EyeEm, Fotolia & Co: Smartphone-Fotos zu Geld machen

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Mit Stockfoto-Angeboten lassen sich mit Smartphone-Fotos ein paar Euro verdienen
Mit Stockfoto-Angeboten lassen sich mit Smartphone-Fotos ein paar Euro verdienen(© 2014 Nils Jacobsen/CURVED Montage)

Es liegt in der Natur der meisten Smartphone-Fotografen, die eigenen Aufnahmen für besonders gelungen zu halten. Vor allem dank Instagram, EyeEm & Co. kann tatsächlich jeder gute Fotos machen. Mit Hilfe von speziellen neuen Stockfoto-Angeboten lassen sich bei EyeEm und anderen Anbietern mit den Pics sogar ein paar Euros verdienen.

Die Grund-Idee ist denkbar einfach: Fast alle Smartphone-Nutzer haben längst unzählige gute Fotos in ihren Handy-Speichern: Ob nun Personen, Stimmungen, Orte oder Dinge. Gleichzeitig war das Bedürfnis von Medien und anderen Content-Produzenten nach guten Fotos, um die eigenen Inhalte sinnvoll zu bebildern, noch nie so groß wie heute.

EyeEm startet Marktplatz für Smartphone-Pics

Die logische Konsequenz aus dieser Konstellation sind Angebote, welche die beiden Bedürfnisse zusammenbringen. So ist es wenig verwunderlich, dass der Berliner Instagram-Konkurrent EyeEm nun einen speziellen Marktplatz gestartet hat, der es ermöglicht, dass die Mitglieder ihre besten Schüsse anbieten und Interessierte an diesen dann bestimmte Nutzungsrechte erwerben können.

EyeEm-Marktplatz

Der Startpreis liegt bei einem Euro pro Foto. Dabei können die Fotografen selbst bestimmen, wie viel sie für ein Bild haben wollen. Die eine Hälfte des Umsatzes geht an die EyeEm-Mitglieder, den Rest behält die Web-Company. Ab einem Guthaben von zehn Euro überweisen die Berliner die angesammelte Summe. Noch befindet sich das Angebot in der geschlossenen Betaphase. Der offizielle Start soll jedoch schon bald erfolgen. Interessierte können sich allerdings schon jetzt registrieren.

Wichtig für alle Fotografen ist dabei, dass sie niemals die kompletten Rechte an ihren Werken abtreten. Es stehen jeweils nur nicht-exklusive Nutzungsrechte zum Verkauf.

Die Berliner gehören zu den größten Instagram-Konkurrenten

EyeEm ist dabei nicht irgendeine Web-Klitsche. Das Startup zählt längst über zehn Millionen registrierte Nutzer und gilt als der wohl wichtigste Konkurrent der Facebook-Tochter Instagram.

Um das Sortiment möglichst attraktiv zu gestalten, will EyeEm – zumindest zum Start – mit Hilfe von Kuratoren stets eine Vorauswahl treffen, welche Fotos auf dem neuen Marktplatz offeriert werden.

Auf einer solchen Vorauswahl bestehen auch andere Anbieter wie Fotolia. Allerdings hat der große Stockfotoanbieter schon vor ein paar Monaten seine neue Instant-App gestartet. Mit Hilfe der Applikation lassen sich die Fotos direkt am Smartphone bearbeiten, verschlagworten und bei Fotolia hochladen.

"Fotos aus Fotolias Instant Kollektion werden für  ca. 3 Credits verkauft, der Fotograf erhält davon seinen normalen Anteil je nach Fotolia Ranking von 20 bis 46 Prozent. Die meisten Fotografen werden so zwischen 25 Prozent und 31 Prozent des Verkaufserlöses erhalten, also 0,75 Euro bis 0,93 Euro pro Verkauf", erklärt das Fachblog Fotos-verkaufen. „Da die Fotos aus der Instant Kollektion immer 3 Credits kosten, ist der Anteil der Fotografen sogar höher als die meisten von ihnen von hochwertigen Stockfotos erhalten würden, diese verkauft Fotolia nämlich schon ab 1 Credit.“

Bei ihrer Vorprüfung achten die Kuratoren zum einen auf die Qualität der Bilder, aber auch auf die Frage, was auf dem Schnappschuss zu sehen ist und wie stark bestimmte Motive gerade nachgefragt werden. "Eine Obstschale oder der Handshake werden kaum erfolgreich sein", weiß Michael Rosenwirth zu berichten. Er betreibt das Blog micro-stock.de. "Wenn Sie das als Suchbegriff eingeben, bekommen Sie Hunderte von Treffern." Gut verkaufen würden sich dagegen sogenannte Genrebilder zu aktuellen Themen.

Also auch bei Stockbildern gilt: Bleibt immer am Puls der Zeit. Wer am schnellsten einen Trend erkennt und dementsprechend fix handelt, ist immer im Vorteil.


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