Ende einer Ära: Yahoo schließt Verzeichnis

Yahoo-CEO verabschiedet sich von den Verzeichnissen und wird von einem Investor zu einer AOL-Fusion gedrängt.
Yahoo-CEO verabschiedet sich von den Verzeichnissen und wird von einem Investor zu einer AOL-Fusion gedrängt. (© 2014 CES)

Das Directory war vor Google die wichtigste Suchmaschine im Netz. Ein Investor drängt den Konzern jetzt außerdem zu einer Fusion mit AOL. 

20 Jahre altes Verzeichnis

Yahoo räumt seine Produkte auf und verabschiedet sich dabei von Directory. Das Verzeichnis war einst die wichtigste Suchmaschine im Netz. Darin wurden Links in Themenkategorien geordnet, die der Betreiber manuell wartete.

Mit dieser Sortierung startete Yahoo im Jahr 1994. Vor Google waren die Themen-Verzeichnisse eine gängige Art, dem Nutzer einen Wegweiser durch das Netz zu bieten. Da die Kategorien von Redakteuren gepflegt wurden, mussten Website-Betreiber in den späten 90er Jahren lange warten, bis sie im Verzeichnis landeten. Als Google die Suchmaschine mit seinem simplen Ansatz revolutionierte, musste auch Yahoo umdenken. Im Jahr 2002 zog der Konkurrent ein ähnliches Suchmaschinenmodell vor und die Verzeichnisse gerieten immer mehr in Vergessenheit. Am 31. Dezember ist Directory nach 20 Jahren offiziell Geschichte.

Investor will AOL-Fusion

CEO Marissa Mayer wird indes von einem Großinvestor unter Druck gesetzt. Aktionär Starboard Investor hat eigenen Angaben zufolge einen "signifikanten" Anteil gekauft und empfiehlt dem Tech-Konzern nun, mit AOL zu fusionieren. Durch einen Merger könnten beide Unternehmen von Synergien im Werbebereich profitieren. Gerüchte über eine mögliche Fusion tauchten bereits vor Monaten auf.  Yahoo antwortete auf den Vorschlag des neuen Investors bisher zurückhaltend. Man werde sich die Empfehlung ansehen, heißt es.


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