Smartphone-Grundwissen

Weihnachten und Silvester sind nun überstanden und eines der beliebtesten Geschenke unter dem Tannenbaum war sicherlich ein neues Smartphone. Für viele vielleicht auch das erste Smartphone überhaupt. Hier also zum Jahresstart 2013 ein kleiner Grundkurs im Smartphone-Wissen.

Betriebssysteme - Wo läuft was?

Tja, schön waren die Zeiten als ein Handy einfach nur ein Handy war. Mittlerweile sind es kleine Computer und genau wie der große Computer zu Hause braucht das Handy ein Betriebssystem. Also zunächst einmal eine Übersicht der Betriebssysteme und auf welchen Geräten diese zu finden sind.

  1. iOS (Apple) - Es wird von Apple entwickelt und läuft auf ziemlich vielen Geräten die mit einem "i" beginnen. Also: iPhone, iPad, iPad Mini, iPod Touch. Auf anderen Smartphones darf iOS nicht betrieben werden. Auch wenn einige nachgebaute iPhones aus Fernost den Anschein machen, es ist kein echtes iOS. Die aktuelle Version ist 6.0.2. Doch Vorsicht: Auch wenn die Softwareversion gleich ist, können sich die angebotenen Funktionen je nach Gerät unterscheiden. Ältere Geräte werden nicht immer mit allen neuen Features versorgt.
  2. Android (Google) - Dieses System wird von Google entwickelt. Im Vergleich zu iOS ist Android ein "offenes" und "freies" System. Google entwickelt es weiter und veröffentlicht anschließend den gesamten Quellcode. Mit diesem kann jeder Entwickler das System anpassen oder weiter verbessern. Das können zum einen Gerätehersteller sein oder zum anderen eine mittlerweile beachtlich große Community, die in ihrer Freizeit selbst an Android bastelt und sogenannte Custom ROMs entwickelt. Die aktuelle Version des offiziellen Android ist "Jelly Bean", genauer gesagt 4.2.1. Die Versionen werden hier nach Süßigkeiten benannt, also nicht wundern. Die nächste Version an der Google grade arbeitet nennt sich dann "Key Lime Pie", lecker! Android läuft mittlerweile auf sehr vielen Smartphones von unterschiedlichen Herstellern, darunter Samsung, Sony, HTC und viele andere. Auch die BASE-Lutea-Serie ist mit Android ausgestattet! Die meisten Hersteller erweitern oder verändern die Benutzeroberfläche, so dass man den Eindruck erhält, es könnte sich um ein "eigenes" System handeln. Diese Anpassungen bekommen dann auch schicke Namen: HTC Sense, Samsung TouchWiz, usw. Auch der Entwickler "Google" veröffentlicht regelmäßig neue Smartphones unter der Eigenmarke "Nexus". Diese werden immer mit einem Hardwarepartner produziert. Das aktuellste Geräte "Nexus 4" wird von LG gefertigt.
  3. Windows Phone (Microsoft) - Auch Microsoft hat sich mit neuem Schwung in den Mobilfunkmarkt gestürzt. Die aktuelle Version ist "Windows Phone 8" und fügt sich damit an das auch grade neu erschienene Windows 8 für den heimischen PC an. Ähnlich wie Apples iOS handelt es sich hier um ein geschlossenes System. Individuelle Systemanpassungen wie bei Android sind hier nicht möglich. Das System läuft auf einigen Geräten von Samsung, Nokia, HTC und Huawei. Solltet ihr euch mit eurem Weihnachtsgeld ein Windows Smartphone zulegen wollen, achtet auf jeden Fall darauf, das Windows Phone 8 an Bord ist.

Es gibt noch weitere Betriebssysteme, die allerdings mittlerweile leicht in den Hintergrund gerückt sind. Einmal gehört haben sollte man sie trotzdem: Blackberry OS der Firma RIM, Bada von Samsung und Symbian von Nokia.

Gerade aktuell wurde auch angekündigt, dass es eine Mobile-Version von Ubuntu geben soll. Auf dem PC hat sich das System bei Endbenutzern kaum durchgesetzt, aber vielleicht klappt es ja auf dem Smartphone wesentlich besser. Nach der CES in Las Vegas wissen wir sicherlich mehr!

Woher bekomme ich meine Apps?

Apps sind oft überhaupt erst der Grund, dass ein Smartphone angeschafft werden soll. Jede Firma, die etwas auf sich hält, veröffentlicht auch eine App. Aber wie kommt die App aufs Smartphone? Und gibt es jede App für jedes Gerät?

Die Bezugsquelle für Apps unterscheidet sich je nach Betriebssystem:

  1. iOS (Apple)
    Auf eurem iPhone, iPad oder iPod Touch findet ihr eine vorinstallierte App namens "App Store". Das ist der zentrale Anlaufpunkt für Apps im iOS-System. Da es sich um ein geschlossenes System handelt, ist dies auch der einzige Weg neue Software aufs Gerät zu bekommen. Jede App, die von einem Entwickler in den Store geladen wird, wird von Apple überprüft und getestet. Daher ist die Qualität recht hoch und man muss sich wenig Gedanken um Schadsoftware oder Viren machen. Um zusätzlich vor dem Herunterladen oder Kaufen einen Überblick zu bekommen, gibt es zu jeder App eine detaillierte Beschreibung und Bewertungen anderer Benutzer. Da iOS sehr verbreitet ist, werden eigentlich alle wichtigen Apps auch hier veröffentlicht. Manchmal dauert es etwas länger, da die Prüfung von Apple den Vorgang der Veröffentlichung verzögern kann. Auch hier ist allerdings Vorsicht geboten. Je nachdem, wie die Entwickler ihre Apps bauen, können ältere Geräte möglicherweise nicht mehr unterstützt werden.
  2. Android (Google)
    Hier heißt der Standardshop für neue Apps "Play Store" und ist in der Regel auch auf eurem Gerät vorinstalliert. Das besondere: Es ist nicht der Einzige! Da Android ein freies System ist, gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten sich neue Apps zu beschaffen. Ein weiterer bekannter App-Store ist der von Amazon, den man auf jedes Gerät mit Android-System herunterladen kann. Sollte man auch hieran kein Interesse haben, kann man sich die Apps auch im Internet herunterladen und manuell auf dem Gerät installieren. Hierfür kommen dann sogenannte APK-Dateien zum Einsatz. Ihr könnt es ungefähr vergleichen mit einer MSI- oder EXE-Datei unter Windows. Jeder, der möchte, kann in den Play Store eine App einstellen. Im Internet zum Download anbieten natürlich ebenfalls - ohne jede Kontrolle. Es ist also Vorsicht geboten: Ominöse Apps ohne wirklichen Sinn oder welche, die euch wahnwitzige Funktionen versprechen (kostenlos Telefonieren, das Handy als Toaster benutzen), solltet ihr vorher im Internet mal "googlen" oder direkt meiden. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand kann man also auch hier gefahrlos überleben. Genau wie iOS ist das System weit verbreitet und man findet eigentlich alles, was man sucht, in den App-Stores für Android. Auch hier gilt allerdings: Euer Gerät sollte auf einer der neueren Android-Versionen laufen, sonst könnt ihr einige Apps nicht installieren.
  3. WindowsPhone (Microsoft)
    Auf dem WindowsPhone findet ihr den "Store", der euch eine Auswahl an Apps für eure Smartphone bietet. Wie bei iOS ist dies der einzige Weg an neue Software zu kommen - denn es handelt sich um ein geschlossenes System. Da das System noch recht neu ist, gibt es im Vergleich zu den Apple-Stores und Android-Stores noch nicht allzu viele Apps - allerdings wächst die Anzahl stetig. Ähnlich wie auch bei Apple werden die Apps vor der Veröffentlichung zertifiziert, vorrangig um Benutzer vor Schadsoftware und Viren zu schützen.

Das Surfen im Internet

Ohne Internet macht das neue Smartphone nicht so richtig Spaß. Und auch wer behauptet er würde dann eben nur zu Hause das kostenlose und schnelle WLAN nutzen, wird früher oder später auch unterwegs nicht mehr darauf verzichten wollen.

Bei BASE gibt es in den aktuellen Tarifen BASE pur, BASE smart und BASE all-in immer eine Internet-Flat mit dazu. Der "pur"-Tarif liegt aktuell bei grade mal 7,50 € im Monat. Zu vielen Alt-Tarifen lassen sich verschiedene Internet-Flats dazubuchen, jeweils mit unterschiedlichem Volumen. Das Surfen ohne eine Internetflat ist sehr teuer und lohnt sich eigentlich nie! Daher unbedingt eine entsprechende Option buchen!

Eine Internetflat für mobiles Surfen ist an einer entscheidenden Stelle als eine Internetflat beim heimischen DSL-Anschluss. Die Verfügbarkeit der vollen Surf-Geschwindigkeit bei mobilen Internetflats ist nach Volumen begrenzt. Im "pur"-Tarif beispielsweise auf 50 MB. Doch nach Überschreiten des Volumens wird euch keinesfalls das Internet abgestellt oder es wird kostenpflichtig, sondern nur in der Geschwindigkeit gedrosselt. Wenn man sich unterwegs auf eMail, Facebook und Messenger beschränkt, kommt man mit 50 MB pro Monat schon recht lange aus. Systemupdates und neue Apps herunterladen sollte man dann allerdings auf das WLAN zu Hause verlegen.
In den meisten Smartphones gibt es einen Datenzähler. Damit könnt ihr leicht überprüfen wie viel Volumen ihr wirklich braucht.

Die Konfiguration ist bei allen Systemen eigentlich sehr einfach. Das einzige, was ihr eintragen müsst ist der sogenannte APN oder Zugangspunkt. Dieser lautet für BASE-Kunden "internet.eplus.de" mit Benutzernamen "eplus" und Kennwort "eplus". Natürlich könnt ihr aber auch die Konfigurationshilfen auf der Webseite verwenden.

Fazit

Smartphones sind eine tolle Erfindung und bringen viel Spaß. Jedes System hat seine Vor-/Nachteile und man sollte anhand der persönlichen Bedürfnisse entscheiden welches man benutzen möchte.

Und sollte es noch Fragen und Probleme mit dem neuen Gerät geben: Stellt sie uns gerne auf mobilfunkexperten.de!