Endlich! Roboterhand zum Erfühlen virtueller Brüste

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Auch Virtuelles ertasten? Eine Roboterhand aus Japan macht's möglich
Auch Virtuelles ertasten? Eine Roboterhand aus Japan macht's möglich(© 2014 CC: Flickr/michmutters)

Dank Oculus Rift und Sonys Project Morpheus dürfte die seit Jahren erträumte umfassende und vor allem überzeugend funktionierende virtuelle Realität in den kommenden Monaten große Schritte tun, um wirklich Realität zu werden. Und dank findiger japanischer Roboter-Experten, scheint es nun im Rahmen des Möglichen, dass wir in dieser VR nicht nur rundum und in 3D schauen, sondern auch das Beste fühlen, was es so zu fühlen gibt — Brüste! Zunächst soll das Ganze aber erst mal tatsächlich einem sehr seriösen Zweck dienen.

"Hooray for Boobies" betitelte die Bloodhound Gang einst ihr drittes Studioalbum und sprach damit die wohl gültigste Wahrheit der Menschheitsgeschichte endlich offen aus. Brüste sind toll und deswegen dürfen wir sie bald auch (und offensichtlich viel einfacher als im echten Leben) auch in der virtuellen Realität befühlen.

Spaß (und Lust) beiseite: Hintergrund der japanischen Entwicklung einer Roboterhand, die ihren Nutzer unter anderem virtuelle Brüste ertasten lässt, sind natürlich medizinische Einsatzzwecke, berichtet IEEE Spectrum. Konkret geht es zum Beispiel darum, Medizinstudenten die digitale Möglichkeit zu geben das Ertasten von gefährlichen Knoten und Verhärtungen zu erlernen, statt ihnen zig verschiedenen Silikon-Modelle in die Hand zu drücken.

Simulation statt Silikon(© 2014 Gifu University)

Problem bisher: Das Vermögen unserer Fingerspitzen zu Tasten, ist derartig komplex und fein ausgebildet, dass simulierte Stimulationen eine enorme Menge elektrischer Impulse erfordern würden und beispielsweise Elastizität auf diese Weise kaum vorzugaukeln wäre. Die japanischen Ingenieure lösen dieses Dilemma mechanisch, in dem eine ausgetüftelte, von einem kleinen E-Motor angetriebene Anordnung von Rollen einen Gel-Streifen unter dem Finger des Nutzers dynamisch spannt oder entspannt.

Ein ausgetüftelter Mechanismus gaukelt der Fingerspitze Haptik vor(© 2014 Gifu University)

So weit, so medizinisch sinnvoll. Und wenn die Technik serienreif wird und tatsächlich dabei hilft, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen, dann wollen wir hier auch keinen Witz darüber gemacht haben. Eine Portierung in die Welt der Unterhaltungselektronik und der damit verbundenen VR-Zukunft liegt auf der Hand.

Ein großer Nachteil von Oculus Rift und Co. ist nämlich, dass wir die digitalen Welten, die wir damit durchstreifen sollen, nicht haptisch erfahren. Und da ja allgemein bekannt ist, dass vor allem pornografische Inhalte stets treibende Kraft hinter dem Aufstieg und Fall moderner Unterhaltungstechnologien sind, wären Möglichkeiten zum Erfühlen diverser Körperteile in der VR also durchaus vonnöten ... weil: Hooray for Boobies, und so.


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