Diese Daten gibt Apple auf Anfrage an Behörden heraus

Wann ihr wo wart weiß Apple nicht – Karten-Logs können nicht abgerufen werden
Wann ihr wo wart weiß Apple nicht – Karten-Logs können nicht abgerufen werden(© 2014 CURVED)

Apple hat seine Richtlinien für US-Behördenanfragen nach Nutzerdaten offengelegt – und damit, was das Unternehmen über Euch verrät und was nicht. Dabei kommen einige interessante Infos zusammen, was Apple alles abrufen kann und was seitens des Unternehmens nicht gespeichert und verfolgt wird.

Auf der Informationsseite wird recht ausführlich beschrieben, was und unter welchen Bedingungen Apple im Falle behördlicher Ermittlungen beitragen kann. Angefangen bei den Registrierungsdaten eines Gerätes inklusive aller dabei gemachter Angaben, hängen hier noch etwaige Kontaktaufnahmen mit dem Kundensupport und Käufe in sämtlichen offiziellen Apple-Shops dran, vom Apple Store on- und offline bis zum iTunes Store. Auch etwaige Käufe von und mit iTunes-Guthabenkarten können zurückverfolgt werden.

Welche Daten kann Apple aus iPhone, iCloud und Co. holen?

Unter der Voraussetzung entsprechender richterlicher Anordnung kann Apple auch auf einige iCloud-Daten zugreifen. Abgesehen von den grundlegenden Account-Informationen und Mail-Logs, sind davon ausschließlich jene Daten betroffen, die seitens des Nutzers in iCloud belassen werden. Kurz gesagt: Was Ihr löscht, kann nicht mehr abgerufen werden. Eine Ausnahme bilden hier Email-Verläufe, die etwa alle 60 Tage abgerufen werden. Diese enthalten allerdings lediglich die Email-Adressen von Absender und Empfänger, sowie Zeitangaben.

Wird bei Apple ein via Code-Sperre geschütztes iPhone oder iPad eingereicht, können lediglich Daten aus den hauseigenen Apps extrahiert werden – also beispielsweise Kontakte, Anruflisten, Nachrichten, Video- und Audioaufzeichnungen und dergleichen. Ausnahmen bilden die vorinstallierten Apps Mail und Kalender, sowie Karten. Bewegungsprofile lassen sich auf Basis Eures iOS-Geräts also nicht erstellen. Hier stünden höchstens die Daten zur Verfügung, die Ihr bei der Nutzung der "Mein iPhone suchen"-Funktion hinterlassen habt.

FaceTime und iMessage sind abhörsicher

Die veröffentlichte Richtlinie, die für strafrechtliche Ermittlungen innerhalb der USA gilt, behandelt auch noch das Abfangen von Nachrichtenverkehr. Dies ist bei Vorlage einer entsprechenden Anordnung nur bei Mails möglich, nicht jedoch der von Nutzer zu Nutzer verschlüsselten iMessage- und FaceTime-Kommunikation. Bei jedweder Art von Datenweitergabe an Behörden benachrichtigt Apple den betreffenden Nutzer – es sei denn, das laufende Verfahren erlaubt dies aus rechtlicher Sicht nicht oder es besteht Verletzungs- oder gar Todesgefahr für Personen.

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