Eine Milliarde Dollar: Instagram zu früh verkauft

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Bei der frühzeitigen Übernahme durch Facebook entgingen Instagram einige Milliarden US-Dollar.
Bei der frühzeitigen Übernahme durch Facebook entgingen Instagram einige Milliarden US-Dollar.(© 2014 Instagram, Facebook, CURVED Montage)

Rückblickend hätte Gründer Kevin Systrom mit dem Verkauf seiner Foto-App noch etwas länger gewartet. Angesichts der jüngsten Facebook-Deals war Instagram vor zwei Jahren ein Schnäppchen.

Exit des Jahres

War eine Milliarde US-Dollar eine zu geringe Summe für Instagram? Diese Frage hört Kevin Systrom, Gründer und CEO, ständig. Auf einer Konferenz sprach er deshalb vergangene Woche öffentlich über den Deal mit Facebook. Das Social Media-Unternehmen übernahm die App im April 2012. Damals war Instagram gerade mal ein Jahr alt und hatte 30 Millionen Nutzer.

Eine Milliarde klang vor zwei Jahren noch nach einem Riesen-Exit. Nachdem Facebook 19 Milliarden US-Dollar für die Messaging-App WhatsApp und zwei Milliarden für das Virtual Reality-Startup Oculus VR hingelegt hat, relativiert sich die Summe allerdings. Instagram-Chef Systrom gibt zu, aus heutiger Sicht wahrscheinlich den Exit weiter hinauszuzögern. Aktuell hat sein Dienst 200 Millionen Nutzer, etwa so viel wie Twitter.

Druck von der Börse

Dennoch ist der CEO mit seiner Entscheidung von vor zwei Jahren zufrieden. "Ich liebe mein Team, ich liebe die Dinge, an denen wir arbeiten. Ich denke nie über diese Frage nach." Ohne Facebook würde die Nutzerschaft der Foto- und Video-App heute nicht so hoch sein, glaubt er.

Als Teil eines börsennotierten Unternehmens sei das kleine Team kein Startup mehr. Deshalb habe Instagram auch nicht mehr den Luxus, sich Fehler leisten zu können, aus denen gelernt werden kann. Jetzt steht die App unter dem Druck, Geld zu verdienen.


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