Edward Snowden: Verschickt ruhig weiter Penis-Fotos!

Edward Snowden erklärt Euch die Einzelheiten der viel diskutierten Überwachung durch den US-Geheimdienst NSA an einem praktischen Beispiel: Penis-Fotos. Late-Night-Talker John Oliver führte ein ungewöhnliches Interview mit Snowden, das dafür gleichermaßen unterhaltsam wie informativ ist.

Der britische Komiker traf im Rahmen seiner HBO-Show "Last Week Tonight Edward Snowden in seinem russischen Asyl und führte mit ihm ein recht witziges Gespräch zu einem ernsten Thema. Zum Ende hin möchte Oliver dem NSA-Whistleblower helfen, die schwierige Überwachungsproblematik an einem handfesten Beispiel greifbar zu machen: dem Abfangen von Genital-Fotos, die Menschen einander senden.

Anhand dieses Beispiels sehr intimer Kommunikation geht Oliver diverse Programme des US-Geheimdienstes durch und lässt Snowden kurz erklären, inwieweit diese Zugriff auf verschickte Schnappschüsse des besten Stücks erlauben. Der entsprechende Teil des Videos beginnt ziemlich genau nach 25 Minuten.

Snowden sagt "Ja" zu Penis-Fotos

Vor Abschluss des knapp viertelstündigen Interview-Teils fragt Oliver, ob der Verzicht auf den Versand Intimfotografie zumindest vorübergehend eine anständige Lösung für das Privatsphäre-Problem wäre. Lachend – und zum Staunen des Moderators – verneint Snowden das entschieden mit einem Appell an freiheitliche Werte: "Du solltest dein Verhalten nicht ändern, weil eine Regierungsbehörde irgendwo etwas Falsches tut. Wenn wir unsere Werte opfern, weil wir Angst haben, sind uns diese Werte nicht besonders wichtig." Und zum Schluss bekommt Snowden doch noch persönlich einen Oscar für die Doku "Citizenfour" – wenn auch nur aus Schokolade.

Der französische Webdesigner Olivier Lacan nahm das Interview zum Anlass, eine passende Homepage ins Web zu stellen: Auf cantheyseemydick.com sind Snowdens Aussagen zur mangelnden Sicherheit der Geschlechtsteil-Fotografien noch einmal übersichtlich verschriftlicht und mit weiterführenden Links zu den Programmen versehen.


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