Edward Snowden für Friedensnobelpreis nominiert

Auch in Deutschland hatte Edward Snowden viel Rückhalt.
Auch in Deutschland hatte Edward Snowden viel Rückhalt.(© 2014 CC: Flickr/linksfraktion)

Geht es nach zwei Politikern der Sozialistischen Partei Norwegens (SV), bekäme Edward Snowden (30) am 10. Dezember dieses Jahres in Oslo den Friedensnobelpreis. Die beiden Mitglieder der Opposition im norwegischen Parlament haben den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter offiziell als Kandidaten für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Obama und Snowden: Ein Friedensnobelpreisträger jagt den anderen?

Die Nominierung von Edward Snowden begründeten die Politiker Bard Vegar Solhjell und Snorre Valen auf der Website der Partei so: "Die öffentliche Debatte und die politischen Veränderungen, die auf seine Enthüllungen folgten, haben zu einer stabileren und friedlicheren Weltordnung beigetragen. Sein Handeln führte dazu, dass Vertrauen und Transparenz wieder zu Leitprinzipien in Sicherheitsfragen wurden."

Edward Snowden hatte im Frühjahr 2013 flächendeckende Überwachungs- und Bespitzelungsmaßnahmen des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht. Weil er sich daraufhin in den USA nicht mehr sicher fühlte, floh er zunächst nach Hongkong. Im August 2013 gewährte ihm Russland Asyl. Ob er überhaupt zur Preisverleihung nach Norwegen anreisen könnte, ist nicht klar. In seiner Heimat droht dem sogenannten Whistleblower ein Verfahren wegen Landesverrats. Ironischerweise ist gerade US-Präsident Barack Obama (52) einer der größten Feinde Edward Snowdens. Obama wurde 2009 selbst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.



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