten, in denen sie immer weniger Geld mit ihrer Musik verdienen, andere Vermarktungsstrategien suchen. So wie Fitness und Wearbles immer enger zusammenwachsen, gehen auch Musik und Mode beziehungsweise Lifestyle immer mehr Hand in Hand. Auch die Modebranche wird immer erfinderischer: So will Tommy Hilfiger künftig tracken, wie lange und häufig Kunden die neue Mode-Kollektion tragen.


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