Ey Apple, wo bleibt die Hardware?

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Mit der Software erfreut Apple die Nutzer, um Geld zu verdienen ist aber neue Hardware nötig.
Mit der Software erfreut Apple die Nutzer, um Geld zu verdienen ist aber neue Hardware nötig.(© 2014 CC: Flickr/Az création)

Die Kommentare zur WWDC-Keynote sind zurecht voll des Lobes für iOS 8 und OS X Yosemite, aber trotzdem fehlt neue Hardware von Apple.

Es ist ein Fehler von Apple, zwischen den Produktvorstellungen im Herbst und der Entwicklerkonferenz WWDC ein Dreivierteljahr verstreichen zu lassen, ohne die Aufmerksamkeit, die eine Keynote erzeugt, für die Vorstellung neuer Produkte zu nutzen.

Bis vor einigen Jahren war die Macworld-Messe oder im Zweifel eine eigene Keynote noch ein Fix-Termin im Januar. Jeweils am Jahresanfang stellte Steve Jobs das erste iPhone sowie das erste iPad vor und zog das MacBook Air aus dem berühmt gewordenen Briefumschlag.

Ohne Frage, die vielen Verbesserungen und neuen Funktionen von iOS 8 und OS X Yosemite werden die bereits erhältliche Hardware von Apple attraktiver machen, aber trotzdem dürstet die Meute nach neuen Produkten zum Anfassen und Kaufen. Diese muss Apple auch liefern – nicht nur, um die Gelüste der Nutzer und Aktionäre zu befriedigen, sondern auch um seine Innovationsfähigkeit zu beweisen und den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verlieren, denn die schläft nicht.

Immerhin verdient Apple sein Geld in erster Linie mit dem Verkauf von Hardware und nicht mit der Software, die Cupertino immer häufiger kostenlos zur Verfügung stellt. Auch der Verkauf von Filmen und Musik über den iTunes Store gerät durch Spotify, Netflix und andere Streaming-Dienste immer mehr in Bedrängnis.

iPhone 6, neue iPads und Mac-Updates sind zu wenig

Das iPhone 6 und neue iPads im Herbst sind zu wenig. Der iPod wird zwar maximal nur noch eine Generation erleben, aber mit Apple TV (3. Gen), iMac, Mac mini und dem MacBook warten einige Produktgruppen schon lange auf ein Update. Bei den Macs mögen hier ein Retina-Display und dort neue Prozessoren, schnellere Grafikkarten und bessere Akkus ausreichen, aber die ein oder andere Design-Anpassung würde eine Hardware-Keynote rechtfertigen.

Keine stille und heimliche Aktualisierung durch eine kurze Offline-Zeit des Apple Store hat die vierte Generation des Apple TV verdient. Die Set-Top-Box wartet schon so lange auf ein Update, dass Tim Cook und sein Team mehr als nur die Unterstützung von Filmen in 4K-Auflösung liefern müssen. Hier bieten sich HomeKit zur Einbindung in die Smart Home-Steuerung oder der Ausbau zum lange erwarteten Apple-Fernseher an.

Um das TV-Gerät aus Cupertino ist es in letzter Zeit still geworden. Stattdessen setzen viele Analysten ihre Hoffnungen in die iWatch. Anschauungsobjekte, an denen die Apple-Ingenieure entdecken können, was sie bei ihrer Smartwatch besser machen können, hat die Konkurrenz ja bereits genug geliefert.

iWatch, Apple TV - egal! Hauptsache etwas wirklich Neues

Eddy Cue, immerhin der Senior Vice President of Internet Software and Services von Apple, hat nach der Beats-Übernahme für Ende 2014 das beste Apple-Lineup seit 25 Jahren versprochen. Um diese Versprechen zu erfüllen, muss Apple aber nicht nur seine bestehenden Produkte erneuern, sondern endlich mal wieder etwas wirklich Neues liefern. Dies muss gar nicht die iWatch oder ein Fernseher sein. Ich lasse mich auch gerne von einem Gerät aus Cupertino überraschen, das noch kein Analyst vorhergesagt hat. Dass die Beats-Übernahme bereits nach einigen Monaten reife Früchte trägt, wäre aber eine große Überraschung und führt nicht zwangsläufig zu neuer Hardware.

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