Die Türkei blockiert jetzt auch Googles DNS-Server

Unfassbar !14
Weitet die Internetzensur im eigenen Land aus: Ministerpräsident Erdogan
Weitet die Internetzensur im eigenen Land aus: Ministerpräsident Erdogan(© 2013 CC: Flickr/unaoc)

Das Katz- und Mausspiel geht weiter: Nachdem die türkische Regierung zunächst Twitterund YouTube sperren ließ, wählten die Menschen den Umweg über Googles DNS-Server. Jetzt hat die Türkei dieses Schlupfloch geschlossen. Alle Anfragen an die DNS-Server von Google werden wiederum an türkische DNS-Server weitergeleitet. Mit diesen ist es nicht möglich, Dienste wie Twitter oder YouTube aufzurufen.

Das geht nur mit dem Einverständnis und der Kooperation von Providern, wie etwa der TurkTelekom. Google bestätigte, dass Anfragen von Nutzern auf die Google-Server von mehreren türkischen Providern heimlich umgeleitet werden.

Twitter blocked in Turkey via local DNS poisoning, global DNS providers not impacted: http://t.co/qFEBPXAho8pic.twitter.com/JDL8SNv62G
— Renesys Corporation (@renesys) 21. März 2014

 

Damit fällt es türkischen Bürgern immer schwerer, sich gegen die Zensurmaßnahmen von Erdogans Regierung zur Wehr zu setzen. Denn eigentlich funktioniert ein DNS-Server wie ein Telefonbuch, dass eingegebene Urls in IP-Adressen umwandelt und diese aufruft. So ersetzten viele Türken die gesperrten DNS-Server ihrer Provider durch die von Google. Erdogan will mit den Zensurmaßnahmen gegen Korruptionsvorwürfe gegen ihn und seine Regierung vorgehen. Zusätzlich zur Sperre sollen sogar weitere DNS-Server gehackt worden sein.


Weitere Artikel zum Thema
Face­book Messen­ger könnte bald GIFs von Google Gboard nutzen
Guido Karsten
Facebook entwickelt seinen Messenger stetig weiter
Mit Googles Gboard Tastatur-App könnt Ihr nach animierten GIFs suchen. Der Facebook Messenger unterstützt die so gefundenen Bilder nun ebenfalls.
Threema Web: Der Messen­ger ist jetzt auch im Brow­ser nutz­bar
Die Entwickler von Threema legen viel Wert auf Sicherheit
Mit Threema Web könnt Ihr künftig auch vom Computer aus Nachrichten und Dateien versenden. An das Thema Sicherheit haben die Entwickler dabei gedacht.
Allo again: Googles Messen­ger bekommt neuen Chat­bot und animierte Emojis
Marco Engelien1
Her damit !10Obwohl Allo wenig Anklang bei den Nutzern findet, erweitert Google die App konstant.
Obwohl Allo nicht sonderlich beliebt ist, erweitern Google die Chat-App um neue Funktionen. Bald gibt’s einen weiteren Chatbot und animierte Emojis.