Experten sagen voraus: Die Akkulaufzeit von Smartphones wird weiter sinken

Smartphones müssen künftig womöglich häufiger aufgeladen werden
Smartphones müssen künftig womöglich häufiger aufgeladen werden(© 2017 Belkin)

Von Generation zu Generation verbessern sich Smartphones in vielen Bereichen – die Akkulaufzeit zählt nicht dazu. Die Kurve zeigt nach unten und Experten gehen davon aus, dass der Tiefpunkt noch nicht erreicht ist.

Die Akkulaufzeit der Smartphones verschlechtert sich von Modell zu Modell, berichtet 9to5Mac und beruft sich auf Recherchen von Washington Post, CNET, Consumer Reports und Tom's Guide. Die Washington Post führte in den letzten Wochen an 13 Geräten denselben Akkutest durch: Bis auf wenige Ausnahmen konnten die aktuellen Flaggschiffe nicht mit ihren Vorgängern mithalten.

Nur das iPhone Xr trumpft auf

"Das neue iPhone Xs machte 21 Minuten früher als das iPhone X schlapp", heißt es. Die Ergebnisse stünden in einem Widerspruch zum Apple-Marketing. Das Unternehmen behauptet, dass iPhone Xs halte 30 Minuten länger durch als das X. Fehlende Standards seien das Problem für die Abweichungen, so der Bericht.

Die Entwicklung sei aber auch bei Android-Smartphones zu beobachten. Demnach hielt das Google Pixel 2 fast eineinhalb Stunden länger durch als das Google Pixel 3. Eine Ausnahme stellt hingegen das iPhone Xr dar. Das günstigste Apple-Smartphone hat die beste Akkulaufzeit von allen getesteten Geräten.

Branchenkenner überraschen die Ergebnisse keineswegs. "Die Lithium-Ionen-Akkus verbessern sich in einem sehr langsamen Tempo um etwa 5 Prozent pro Jahr", sagt Nadim Maluf, CEO von Qnovo. Der Stromverbrauch der Geräte hingegen wachse schneller als jene 5 Prozent. Tendenziell geht die Schere den Experten zufolge künftig sogar weiter auseinander, da die ultraschnelle Funktechnologie 5G noch einmal höhere Anforderungen an die Batterien stellen wird.

Der Entwicklung könnte zum Beispiel Samsung entgegentreten. Das Unternehmen aus Südkorea soll an einem Super-Schnelllade-Akku arbeiten. Die Entwickler arbeiten nicht mit Lithium-Ionen-, sondern Graphen-Akkus. Diese sollen viel schneller wieder voll aufgeladen sein und die Kapazität um bis zu 45 Prozent erhöhen.

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