Endlich: Doom I und Doom II nicht mehr auf dem Index

Es sind Klassiker unter den Ego-Shootern, und das, obwohl sie in Deutschland nie offiziell verkauft werden durften. Denn Doom aus dem Jahr 1993 und der Nachfolger Doom II von 1994 standen auf dem Index weil sie als schwer jugendgefährdend eingestuft worden waren.

Publisher ZeniMax, zu dem die Entwicklerfirma id software inzwischen gehört, hat die beiden Spiele-Klassiker Doom und Doom II erneut zur Prüfung bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) eingereicht. Und das mit Erfolg: Die Spiele wurden vom Index genommen und dürfen nun regulär in Deutschland verkauft werden. Über die Jahre hinweg haben sich die Kriterien für eine Indizierung immer wieder verändert. Begründet hat die BPjM die Entscheidung damit, dass Doom und Doom II „durch die technisch veraltete Darstellungsweise nur noch historisch-dokumentarischen Charakter“ hätten.

25 Jahre, nachdem ein Spiel (oder sonstige Medien) auf den Index gekommen sind, wird die Indizierung automatisch gelöscht. Das wäre im Falle von Doom I im Jahr 2019 der Fall gewesen. Dass ZeniMax so lange nicht warten wollte, lässt sich damit begründen, dass die beiden Spiele ein wesentlicher Bestandteil der Firmengeschichte sind und man sich damit nicht verstecken muss und sollte. Doch kann man daraus auch den Rückschluss ziehen, dass ZeniMax möglicherweise an einer Neuauflage oder an einem weiteren Teil der Doom-Reihe arbeitet und die Sache mit dem Index vorher aus der Welt geschafft haben will.

Auf dem Index verblieben ist übrigens die US-Version von Doom II. Denn sie beinhaltet zwei Level aus dem Spiel Wolfenstein 3D, das in Deutschland verboten ist weil es verfassungsfeindliche Symbole wie Hakenkreuze zeigt.