Empfehlung der Redaktion: Fünf Fitnesstracker mit Pulsmessung

Welcher Fitnesstracker soll es denn sein? Wir geben euch eine Übersicht über die 5 aus unserer Sicht besten Geräte.
Welcher Fitnesstracker soll es denn sein? Wir geben euch eine Übersicht über die 5 aus unserer Sicht besten Geräte.(© 2018 Shutterstock / Jacob Lund)

Die Auswahl an Fitnesstrackern ist mittlerweile immens. Wer sich einen (neuen) zulegen möchte, sollte direkt ein Wearble wählen, das die Pulsmessung unterstützt. Das bringt genaueres Tracking im Alltag wie beim Sport und ist längst erschwinglich. Wir stellen euch die aus unserer Sicht besten 5 aktuellen Fitnesstracker ab 30 Euro vor.

Fitnessstracker, die den Puls messen, sind die besseren Begleiter im Alltag: Immerhin lassen sich über die Herzfrequenz Rückschlüsse auf die Fitness und den Stresslevel zu – und ihr behaltet einen groben Überblick über eure Herzgesundheit. Auch die Daten zur Schlafqualität und eurem Kalorienverbrauch sind wesentlich verlässlicher, falls ihr das Wearable als Unterstützung beim Abnehmen und zu Motivationszwecken nutzen wollt. Immerhin erinnern Fitnesstracker auch regelmäßig an Bewegung aus der Sitzstarre und schicken euch Smart Notifications aufs Handgelenk. Viele Fitnesstracker fungieren auch schon als ausgefeilte Personal Trainer – ohne dabei so klobig am Handgelenk zu kleben wie eine Fitnessuhr. Hier kommen die aus unserer Sicht besten 5 Fitnessarmbänder mit Pulsmessung:

Xiaomi Mi Band 3: Der supergünstige Alltagsbegleiter

Seit diesen Sommer ist das lang ersehnte Xiaomi Mi Band 3 auf dem chinesischen Markt, über Importhändler aber auch hierzulande für einen Spottpreis von unter 30 Euro zu bekommen. Der günstige Elektronik-Hersteller aus China bietet einen soliden Activity Tracker für den Alltag mit Pulssensor im schlichten Gewand:

Unaufgeregt, vielseitig und spottgünstig: Das Xiaomi Mi Band 3.(© 2018 CURVED)

Das monochrome OLED-Display erkennt im Vergleich zum Vorgänger vertikales wie horizontales Wischen und Tippen – wenn auch manchmal etwas schwerfällig. Der Tracker wechselt dann zwischen der Tages- und Zeitanzeige zu gelaufenen Schritten und Distanzen, verbrannten Kalorien, der Herzfrequenz, einer Stoppuhr, Wetterinfos, Smartphone-Benachrichtigungen und Menü-Optionen. Leider lässt es sich in der Sonne sehr schlecht ablesen und die Helligkeit kann man nicht anpassen. Auf Wunsch könnt ihr das Fitnessarmband bei Anrufen vibrieren lassen oder es als sanften Wecker nutzen. Als Personal Coach taugt es allerdings nicht: Das Mi Band 3 erkennt nur Gehen und Laufen automatisch.

Über die Aktivitäten in der App könnt ihr auch nur Radfahren und Training auf dem Laufband manuell tracken. Kraft- und Intervalltraining werden nicht unterstützt, ebenso wenig wie Schwimmen, obwohl das Wearable bis zu 50 Meter Tiefe wasserdicht sein soll. Positiv aufgefallen sind dafür die nützliche "Hohe-Herzfrequenz-Warnung" sowie die Tempo-Warnung in den App-Einstellungen der Aktivitäten. Allerdings waren die Messwerte allgemein in unserem ausführlichen Test nicht immer ganz genau – für den Spottpreis muss man eben Abstriche machen. Dafür powert der Akku bis zu zwei Wochen, wenn man nicht rund um die Uhr seinen Puls misst, was man beim Mi Band 3 übrigens manuell machen muss.

Huawei Band 2 Pro: Dezenter günstiger Tracker mit GPS – und vielen Apps

Ab derzeit 75 Euro ist das Huawei Band 2 Pro als dezenter und günstiger Fitnesstracker mit GPS erhältlich. Allerdings muss man dafür bereit sein, gleich drei Apps auf dem Smartphone zu installieren: Huawei Wear für die Verbindung mit dem Wearable, die Huawei-Mobildienste, damit die erste App richtig läuft, und Huawei Gesundheit, damit alle Daten des Fitnesstrackers angezeigt werden. Das ist schon umständlich, zumal andere Hersteller mit einer App auskommen.

Beim Huawei Band 2 ist sogar GPS mit an Bord.(© 2017 CURVED)

Das Display des Huawei Band 2 Pro ist relativ klein und schmal und dementsprechend schweben die Infos nur als Laufschrift über das Display – was bei den Smart-Notifications ein Nachteil sein kann. Die Bedienung des Huawei Band 2 Pro erfolgt über einen Button unterhalb des Displays, was etwas tricky ist weil das haptische Feedback fehlt. Sportliche Aktivitäten muss man manuell starten.

Das Mi Band 2 Pro ist wasserdicht und zeichnet auch Schwimmtrainings auf. Wenn die Übertragung der getrackten Workouts klappt, was in unserem Test leider nicht immer der Fall war, kann man sich mit den Daten und der App von Huawei individuelle Trainingspläne erstellen. Die Akkulaufzeit des Huawei Band 2 Pro ist stark davon abhängig, wie oft und wie lange man GPS benutzt. Fünf Tage schafft das Wearable aber bei sparsamer Nutzung locker. Die Messung der Herzfrequenz erfolgt automatisch alle halbe Stunde und beim Training durchweg. Auch bei Huawei gibt es auf Wunsch regelmäßige Bewegungserinnerungen und Atemübungen für mehr Achtsamkeit im Alltag.

Garmin vivosmart 3: Der Fitness- und Stresstracker

Der Garmin Vivosmart 3 ist mehr als ein Activity Tracker, denn das Gadget ermittelt auch euer Stresslevel: Dafür misst er rund um die Uhr den Puls und hat sogar die Herzfrequenzvariabilität im Blick. Die gibt Auskunft darüber, wie gut sich der Körper nach Stress entspannen kann. Doch damit nicht genug: Der schwimmtaugliche vivosmart 3 berechnet mit VO2 Max auch eure maximale Sauerstoffaufnahme für eine Einschätzung eurer Fitness und kann im Fitnessstudio Wiederholungen zählen. Mit Move IQ ist wie bei Fitbit eine Bewegungserkennung an Bord, die aber nicht so zuverlässig wie beim Konkurrenten alle Daten in die App überträgt. Beim manuellen Tracken funktioniert das aber einwandfrei.

Garmins vivosmart 3 ermittelt sogar euer Stresslevel.(© 2018 CURVED)

Darüber hinaus zeigt der vivosmart 3 Benachrichtigungen vom Smartphone an und ermöglicht die Musiksteuerung vom Handgelenk aus. Wetter-Infos gibt es ebenfalls. Leider ist das Display nur etwas matt und die Ränder der Grafiken nicht besonders scharf. Die Bedienung erfolgt durch Wischen und Tippen auf der kleinen Anzeige, was gut funktioniert, wobei das Menü etwas gewöhnungsbedürftig aufgebaut ist. Auch die Garmin-Connect-App muss man mögen: Passionierten Sportler schätzen den Datenreichtum, verfügt sie über viele Anbindungen zu Fitness-Apps wie MyFitnessPal und weiteren. Einsteiger müssen sich aber erstmal reinfuchsen. Die Akkulaufzeit übertrifft die vom Hersteller angegeben fünf Tage sogar noch leicht. Wenn es noch etwas mehr sein darf, könnt ihr euch auch das Garmin vivosport für 160 Euro (UVP) anschauen: Das hat GPS verbaut, pausiert Workouts  automatisch, etwa an der Ampel, und hat ein Fardisplay.

Fitbit Charge 2: Der pfiffige Fitnesstracker

Kurz vor dem vermuteten Launch des Fitbit Charge 3 wollen wir euch trotzdem nochmal den aktuellen Charge 2 ab 120 Euro (im aktuellen Sale) ans Herz legen: Der war in unserem ausführlichen Testbericht absolut überzeugend und könnte mit einem Nachfolger künftig etwas günstiger werden. Fitbit trumpft vor allem mit der benutzerfreundlichen wie stylischen Fitbit-App, die neuerdings auch Gesundheitstracking-Features speziell für Frauen anbietet, und damit, dass die Wearables im Vergleich zu Geräten anderer Hersteller echt viele Sportarten erkennen und automatisch aufzeichnen. Das klappt immer besser, je länger man den Tracker nutzt. Ansonsten lassen sich Gehen, Laufen, Radfahren, Gewichtheben, Laufband, Ellipsentraining, Intervalltraining und Training allgemein auch manuell tracken. Auch das Schlaf-Tracking funktioniert zuverlässig. Das automatische Tracking lief beim schlanken Fitbit Alta HR schon prima, wobei das Charge 2 auch noch das GPS des Smartphones nutzen kann, was bei Outdoor-Sport natürlich nützlich ist, und mit den Multisport-Modi erweiterte Fitness-Features mitbringt – es ermittelt etwa eure Fitness. Trotzdem reicht der Akku für etwa fünf Tage.

Fitbits Charge 2 erkennt viele Sportarten automatisch und verfügt über GPS.(© 2016 CURVED)

Auf dem Display des Charge 2 ist ausreichend Platz, um Uhrzeit, Datum und getane Schritte, erklommene Stockwerte und verbrannte Kalorien abzulesen – ohne dass das Armband zu klobig erscheint. Über die Menütaste wechselt man zu Herzfrequenz, sportlichen Aktivitäten, einer Stoppuhr und kurzen Atemübungen zur Entspannung – klingt schräg, ist aber wirklich putzig. Smart-Notifications als einfaches Symbol sowie Erinnerungen an etwas Bewegung bekommt ihr auf Wunsch auch aufs Handgelenk. Für einen abwechslungsreichen Look könnt ihr die Armbänder auswechseln. In der Fitbit-App könnt ihr mit verschiedenen Zifferblättern auch das Wearable selbst etwas individualisieren.

Samsung Gear Fit2 Pro: Die Smartwatch unter den Fitnesstrackern

Das Samsung Gear Fit2 Pro für derzeit knapp 190 Euro ist mehr Smartwatch als Fitnesstracker: Immerhin verfügt er über einen Musikplayer, spielt aber auch eure Spotify-Songs offline und offeriert verschiedene Watchfaces. Darüber hinaus ist das Armband stylisch, wenn auch etwas größer als die anderen hier vorgestellten Modelle, und kommt mit einem Farbdisplay daher. Das lässt sich aber wie alle anderen Tracker auch schlecht in der Sonne ablesen. Dafür braucht es am Ende vielleicht doch eine Fitnessuhr mit größerem Display.

Das Display der Samsung Gear Fit 2 misst 1,5 Zoll.(© 2016 CURVED)

Bei der Software setzt Samsung auf die Eigenproduktion Tizen. Das lässt sich nach wie vor einfach und intuitiv bedienen. Für das Aufzeichnen eurer Leistungsdaten hat Samsung jede Menge schneller Sensoren verbaut: Pulssensor, Beschleunigungssensor, Lagesensor, Barometer und GPS. Auch beim Schwimmen ist das Gear Fit2 Pro der ideale Begleiter – ebenso wie beim Laufen, Radeln oder bei Workouts auf dem Heimtrainer, Stepper, Laufband. Außerdem zählt das Gadget Situps und Liegestütze. Ihr könnt Trainingsziele definieren und euch regelmäßig an Bewegung erinnern lassen und natürlich Benachrichtigungen vom Handy auf dem Tracker lesen. Bleibt noch das Thema Akkulaufzeit: Die ist für ein Gerät mit vollwertigem Display absolut in Ordnung, mit vier Tagen Power bei uns im Test.  Wer häufig mit GPS läuft oder Musik hört, muss natürlich früher an die Steckdose.

Fazit: Pulsmesser sind gut, da ist für jeden Anspruch und Geldbeutel der richtige Tracker dabei

Wer sich heute einen Fitnessgtracker kauft, sollte auf jeden Fall ein Modell mit Herzfrequenzmessung wählen, da diese nicht mehr teuer sind und euren Alltag einfach viel genauer tracken können, vor allem wenn es um die persönliche Fitness geht oder um verbrannte Kalorien, Stress sowie die Schlafqualität. Für ganz kleines Geld gibt es das Xiaomi Mi Band 3, was im Alltag völlig ausreicht. Wer etwas mehr ausgeben kann, ist mit den Huawei Band 2 gut beraten, das sogar GPS mitbringt und Schwimmen trackt. Für rund 100 Euro bekommt ihr mit dem Garmin Vivosmart 3 ein Fitnessarmband, das seinem Namen alle Ehre macht und geballte Fitnessfunktionen mitbringt, allerdings das GPS des Smartphones nutzt. Das Fitbit Charge 2 ist ein beliebter Allrounder mit ebenso smarten Fitnessfunktionen sowie einer sehr nutzerfreundlichen App. Wer darüber hinaus noch die Funktionen einer Smartwatch wünscht, ist mit Samsungs Gear Fit2 Pro bestens aufgestellt – wobei man für den Preis aber auch fast nach einer Smartwatch schauen kann.

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