DJI Mavic Pro vs. GoPro Karma: Welche Drohne lohnt sich für wen?

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GoPros Karma (li.) und DJIs Mavic Pro lassen sich zusammenklappen und haben beide Kamera-Gimbals.
GoPros Karma (li.) und DJIs Mavic Pro lassen sich zusammenklappen und haben beide Kamera-Gimbals.(© 2016 DJI / GoPro)

DJI und GoPro haben ihre neusten Kreationen im Multicopter-Bereich vorgestellt. Während DJI schon viel Erfahrung im Drohnenbau hat, betritt der Actioncam-Hersteller GoPro Neuland. Wo unterscheiden sie sich, wo liegen sie gleichauf? Wir vergleichen die faltbaren Kamera-Quadcopter auf Basis der verfügbaren Informationen.

Maße: groß oder klein?

Beide Multicopter haben den Vorteil, dass Ihr sie zusammenklappen könnt. So verringern sie ihre Maße schon mal. Im normalen, flugfähigen Zustand misst GoPros Karma 30,3 x 41,1 x 11,7 Zentimter (gefaltet für Transport: 36,5 x 22,4 x 8,9cm) und kommt auf ein Gewicht von knapp einem Kilogramm.  Die Mavic Pro von DJI ist kleiner und dadurch kompakter. Zusammengeklappt hat sie Maße von 8,3x8,3x19,8cm und wiegt 743 Gramm.

Kamera: 4K muss es sein

Bei der Kamera waren sich die Hersteller einig: 4K-Auflösung soll es sein. Doch während bei DJI eine fest verbaute Kamera in einem Drei-Achsen-Mini-Gimbal hängt, kommt bei GoPros Karma die hauseigene Actioncam Hero zum Einsatz. Das Besondere bei Karma: Der Gimbal kann aus der Drohne herausgenommen und an eine Art Selfie-Stick ("Karma Grip") gesteckt werden, sodass Ihr die Kamera auch stabilisiert außerhalb ohne das Flugobjekt benutzen könnt.

Video- und Fotoqualität

Die DJI-Kamera zeichnet in 4K-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde auf. In FullHD-Auflösung (1080p) sind 120 Bilder pro Sekunde möglich. Beim GoPro-Modell kommt es natürlich darauf an, welche Hero-Kamera Ihr einsetzt. Die Hero5 Black nimmt beispielsweise 4K-Videos auch mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Fotos schießen beide Systeme mit 12 Megapixeln.

Steuerung über eigenen Controller

Gesteuert werden die Drohnen über Fernbedienungen. Diese Controller haben ein eigenes Display – bei DJI ist das Euer Smartphone, das Ihr bei kurzen Entfernungen auch als Fernsteuerung nutzen könnt. Über eine App kann auch die Karma-Drohne per Smartphone kontrolliert werden. Die Live-Übertragung aus der Drohnenkamera liefert beim Mavic Pro Bewegtbilder mit 1080p (Full-HD) oder 720p (HD). Das Downstreaming auf den Karma-Controller hat bei einem 5-Zoll-Display eine Auflösung von 720p (HD).

Geschwindigkeit und Akku

Die beiden neuen Multicopter sind schnell unterwegs. So soll der Mavic Pro eine Spitzengeschwindigkeit von 64 Kilometern pro Stunde (im Sport-Modus) erreichen. Stabil in der Luft soll sie laut Hersteller bis zu einer Windstärke von 40 Kilometern pro Stunde stehen. Theoretisch könnte sich die Drohne bis zu sieben Kilometern von euch entfernen, bevor das Signal zwischen Fernbedienung und Copter abreißt – doch das wird praktisch nicht eintreten, da Ihr laut Gesetz die Drohne zu jederzeit mit bloßem Auge sehen müsst. Der Akku soll bis zu 27 Minuten halten.

Leider fehlen an dieser Stelle noch Vergleichswerte der GoPro Karma. Sobald die Daten vorliegen, werden wir diesen Artikel aktualisieren.

Preise, Zubehör und Verfügbarkeit

Inklusive Fernsteuerung kostet der Mavic Pro 1199 Euro. Zusätzliche Akkus kosten nochmal je 99 Euro. Außerdem wird ein "Mavic Pro Fly More Combo"-Set angeboten, das neben dem Mavic Pro zwei zusätzliche Akkus, extra Propeller, eine Akkuladestation, ein Autoladegerät und eine Umhängetasche beinhaltet. Dieses kostet 1499 Euro. Der Mavic Pro kann ab sofort auf der offiziellen Webseite von DJI vorbestellt werden. Der Versand soll im Oktober beginnen. Ab November könnt Ihr die Drohne außerdem bei Apple kaufen.

Die Karma von GoPro kommt inklusive GoPro-Actioncam Hero5 Black auf 1199,99 Euro. Ohne Actioncam kostet das Set 869,99 Euro. Ab 23. Oktober wird das Bundle bestehend aus Drohne, Tasche, Gimbal, Actioncam, Controller und Karma Grip im Handel erhältlich sein. Derzeit könnt Ihr Euch auf der Webseite von GoPro in den E-Mail-Verteiler eintragen lassen, um benachrichtigt zu werden, wenn der Multicopter verfügbar ist.

Vorläufiges Fazit: mehr Kamera oder mehr Drohne?

Ein abschließendes Fazit können wir erst ziehen, wenn wir beide Drohnen getestet haben. Doch schon jetzt lässt sich ausmachen, dass die Mavic Pro vor allem eine Drohne ist, die zudem auch hochauflösende Videos drehen kann. Somit bleibt sich DJI treu und liefert ein Fluggerät ab, das durch dank des Klappmechanismus besonders transportabel ist. Transportabler als die Karma, für die keine Tasche, sondern gleich einen Rucksack braucht. Dafür bekommt Ihr hier ein Kamerasystem, das Ihr auch ohne Drohne nutzen könnt.


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