Diese Filmklassiker brauchen dringend ein Remake - und diese nicht!

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high-aufmacher(© 2017 Studiocanal)

Immer wieder tauchen im Kino Filme auf, die es schon einmal gab. Und immer wieder schlagen Filmfans in aller Welt wegen der Auswahl die Hände über dem Kopf zusammen. Denn oft greifen die Produzenten voll daneben und verschandeln einen Klassiker. Wo die Studios zuschlagen sollten- und welche heiligen Kühe nicht angefasst werden dürfen - erfahrt ihr hier.

Bei manchen Filmen dürften viele Fans mit dem Kopf nicken, wenn sie von einer Neuverfilmung des Stoffes hören würden. Bei anderen würden die gleichen fans voller Panik den Kopf schütteln, käme die gleich Idee dort auf. Wir verraten euch, welche Filme einen Neuanastrich gut brauchen könnten. Und welche so zeitlos gut sind, dass es ein Verbrechen wäre, sie neu zu drehen.

Bitte neu machen!

Der Goldene Kompass

Was ist denn da schief gelaufen? Eine Fantasy-Trilogie, die in Großbritannien längst Kultstatus genießt. Daniel Craig und Nicole Kidman als Stars. Und eine wirklich andere und originelle Fantasywelt, in der die Menschen ihre Seelen in Form von geisterhaften Tieren immer außerhalb ihres Körpers haben. Das hätte echt gut werden können. Leider entschied sich Regisseur Chris Weitz dafür, alle möglicherweise kontroversen Inhalte des Romans aus dem Film zu werfen, sodass die religiösen und philosophischen Fragen, die den Reiz der Bücher ausmachen, nicht mehr vorkamen. Kein gute Idee!

Zwar hat sich die BBC inzwischen entschieden, die Trilogie als TV-Serie zu verfilmen, aber das könnte angesichts des nötigen Budgets für Spezialeffekte eventuell ebenfalls hinter den Erwartungen zurück bleiben. Hier dürfte gern ein Studio nochmal einen Versuch wagen, die eigentlich sehr coole Story auch so zu erzählen.

Running Man

Wer den Film noch aus der Zeit kennt, in der er erstmals zu sehen war (1987), der erlebte einen Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle, der damals auf dem Weg zum großen Actionstar war. Leider hat aber der Film eigentlich gar nichts mit dem brillanten Roman zu tun, den Stephen King als Richard Bachman veröffentlichte.

Denn statt in einem Gelände in Studionähe gegen verkleidete Killer zu kämpfen, ist der echte Running Man in ganz Amerika unterwegs und versteckt sich vor seinen tausenden von Jägern. Im Roman nimmt die Sache auch ein bedeutend dunkleres Ende als im Happy-End der Kinoversion. Eine echte Neuverfilmung des Stoffes käme sicher nicht nur bei den King-Fans gut an. Klar gibt es noch viele andere King-Verfilmungen, die dringend neu gemacht werden müssten, aber bei Running Man ist es besonders auffällig.

Highlander

Ja, der erste Film der Reihe ist Kult. Die Musik von Queen, die Rolle von Sean Connery, die coolen Überblendungen. Aber wenn man einmal genauer hinsieht, muss man doch einräumen, dass diese einstige Perle von 1986 nicht gut gealtert ist. Heute wirkt das gute Stück doch deutlich alberner als damals und auch die Schwertkämpfe ließen sich heute sicher in einer anderen Qualität filmen als damals.

Richtig neu ist die Idee auch nicht. Immer wieder einmal meldet sich ein Produzent zu Wort, der die Story des unsterblichen Highlanders Connor MacLeod vom Clan der MacLeod neu verfilmen möchte - passiert ist bisher aber nie etwas. Dabei könnte der schwertschwingende Kämpfer bestimmt auch heute noch Mädchenherzen brechen - wenn er ein wenig entstaubt nochmals in die Kinos kommen würde.

Finger weg!

Manche mögen's heiß

Für viele Cineasten ist dieser Film nicht nur der beste von Billy Wilder, der nun wirklich nicht gerade wenig tolle Filme gedreht hat, sondern schlicht die beste Komödie aller Zeiten.

Der Humor in der Geschichte zweier Musiker, die unfreiwillig Zeuge eines Mafiamordes werden und sich danach als Frauen verkleidet in einer Mädchenband verstecken, ist absolut zeitlos und heute noch genauso lustig wie 1959. Dazu machte er Marylin Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon endgültig zu Topstars. Mit Lemmon drehte Wilder danach noch viele weitere Klassiker. Sollte sich jemals ein Studio an einer Neuauflage dieses Films versuchen, wäre das sicher einen der "unverzeihlichen Flüche" aus dem Harry Potter-Universum wert.

Citizen Kane

Schon in den 30er Jahren erarbeitete sich Multitalent Orson Welles einen großartigen Ruf als begnadeter Filmemacher und Schauspieler. Doch als er sich 1941 an seinen Film Citizen Kane wagte, der zwar die fiktive Biographie des Verlegers Charles Foster Kane erzählt, aber stark an das reale Leben des mächtigen Zeitungsmannes Randoph Hearst angelehnt war, legte er sich mit einem zu starken Gegner an. Hearst sorgte dafür, dass der Film komplett floppte und auch bei den Oscars wurde Welles trotz neun Nominierungen, darunter vier für seine Person, nur einmal gewürdigt - und das auch noch unter Pfiffen.

Dabei gilt der Film bis heute als einer der wichtigsten und besten Filme aller Zeiten. Generationen von Filmstudenten mussten oder durften Citizen Kane bereits analysieren und davon lernen. Eine Neuauflage des Films läge also cineastisch irgendwo zwischen kompletter Taktlosigkeit und leichter (Kino)-Gotteslästerung. Denkt nicht einmal daran!

Casablanca

Wenn man einen Filmkundigen nach dem besten und schönsten Liebesfilm aller Zeiten fragt, dürfte Casablanca bei den meisten unter den ersten drei Antworten sein. Die Geschichte, an deren Erfolg das Studio zunächst gar nicht recht glaubte, kam 1942 in die Kinos - und wurde ein Kassenschlager. "As time goes by" wurde ein Megahit und die damals schon bekannten Stars Ingrid Bergman und Humphrey Bogart werden heute, trotz vieler anderer Erfolge, hauptsächlich mit diesem Film verbunden - zuletzt verbeugte sich "La La Land" sehr tief vor dem berühmten Klassiker.

Die Story des Amerikaners Rick, der in Nordafrika der 40er eine Bar betreibt und heimlich Flüchtlinge vor den Nazis unterstützt, trifft erneut auf seine große Liebe Ilsa, die ihn einst in Paris verzauberte, aber dann plötzlich verschwand. Die Begegnung verändert nicht nur das Leben der beiden, sondern zieht viel größere Kreise. Bittersüßer wurde kaum je eine Lovestory erzählt und die damalige politische Brisanz tat ein Übriges, den Film unsterblich zu machen.

Sollte sich je ein Produzent ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, diesen Film noch einmal zu drehen, so sollten ihn die Götter des Films verfluchen.

Aber offenbar gibt es auch in Hollywood eine rote Linie, die nicht übertreten wird, denn angesichts des Alters dieser Klassiker dürfen wir wohl hoffen, dass weitere Jahrzehnte vergehen, ohne dass sich jemand an diesen Filmjuwelen vergreift.

Was meint ihr? Welcher Film braucht eurer Meinung nach dringend eine Frischzellenkur? Und welche Perle darf auf keinen Fall nochmal gedreht werden?


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