Es geht auch ohne Notch: Diese Smartphones sind wirklich randlos

Her damit !7
Das Doogee Mix 4 ist fast randlos
Das Doogee Mix 4 ist fast randlos(© 2018 YouTube/Mrwhosetheboss)

Sei es, damit das eigene Gerät dem iPhone X ähnlich sieht, oder weil die Display-Ränder so dünn sind, dass eine Frontkamera nicht mehr anders untergebracht werden kann: So mancher Hersteller setzt auf eine Einkerbung im Bildschirm, genannt "Notch". Dabei geht es doch auch anders.

Bei der Produktion von Smartphones mit möglichst wenig Display-Rand stoßen Hersteller auf einen Endgegner: die Frontkamera. Das Mittel zum Zweck, um die Selfie-Knipse im Gehäuse unterzubringen, ist eine Einkerbung im Bildschirm, genannt "Notch". Für ein erstes Aufsehen mit diesem Konzept sorgte der US-Hersteller Essential. Massentauglich wurde die Notch aber erst mit dem iPhone X.

Der Trend geht zur Zweit-Notch

Das hat seinen Grund: Apple nutzt den ikonischen Balken, um die 3D-Gesichtserkennung Face ID im Telefon unterzubringen, über die Nutzer das Gerät entsperren können. Andere Hersteller haben den Look mittlerweile übernommen, ohne aber die gleiche Funktionalität zu bieten. Trotzdem vergleichen sich zum Beispiel Asus und Huawei gern mit Apple. "Seht her", hieß es auf den Keynotes zum ZenFone 5 und dem P20 Pro, unsere Notch ist viel kleiner als die des iPhones.

Auch OnePlus-Gründer Carl Pei hatte vorab verraten, dass man im kommenden OnePlus 6 die Frontkamera in einer Notch unterbringen werde. Schließlich vergrößert man so die Bildschirmfläche. Bei Fans und potenziellen Käufern kam diese Info allerdings so schlecht an, dass das Unternehmen wenige Tage später zurückrudern musste. Wer die Notch nicht will, kann per Software einen schwarzen Balken einblenden, der die Einkerbung quasi unsichtbar macht. Auf die Spitze trieb es zuletzt ZTE mit dem "Iceberg"-Konzept, einem Smartphone mit gleich zwei Notches.

Galaxy S9 und Xiaomi Mix 2 mit extrem dünnen Rändern

Aber muss das eigentlich sein? Kann man nicht eigentlich auch auf die Notch verzichten? So macht es zum Beispiel Samsung. Das Samsung Galaxy S9 hat keine Aussparung im Bildschirm, trotzdem besteht die Vorderseite fast komplett aus dem Display. Zu den Seiten ist das Smartphone schon randlos, oben unten sind die Ränder minimal. Der Look kommt nicht von ungefähr: Das Unternehmen aus Südkorea arbeitet seit Jahren kontinuierlich daran, die Ränder ums Display immer schmaler werden zu lassen. Angefangen hat es mit dem Galaxy Note Edge, dass auf der rechten Seite statt des Randes eines zweites, abgerundetes Display hatte, das Galaxy S9 bildet den vorläufigen Höhepunkt.

Das Galaxy S9 und das S9 Plus haben wenig Rand, viel Display und keine Notch.(© 2018 CURVED)

Fast so gut macht es Xiaomi mit dem Mi Mix 2 beziehungsweise dem neuen Mi Mix 2S. Auch hier sind die Ränder oben unten minimal. Xiaomi setzt allerdings nicht auf ein abgerundetes Display. Deswegen sind die Begrenzungen vom Bildschirm zum Gehäuse doch deutlich zu erkennen. Unansehnlich sind die beiden Geräte deswegen trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil. Wie man es aber wirklich richtig macht, zeigen zwei andere Hersteller.

Das Viveo Apex und das Dogee Mix 4 machen es richtig

Mit dem Vivo Apex hat der chinesische Hersteller Vivo im Februar 2018 den heimlichen Star Mobile World Congress im Gepäck. Es hat nicht nur einen Fingerabdrucksensor im Display, sondern auch, und das war der Clou, eine mechanisch ausfahrbare Frontkamera. Die kommt erst aus dem Gehäuse, wenn man sie in der Kamera-App aktiviert. Der Clou: Dadurch, dass sie nicht über dem Display sitzt, ist dort auch kein Rand notwendig. Eigentlich sollte das Vivo Apex nur eine Machbarkeitsstudie sein, mittlerweile hat sich der Hersteller aber dazu entschlossen, das Smartphone zu produzieren und auf den Markt zu bringen.

Ebenfalls erstmal nur ein Konzept ist das Doogee Mix 4. Auch hier versteckt der Hersteller die Frontkamera mit einem Trick: Die Rückseite lässt sich wie bei einem Handy aus dem Jahr 2005 verschieben. Nur kommt dadurch keine Tastatur zum Vorschein, sondern, ihr ahnt es schon, die Frontkamera. Darüber hinaus ist noch nicht viel übers Smartphone bekannt. Der britische YouTuber Arun Maini hat zwar ein kurzes Video über das Mix 4 gedreht, verrät aber kaum Details. Es sei in etwa so groß wie das Galaxy S9. Das abgefilmte Display legt außerdem nahe, dass sich auch hier ein Fingerabdrucksensor im Display gibt. Nur eines ist sicher: Eine Notch hat das Mix 4 nicht. Die braucht es auch gar nicht.


Weitere Artikel zum Thema
Samsung Galaxy S9 und Note 9 erhal­ten neue AR Emojis von Disney
Francis Lido
So sehen die "Zoomania"-Charaktere als AR Emojis aus
Charaktere aus "Zoomania" kommen auf Samsung Galaxy S9 und Galaxy Note 9. Sie sollen ab sofort zum Download bereitstehen.
Galaxy S9 und S9 Plus erhal­ten Sicher­heits­up­date für Septem­ber 2018
Michael Keller
Galaxy S9 und S9 Plus erhalten Sicherheitsupdates derzeit schnell
Samsung stattet Galaxy S9 und S9 Plus mit dem Sicherheitsupdate für September 2018 aus – und damit die Top-Smartphones vor der Mittelklasse.
Samsung: "My Emoji Maker" soll auf Galaxy Note 8 und Co. kommen
Francis Lido
Mit dem Galaxy S9 könnt ihr bereits Emojis von euch erstellen
Der "My Emoji Maker" steht nun offenbar auch für das Galaxy Note 8 und andere Geräte zum Download bereit. Doch es gibt einen Haken.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.