Die Zukunft der Augmented Reality ist cool und creepy zugleich

Das ist Walter, ein digitales Haustier, das per Augmented Reality sichtbar wird.
Das ist Walter, ein digitales Haustier, das per Augmented Reality sichtbar wird.(© 2017 Vimeo/Magali Barbé)

Die Vorteile und Schattenseiten moderner Technologien: Darum geht es in Serien wie "Black Mirror". Ein neuer Kurzfilm zeigt nun eindrucksvoll, wie wir in Zukunft die sogenannte Augmented Reality in unser Leben integrieren könnten. Oder ist es eher andersherum?

Kurzfilm zeigt das Leben mit AR

"Strange Beasts" führt uns auf eindrucksvolle Weise vor, wie verrückt die Entwicklung von Augmented- oder Virtual-Reality-Technologien werden könnte. Der Film handelt von einem Spielentwickler, der seine neue Erfindung "Strange Beasts" vorstellen will.

Wie in einem dieser typischen Imagefilme, in denen Startups um Unterstützung bei einer Crowdfunding-Kampagne bitten. Doch irgendwas stimmt mit seinem Blick nicht. Wir erfahren, dass er Nano-Retina-Technologie im Auge hat, die ihm einen "Superblick" gibt und mit der sich Augmented-Reality-Inhalte über Objekte in der echten Welt projizieren lassen. Microsoft Hololens also mehrere Generationen weitergedacht.

Smarte Kontaktlinsen oder gleich ein Technik-Implantat: So könnten wir in Zukunft Augmented Reality Inhalte zum Leben erwecken(© 2017 Vimeo/Magali Barbé)

Mit seinem Spiel könne man sein virtuelles Haustier aufziehen – aber wie weit kann man damit gehen? So viel sei verraten: Die Story kippt recht schnell von interessant und niedlich zu seltsam und creepy. Es erinnert an die "Black Mirror"-Episode "The Entire History of You". In dieser Folge haben Menschen ihr Hirn und ihre Augen mit einem Device vernetzt, das alles aufzeichnet. Die Folge: Alles ist immer präsent, und doch leben Menschen dadurch vor allem in vergangenen Momenten.

Strange Beasts: Theoretisch könnten Eure virtuelle Tiere mit denen von anderen Nutzern spielen(© 2017 Vimeo/Magali Barbé)

Smarte Linsen bereits in Entwicklung

Während der Kurzfilm reine Fiktion ist, haben die großen Hersteller in der echten Welt bereits Patente für intelligente Kontaktlinsen eingereicht und mit der Entwicklung begonnen. Samsung und Google sowie Innovega scheinen vor allen an Linsen mit Kamera und Display zu arbeiten.

Google hat bei den Kontaktlinsen nicht nur an stereoskopische Live-Aufnahmen aus einer echten Ich-Perspektive gedacht. Bereits in der Vergangenheit hatte Google angekündigt, eine Kontaktlinse für Diabetiker entwickeln zu wollen, die Blutzuckerwerte messen kann. In einem anderen Fall soll zum Beispiel eine Kombination aus Linsen und Gesichtserkennungs-Software helfen, Menschen zu identifizieren. Auch könnten die Kontaktlinsen Blinde in ihrem Alltag unterstützen und beispielsweise darauf hinweisen, wenn sie eine Straße überqueren können.