Duell um NBA-Team: Steve Jobs' Witwe & Ex-Microsoft-CEO

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Für wen werden die Los Angeles Clippers in der kommenden NBA-Saison spielen?
Für wen werden die Los Angeles Clippers in der kommenden NBA-Saison spielen?(© 2014 Facebook/LAClippers)

Apple gegen Microsoft im Basketball-Duell – naja, beinahe. Laurene Powell Jobs kämpft nach dem Tod ihres Ehemanns wieder mit einem alten Apple-Rivalen: dem ehemaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer. Beide haben Interesse an den Los Angeles Clippers angemeldet und Milliardenbeträge für den drohenden Zwangsverkauf des US-Basketballteams geboten.

Laurene Powell Jobs hat mit Beats-Mitgründer Jimmy Iovine sogar einen weiteren Apple-Mann in ihren Reihen, wie auf der Webseite des NASDAQ berichtet wird. Ihr gemeinsames Gebot von 1,6 Milliarden Dollar teilen sich die beiden zudem mit einer Reihe weiterer prominenter Geldgeber: Talk-Legende Oprah Winfrey, Entertainment-Mogul David Geffen und das Finanzunternehmen Guggenheim Partners sind mit im Boot.

Diesem Verbund steht Steve Ballmer allein gegenüber, wirft mit 2 Milliarden Dollar aus seinem Vermögen aber mehr in die Waagschale. Es ist das inzwischen dritte Mal, dass Basketball-Fan Ballmer sich um ein NBA-Team bemüht – diesmal erstmals ohne den Wunsch, es in seinen langjährigen Wohnort Seattle zu holen. Sein Angebot wäre der höchste Betrag, der jemals für ein NBA-Team gezahlt würde. Für den teuersten Kauf einer US-Sportmannschaft fehlen noch 150 Millionen Dollar – dann würde Ballmer den 2012 erzielten Preis des ebenfalls auf dem attraktiven Markt von Los Angeles beheimateten Baseball-Teams der L.A. Dodgers erreichen.

Zwangsverkauf wegen rassistischer Äußerungen des Besitzers

Aktuell sind David Sterling und seine Frau Shelly die Besitzer der Los Angeles Clippers. Die Leitung der US-Profiliga drängt jedoch auf eine Veräußerung des Teams, nachdem Mr. Sterling mit rassistischen Äußerungen einen Eklat ausgelöst hatte. Zunächst hatte er in der Folge seiner Frau erlaubt, die Mannschaft zu verkaufen, zog die Zusage jedoch wieder zurück und wehrt sich gegen den aus seiner Sicht illegalen Zwangsverkauf. Überdies erlegte die NBA Sterling eine Strafzahlung von 2,5 Millionen Dollar und ein lebenslanges Hallenverbot auf.

Update vom 31. Mai 2014: Ballmer hat gewonnen

Das ging jetzt schneller als erwartet: Die NBA bestätigt den Verkauf der LA Clippers an Steve Ballmer, dem das NBA Board of Governors noch zustimmen muss. Zum Verkaufspreis äußert sich die Liga nicht, mit den im Raum stehenden zwei Milliarden US-Dollar wäre es der teuerste Besitzerwechsel eines NBA-Teams. Den Rekord hielten bisher die Milwaukee Bucks, die für 550 Millionen Dollar die Besitzer wechselten.

In der nächsten NBA-Saison kann sich Ballmer mit dem Microsoft-Gründer Paul Allen, der bereits 1998 die Portland Trail Blazers für im Vergleich läppische 70 Millionen Dollar übernahm, messen. Allen gehört ebenfalls das NFL-Team Seattle Seahawks, die den Superbowl XLVIII im Februar 2014 gewannen.