E-Mail-Datenklau: Jetzt den BSI-Sicherheitstest machen!

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Unfreiwillig zugespammt: iPhone-Besitzer im Visier von Kriminellen
Unfreiwillig zugespammt: iPhone-Besitzer im Visier von Kriminellen(© 2014 CC: Flickr / epSos.de)

18 Millionen Mail-Adressen sind gestohlen worden. Jetzt könnt Ihr beim BSI einen Sicherheitstest machen, der Euch verrät, ob Eure Adresse auch betroffen ist.

Die Staatsanwaltschaft Verden hatte dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen Datensatz mit rund 21 Millionen E-Mail-Adressen und Passwörtern zur Verfügung gestellt. Die Identitäten sind im Rahmen eines laufenden Ermittlungsverfahrens gefunden worden. Nach technischer Analyse und Bereinigung hat das BSI rund 18 Millionen betroffene E-Mail-Adressen herausgefiltert - darunter rund drei Millionen deutsche.

Wer seine Mails bei der Deutschen Telekom, Freenet, gmx.de, Kabel Deutschland, Vodafone oder web.de verwaltet, der wird in Zusammenarbeit mit dem BSI direkt vom Provider informiert, falls seine Adresse kompromittiert wurde.

Warum Ihr den Test schnellstmöglich machen solltet: Mit den E-Mail-Adressen und den zugehörigen Passwörtern versuchen Kriminelle mithilfe eines Botnetzes, sich in E-Mail-Accounts einzuloggen und diese für den Versand von SPAM-Mails zu missbrauchen. Das Botnetz ist tatsächlich noch in Betrieb. Das bedeutet: Die gestohlenen Identitäten werden aktiv ausgenutzt.

Wer seine Mails nicht bei einem der großen Provider hostet, der ist dazu aufgerufen, den webbasierten Sicherheitstest zu machen und damit zu überprüfen, ob er von dem Identitätsdiebstahl betroffen ist. Die Mail-Adresse wird mit den Daten abgeglichen, die die Staatsanwaltschaft Verden (Aller) zur Verfügung gestellt hat. Ist Eure Adresse und damit auch Eure digitale Identität betroffen, bekommt Ihr entsprechende Information per E-Mail an die angegebene Adresse. Ist Eure E-Mail-Adresse nicht betroffen, so bekommt Ihr auch keine Benachrichtigung.

Was könnt Ihr tun, wenn Ihr Opfer von Hackern geworden seid? Das empfiehlt das BSI:

  1. Der eigene Computer ebenso wie andere genutzte Rechner sollten mit einem Virenschutzprogramm auf Befall mit Schadsoftware überprüft und bereinigt werden. Als zusätzliche Möglichkeit der Überprüfung kann der "PC-Cleaner" verwendet werden, zu dem auf der Webseite "BSI für Bürger" verlinkt ist.
  2. Nach der Überprüfung und Bereinigung des Rechners sollten Anwender ihr E-Mail-Passwort sowie auch alle anderenPasswörter ändern, die sie zur Anmeldung bei Sozialen Netzwerken, Online-Shops und anderen Online-Diensten nutzen.
  3. Um generell zu verhindern, dass Schadsoftware auf den Rechner gelangt, sollten Anwender die grundlegendenSicherheitsregeln beachten, die das BSI auf seiner Webseite "BSI für Bürger" zusammengestellt hat.
  4. Anwender sollten zukünftig in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob ihr Computer verwundbar für Angriffe aus dem Internet ist. Eine schnelle Testmöglichkeit bietet das Angebot "Check and Secure" der Initiative botfrei.de des eco-Verbands.

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