Entertainment in der Bahn: So vergeht Reisezeit wie im Flug

Frau, Bahn, Tablet, Entertainment
Frau, Bahn, Tablet, Entertainment(© 2018 Shutterstock / MinDof)

Wer auf seiner Zugfahrt mehr Entertainment genießen möchte als den Blick aus dem Fenster kommt auch ohne Gigabyte große Medien-Downloads im Gepäck klar. Wir haben gecheckt,  was das Medienportal  im ICE in petto hat.

eBooks, Filme, Musik - wer sich heute für eine Reise vorbereitet, kümmert sich mittlerweile um einiges mehr als den akkurat gepackten Koffer. Auch das sorgsam zusammengestellte Medienpaket will rechtzeitig geschnürt sein, damit man auf der Fahrt von Lübeck nach München auf genügend Entertainment-Optionen zurückgreifen kann.

Es geht auch ohne Netflix

Wer nun aber – aus welchen Gründen auch immer – vor Reiseantritt weder Smartphone noch Tablet mit seinen Lieblingsserien, -Tracks oder -Büchern bestückt hat, sitzt Im Zug ganz schnell auf dem Trockenen, wenn es um Unterhaltung geht. Denn meist ist es doch so: Spätestens im nächsten Tunnel oder wenn links Schafweiden und rechts mit Runkelrüben bestellte Felder vorbeiziehen, versagt auch das mobile Netz - und das wars dann mit Spiegel Online, Audible und erst recht mit Netflix.

Aber die Deutsche Bahn hat vorgesorgt. Zwar gibt es auch in einigen regionalen Züge oder privaten Anbietern wie Flixtrain kostenloses WLAN, aber das umfangreichste Angebot leistet sich immer noch die Deutsche Bahn, insbesondere der ICE. Zwar wurde die Hardware für das interne Entertainment-System bereits vor längerer Zeit abgebaut, was aber nicht heisst, dass es an Bord der Züge keine Unterhaltungsprogramme mehr gibt. Nur braucht man dazu nun sein eigenes Gerät. Aber das sollte eigentlich kein Hürde darstellen, schließlich hat man doch meist zumindest ein Smartphone dabei, oder?

WLAN-Updates für den ICE

In den letzten Jahren hat die Bahn die WLAN-Infrastruktur seiner ICE-Flotte aufgerüstet, damit an Bord Filme, Podcasts und Spiele zur Verfügung stehen. Und das beste daran: Die Nutzung ist kostenlos und zerrt auch nicht am eigenen Datenvolumen. Für die Inhalte hat die Bahn eine eigene Plattform gebaut, über die sich die Inhalte anwählen lassen: das ICE-Portal .

Um das Entertainment-Angebot nutzen zu können, verbindet man sich zunächst über das WLAN-Menü seines Laptops, Smartphones oder Tablets mit “WIFIonICE” und klickt nach erfolgreicher Verbindung auf “Weiter”. Alternativ kann man auch “ICEportal.de” im Browser eingeben. Allerdings funktioniert das ICE-Portal aktuell nicht mit Safari und dem Internet-Explorer. Zur Auswahl stehen Hörspiele und Hörbücher, Filme und ein digitaler Zeitungskiosk

Hörbücher an Bord

Im ICE-Portal stehen Hörbücher und Hörspiele verschiedener Genres zur Verfügung. Dazu gehören nicht nur Titel für Erwachsene, auch an die jungen Hörspielfans hat man gedacht. Alle zehn Titel sind kostenlos und werden monatlich aktualisiert. Und auch wer die Zeit nutzen möchte, um eine neue Sprache zu lernen, wird hier gut bedient - zehn Sprachkurse stehen hier bereit.

Für die Nutzung ist keine gesonderte App nötig, man wählt einfach den Menüpunkt “Hörspiele” im ICE-Portal und klickt dann auf das gewünschte Hörbuch. Zehn Hörbücher sind nun nicht gerade viel, aber da das Angebot regelmäßig ein Update erhält, sollte auch für die Wiederholungstäter unter den Bahnfahrern immer etwas dabei sein.

Kino auf dem eigenen Tablet

Für das Filmangebot im ICE ist Maxdome mit dem Service Maxdome onboard zuständig. Maxdome onboard läuft auf gängigen mobilen Endgeräten (Laptop, Smartphones und Tablet mit iOS und Android). Dazu verbindet man sich mit dem WLAN des Zuges, öffnet das ICE Portal und wählt die "maxdome onboard player"-App aus. Die gibt’s kostenlos im Apple App Store oder im Google Play Store.

Zur Auswahl steht auch hier ein monatlich wechselndes Programm an Kinofilmen, TV-Serien und auch Inhalte für Kinder sowie Natur- und Tierdokumentationen sind dabei.
Maxdome bietet an Bord der Bahn drei Bereiche an: Einen Gratis-Bereich, ein kostenpflichtiges Film- und Serien-Paket sowie die Option, einzelne Filme gegen Gebühr auszuleihen.

In der kostenlosen Variante stehen 50 Filme und Serien-Folgen zur Verfügung, die man auf dem eigenen Laptop, Tablet oder Smartphone abspielen kann. Mit dem kostenpflichtigen Maxdome-Paket für 7,99 Euro stehen dann über 1.000 Filme und Serien zur Auswahl. Vorteil: das Paket steht auch in den heimischen vier Wänden zur Verfügung, Hier kann man dann sogar aus über 50.000 Filme und Serien wählen. Das Abo lässt sich monatlich kündigen.

Seit kurzem kann man außerdem einzelne aktuelle Filme für 48 Stunden ausleihen. Die Kosten hierfür liegen zwischen 2,99-4,99 Euro. Gezahlt wird per Kreditkarte oder Bankeinzug. Das Angebot besteht aus 20 Filmen und wechselt alle acht Wochen. Vorteil: Es entstehen keine weiteren kosten für Paket oder Abo. Allerdings kann man ausgeliehene Filme nur in den ICE-Zügen anschauen.

Um zum entsprechenden Maxdome-Angebot zu gelangen, wählt man nach dem Klick auf die Maxdome-Kachel im ICE-Portal die gewünschte Option, "Maxdome Gratis" oder "Maxdome Paket". Wer das Angebot nicht auf dem Laptop nutzt, muss zunächst die App "maxdome onboard Player" fürs Smartphone oder Tablet herunterladen. Im kostenlosen Angebot kann man direkt ohne Anmeldung einen Film, eine Serie oder eine Dokumentation abspielen. Beim Maxdome-Paket hingegen muss man zunächst einen Login erstellen. Hierfür öffnet sich nach der Auswahl ein entsprechendes Fenster. Danach gelangt man zur Film-Übersichtsseite. Praktisch: Bei einem Umstieg in den nächsten ICE kann man Filme und Serien dort weiterschauen.

Digitaler Lesetoff

Am iKiosk des ICE-Portals gibt tagesaktuelle Zeitungen wie zum Beispiel die FAZ oder BILD und Magazine wie Der Spiegel als PDF für eine geringe Gebühr zum Download. Dieser Service steht sowohl in der 1. als auch in der 2. Klasse zur Verfügung. Daneben gibt es zumindest bis Ende 2018 es auch einige kostenfreie Magazine.

Die Auswahl wechselt alle zwei bis drei Monate. Zum Angebot gehören beispielsweise Couch, GEO Saison, Nido und Capital. Ab sofort kann im Zeitungskiosk mit Kreditkarte, PayPal oder SEPA-Lastschrift bezahlt werden.

Alles in allem sind die Möglichkeiten im Bahn-Portal im Vergleich zu den freien Angeboten merklich eingeschränkt, aber um zumindest behelfsweise digitale Lücken zu stopfen gibt es auch hier eine angemessene Auswahl.

Alternativ verraten wir in diesem Artikel, wie ihr euch Filme und Serien von Netflix aufs Tablet oder Smartphone ladet.


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