EU könnte Zusammenlegung von WhatsApp und Instagram verhindern

Marc Zuckerberg hat große Pläne mit WhatsApp, Instagram und dem Facebook Messenger
Marc Zuckerberg hat große Pläne mit WhatsApp, Instagram und dem Facebook Messenger(© 2016 Facebook)

Durchkreuzt die Europäische Union die jüngsten Pläne von Marc Zuckerberg? Der Facebook-Chef will WhatsApp und Instagram mit dem Messenger von Facebook verknüpfen. Doch mit Blick auf die strengen Gesetze zum Datenschutz innerhalb der EU könnte dies gegen europäisches Recht verstoßen.

Das Vorhaben erscheint ehrgeizig: Künftig sollen Nutzer von WhatsApp, Instagram und Facebook-Messenger untereinander Nachrichten von einem Messenger zum anderen verschicken können. Doch dies könnte die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der EU verhindern, wie CNBC schreibt. Die Nachrichtenseite beruft sich auf ein Statement der irischen Datenschutzbehörde. Diese hatte geäußert, dass Zuckerbergs Pläne letztlich nur dann umgesetzt werden könnten, wenn sie alle Anforderungen der DSGVO erfüllten.

Facebook und der Datenschutz

Die irische Datenschutzbehörde überwacht Facebook in Europa, da sich der europäische Hauptsitz des Unternehmens in Dublin befindet. Die Behörde habe bei Facebook in Irland um eine "dringende Lagebesprechung" gebeten. In deren Rahmen sollen die Vorschläge zur Zusammenlegung beziehungsweise Verknüpfung der drei Messenger thematisiert werden.

Für die Datenschützer dürfte eine unkontrollierte Weitergabe von Nutzerdaten zwischen den verschiedenen Messenger-Apps ein Knackpunkt sein. Schon der Weitergabe eurer Daten von WhatsApp an Facebook war zunächst ein Verbot vorausgegangen. Am Ende "siegte" jedoch Marc Zuckerberg. In möglichen Gesprächen zwischen der EU und dem Unternehmen könnten die Fronten also von vornherein verhärtet sein.

Aber auch die zahlreichen Sicherheitslücken der vergangenen Jahre dürften vor dem Hintergrund des Datenschutzes kein allzu gutes Licht auf Facebook werfen. Erst im Dezember 2018 wurde bekannt, dass bis zu 6,8 Millionen Facebook-Nutzer Opfer einer schlimmen Datenpanne waren.


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