Evernote: Nach Hackerattacke Passwörter zurückgesetzt

Evernote ist nach eigenen Angaben Opfer eines Hackerangriffs geworden. Nutzerdaten seien dabei nicht betroffen. Ein Check hätte allerdings ergeben, die Hacker hätten Benutzerinformationen wie verschlüsselte Passwörter, E-Mail-Adressen oder Benutzernamen einsehen können. Entwarnung konnte der Dienst bei den Zahlungsinformationen der Premium- sowie Business-Kunden geben: Ein Zugriff sei nicht erfolgt.

Passwörter zurückgesetzt

Auch wenn die Passwörter des Dienstes verschlüsselt gewesen seien, haben die Verantwortlichen aus Vorsicht alle Passwörter zurückgesetzt. Nach dem Log-in müssen die Nutzer nun ein neues Passwort vergeben. Evernote teilte mit, "der Schutz Ihrer Daten ist unsere oberste Zielsetzung". Ständig sei man dabei, "Sicherheitsvorkehrungen und – standards zu verbessern und zu erhöhen".

Etwa 40 Unternehmen betroffenen

Vor Kurzem bestätigten auch andere Firmen, sie seien Ziel von Hackerangriffen gewesen. Wie die Tagesschau unter Berufung auf die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, seien etwa 40 Unternehmen betroffenen. Die Hacker wollten vermutlich an interne Informationen gelangen.

Tipps zur Passwortwahl

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) rät zu einer Passwortstärke von mindestens acht Zeichen. Eine Mehrfachverwendung desselben Passwortes sollte nicht stattfinden. Passwörter sollten zudem keine Informationen des eigenen Umfeldes wie beispielsweise den Familiennamen enthalten. Wörter aus Wörterbüchern sind ebenso ungeeignet.

Zahlen, Sonderzeichen, Groß- und Kleinschreibung

Das Passwort sollte aus Zahlen, Sonderzeichen, Groß- und Kleinschreibung bestehen. Ein verkürzter Satz könne sich als sinnvoll erweisen. Christoph Meinel, Direktor des HPI, gab folgendes Beispiel: “Mein zweites Auto war ein VW Golf!” Als Passwort würde das so aussehen: “M2.AweVWG!”