Die smarte Schuhsohle Runvi soll Läufer coachen und schneller machen

Wie die smarten Einlagen namens Runvi Läufer coachen und schneller voran bringen sollen, erfahrt ihr hier.
Wie die smarten Einlagen namens Runvi Läufer coachen und schneller voran bringen sollen, erfahrt ihr hier.(© 2018 Shutterstock/nd3000)

Nach smarten Laufschuhen kommen bald die smarten Schuhsohlen – und die können einfach mit in den nächsten Trainingsschuh umziehen, wenn der seinen Zenit überschritten hat. Wie die smarten Einlagen namens Runvi Läufer coachen und schneller voran bringen sollen, erfahrt ihr hier.

Nach Activity Trackern werden vor allem Smartwatches mit ausgefeilten Fitnessfunktionen immer belieber. So langsam erobert aber auch smarte Fitnesskleidung, die mit Sensoren ausgestattet ist, den Markt: Sie soll entweder die persönliche Trainings-Performance nach dem Workout auswerten oder den Nutzer sogar schon währenddessen coachen beziehungsweise korrigieren. Nach smarten BHs, die den Puls messen, Jacken für die Temperaturregulation beim Outdoor-Sport, Shirts und Hosen, welche die Haltung korrigieren oder Schuhen, die das Lauftraining begleiten, gibt es demnächst auch die ersten smarten Schuhsohlen: Der Clue: Die kann man auch dann noch nutzen, wenn die Laufschuhe ihren Zenit überschritten haben. Und das ist spätestens alle 1.000 Kilometer der Fall, auch wenn man den Tretern nicht direkt ansieht, dass sie ihre wertvolle Dämpfung auf der Strecke gelassen haben. Laut Hersteller passen die smarten Einlagen in alle handelsüblichen Laufschuhe und wiegen je nach Größe nur zwischen 100 bis 120 Gramm.

Ein Berliner Startup steckt hinter den smarten Einlagen

Hinter der Idee und Entwicklung steckt das Berliner Startup NWTN-Berlin: Die High-Tech-Einlagen mit dem Namen Runvi verfügen 32 Drucksensoren, die in Kombination mit zwei Beschleunigungsmessern nicht nur die Lauftechnik des Anwenders tracken und analysieren, sondern in auch in Echtzeit über die App auf dem Smartphone coachen: Der personalisierte Stimm-und Audio-Coach in der Smartphone-App macht es möglich. Neben den Daten Tempo und Aufprall ermittelt Runvi auch die Trittfrequenz, Symmetrie und die aufgewendete Kraft, die euch der Lauf kostet. So sollen Nutzer durch regelmäßiges Training vor allem ihre Lauftechnik und somit die Laufeffizienz und die Pace verbessern. Außerdem hat Runvi es sich zur Aufgabe erklärt, Läufer vor Übertraining und Verletzungen zu schützen.

Runvi coacht Läufer auch über die Apple Watch

Ein nettes Zusatzfeature der smarten Einlagen sind die lernfähigen Trainingsprogramme: Die finden Nutzer über die App, die es laut derzeitigem Stand erstmal nur für iOS gibt. Die Anwendung sammelt nicht nur sämtliche eurer Schritt- und Laufdaten sowie Meilensteine, sondern lässt sich auch mit der Apple Watch synchronisieren. So können Nutzer Runvi auf Schritt und Tritt über das Handgelenk einsehen. Nicht nur sie verbessern mit jedem Training ihre Leistung, sondern auch die  künstliche Intelligenz hinter Runvi: Sie lernt auch in Sachen Coaching immer mehr dazu und entwickelt permanent individuelle Trainingsstrategie für den Läufer, etwa mit Videos über die App. Im Fitnessstudio könnt ihr das Handy auf der Laufband-Konsole ablegen und live über die App nachvollziehen, ob ihr den Fuß optimal abrollt. Die Akku-Laufzeit soll bis zu zehn Stunden reichen, bevor die Sohlen ans Ladengerät müssen.

Ab Herbst soll Runvi im Handel sein

Bislang handelt es sich bei Runvi noch um ein Kickstarter-Projekt in der Finanzierungsphase: Ihr könnt euch die schlaue Laufsohle aber schon jetzt zum Vorzugspreis von knapp 120 Euro sichern. Ab Herbst soll Runvi dann für rund 200 Euro in die Läden kommen.

Falls ihr bis dahin noch ein bisschen in einer Laufgruppe trainieren wollt, lest unsere Tipps dazu oder stellt euch das perfekte Ganzkörpertraining für Läufer zusammen. Alternativ zeigen wir euch noch ein paar Sportarten, die mindestens genauso schnell schlank machen wie Joggen.


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