"Everspace" für PS4 im Angebot: Unendliche Weiten für 20 Euro?

Optisch zählt "Everspace" mit Sicherheit zu den schönsten Indie-Spielen.
Optisch zählt "Everspace" mit Sicherheit zu den schönsten Indie-Spielen.(© 2018 Rockfish Games)

Im Rahmen der aktuellen Rabattierungen im Playstation Store gibt es das Weltraum-Spiel "Everspace" samt dazugehörigem DLC-Paket bis zum 26.07.18 für 29 Euro. Noch günstiger wird's, wenn ihr über ein PS Plus-Abo verfügt. Lohnt sich der Download des roguelike Indie-Spiels der Hamburger Programmierschmiede Rockfish Games?

Das Paket "Everspace – Stellar Edition" kommt im Playstation Store nebst dem Hauptspiel noch mit dem kompletten Soundtrack, einem Theme für das Dashboard und einer Story-Erweiterung daher. Im Rahmen des Playstation-Rabatt-Programms wird es mit 29,99 Euro gelistet, seid ihr Inhaber von PS Plus, könnt ihr für nur 19,99 Euro zuschlagen. Was hat "Everspace" aber letztlich zu bieten? Wir haben uns für euch ins Cockpit geklemmt.

Der Mann ohne Gedächtnis

Die Hintergrund-Story von "Everspace" ist nicht wirklich tiefgründig und daher schnell erzählt. Als fast gedächtnisloser Klon "Adam Roslin" verschlägt es euch wieder und wieder in die Tiefen des Weltalls. Hier sollt ihr für einen sterbenden Wissenschaftler alle Zonen untersuchen, um einem mysteriösen Notsignal auf den Grund zu gehen. So weit, so belanglos. Auf eurer Reise trefft ihr zwar noch auf ein paar Gestalten, die sich redlich Mühe geben, den Story-Faden weiterzuspinnen, wirklich mitreissen wird euch die Erzählung allerdings nicht. Wie dem auch sei, zählt ja letztlich, was ihr für eure Kohle bekommt und wie lange euch "Everspace" bei der Stange halten kann. Also ab ins Cockpit und auf zur gefahrvollen Weltraum-Expedition.

"Everspace" kommt als roguelike-Spiel daher, was bedeutet, dass bei eurem Bildschirmtod sämtliche Fortschritte für den Eimer sind und alle Gebiete bei jedem Neustart per Zufall generiert werden. Ihr verliert zwar all eure mühsam ergatterten Ressourcen und etwaige Extra-Waffen- oder Schild-Systeme für euer Raumschiff, aber immerhin bleibt euch das Geld erhalten, das ihr unterwegs eingesammelt habt.

Euer Start-Raumschiff ist eigentlich gar keine schlechte Wahl. Bevor ihr euer mühsam verdientes Geld in einen neuen Gleiter investiert, lieber erstmal aufleveln.(© 2018 Rockfish Games)

Du siehst aber gut aus!

Was euch mit Sicherheit zuerst positiv auffallen wird, ist die absolut beeindruckend Optik von "Everspace". Seien es die zufallsgenierten Spielgebiete, die hübschen Lichteffekte oder der vermittelte Sinn für unendliche Weite: Das kommt schon ziemlich gut rüber. Wabernde Plasmalfelder, gefährliche Blitz- oder Magnetstürme, scheinbar verlassene Wracks riesiger Transportschiffe – hier gelingt es den Entwicklern zweifellos, die passende Atmosphäre für eure Trips in den Weltraum zu vermitteln.

Die prozedural generierten Umgebungen punkten mit recht schicker Optik, die auf der PS4 Pro meistens ruckelfrei läuft.(© 2018 Rockfish Games)

Extrem gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Steuerung. Bis ihr alle Manöver zufriedenstellend ausführen und im Kampf entsprechend nutzen könnt, gehen ein paar nervige Spielstunden ins Land. Das gilt – gerade in Verbindung damit – auch für eure ersten Schritte in "Everspace". Denn zu Beginn beisst ihr dermaßen oft ins Gras, dass es keine Freude ist. Erst wenn ihr das unterwegs eingesammelte Geld in entsprechende Verbesserungen für euren Raumgleiter steckt, kommt nach und nach der dringend benötigte Spielspaß auf. Das kann allerdings dauern. Dennoch merkt ihr dann schnell, dass die Gefechte gegen fiese Weltraumpiraten deutlich leichter von der Hand gehen und ihr bald schon den ein oder anderen Sieg für euch verbuchen könnt – allerdings nur solange, bis ihr den nächsten Sektor ansteuert, in dem größere Gefahren zu erwarten sind.

Habt ihr mal wieder das Zeitliche gesegnet, könnt ihr vor dem neuen Start zahlreiche Fähigkeiten eures Raumgleiters nach und nach verbessern – das dauert aber.(© 2018 Rockfish Games)

Es gibt zwar kein Zeitlimit, dem ihr unterliegt, wenn ihr die Sektoren nach Rohstoffen und besseren Waffen genau absuchen wollt, allerdings kommen irgendwann die Okkar-Raumschiffe, gegen die ihr in den ersten sechs bis sieben Stunden nicht den Hauch einer Chance habt und immer wieder als glühendes Wrack endet. Also gilt es sich zu Beginn so schnell wie möglich durch die sieben Sektoren zu wuseln mit der Hoffnung an möglichst viel Stuff zu kommen. Die Nanobots, die ihr braucht, um euer Schiff auch unterwegs mal eben schnell wieder auf Vordermann zu bringen, sind allerdings derart rar gesät, dass auch hier recht großes Frustpotenzial besteht. Überhaupt ist das Gleichgewicht von benötigten Ressourcen und deren Notwendigkeit um voranzukommen alles andere als optimal.

Die Weltraum-Gefechte gegen die Piraten machen – nach einiger Einarbeitung – recht viel Spaß.(© 2018 Rockfish Games)

Fazit: Belohnt wird, wer dranbleibt

Wer von euch die teilweise supernervigen Einstiegshürden überwindet und sich auch mit der teils uneingängigen und kruden Steuerung anfreunden kann, auf den wartet hier eines des besten Weltraum-Spiele für die PS4. Zudem ist "Everspace" auch immer mal für eine kleine Runde zwischendurch bestens geeignet und nicht mit zu vielen Spielelementen überfrachtet. Dazu kommt eine wirklich stellenweise mehr als passable Optik und gute Space-Atmo. Für 20 Euro könnt ihr also ruhig mal im momentan noch vorherrschenden Spiele-Sommerloch eine Runde drehen – und man darf mit Sicherheit gespannt sein, was die Hamburger von Rockfish Games als nächstes Projekt angehen werden. Das nachfolgende Video gibt euch nochmal einen guten Eindruck, was euch in "Everspace – Stellar Edition" erwartet:


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