Die DJ-App Pacemaker für iPad nutzt Spotify als Quelle

Pacemaker ist keine DJ-App wie die anderen. iPad-Programme zum Mischen von Musik wie Traktor DJ oder Djay haben nämlich einen entscheidenden Nachteil: Mixen ließen sich nur Tracks aus einer bereits vorhandenen Musiksammlung, deren Größe auf dem Mobilgerät natürlich etwas limitiert ist. Pacemaker steht jedoch die gesamte Spotify-Bibliothek offen – ein Premium-Account bei dem Streaming-Dienst ist dafür allerdings Voraussetzung. Wer keinen besitzt, greift einfach wie gehabt auf die iTunes-Sammlung seines iPads zurück.

Musik streamen und mixen

Entwickelt wurde Pacemaker von einer schwedischen Firma, die denselben Namen trägt, wie ihr Programm. Die Idee, Spotify als Quelle zu nutzen, ist dabei nicht neu: DJ Mixer for Spotify bot bereits zuvor einen ähnlichen Ansatz. Allerdings versäumten dessen Entwickler es, mit Spotify zusammenzuarbeiten, weshalb die Anwendung schnell wieder aus dem App Store verschwand. Pacemaker-CEO Jonas Norberg scheint also alles richtig gemacht zu haben. Gegenwind gebe es höchstens aus der Szene, offenbar von Leuten, die ihr Steckenpferd und dessen Tradition von iPad-DJs bedroht sehen. Kommentare auf Youtube seien entweder sehr positiv oder sehr negativ, dazwischen gebe es nichts, so Norberg.

Praktische App für spontane iPad-DJs

Norberg selbst sieht die Reaktionen aber gelassen: DJ-Urgestein Richie Hawtin etwa sei sehr angetan von Pacemaker, Kritik komme vor allem von aus dem weniger begabten Mittelfeld. Ein vollwertiger Ersatz für ein althergebrachte Session, an deren Ende ein Mixtape steht, ist die App ohnehin nicht – aufzeichnen oder teilen lassen sich die Mix-Ergebnisse nämlich nicht. Dafür ist Pacemaker gratis über iTunes zu beziehen, Kosten fallen aber für einzelne Soundeffekte an, für alle sechs zusammen werden 8,99 Euro fällig. Sollte sich das Modell als erfolgreich herausstellen, sind weitere Effekte zu erwarten.

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