Facebook testet eigenen Browser in seiner Android-App

Weg damit !16
So sähe CURVED aus, wenn man den Link mit dem In-App-Browser von Facebook öffnet
So sähe CURVED aus, wenn man den Link mit dem In-App-Browser von Facebook öffnet(© 2014 Facebook, CURVED Montage)

Firefox? Chrome? Dolphin? Die Facebook-App macht das schon. Das soziale Netzwerk testet in seiner Android-App derzeit offenbar eine neue Funktion, die allerdings nur bei einer begrenzten Zahl von Nutzern auftaucht: Weblinks aus der Timeline öffnen sich in einem Browser innerhalb der App, berichtet Android Police.

Einige Nutzer der Facebook-App auf Android berichten, dass sich geöffnete Links plötzlich innerhalb der Anwendung öffnen, anstatt wie bisher auf einen andere Browser-App zu verweisen. Immerhin bietet der In-App-Browser die Option, Verweise mit externen Anwendungen zu öffnen. In einem Dropdown-Menü finden sich zudem Buttons mit weiteren Funktionen zum Vorwärts- und Zurücknavigieren, kopieren und speichern. Wer also weiterhin gerne seinen Lieblingsbrowser zum Anschauen jeglicher Web-Inhalte benutzen möchte, muss einen zusätzlichen Schritt einplanen.

Messenger raus, Browser rein

Ob das Feature aber jemals fest in die App integriert wird, ist noch nicht klar. Manche User berichten aber, dass sich in den Einstellungen festlegen lasse, ob Facebook immer einen externen Browser benutzen solle oder nicht. Für iPhone-Besitzer dürfte das Ganze zudem ein alter Hut sein, da in der iOS-Version bereits ein In-App-Browser vorhanden ist. Das wiederum spricht für eine feste Integration des Features in de Android-Version der Facebook-App.

Dennoch ist das Ganze fast paradox: Statt wie früher möglichst viele Funktionen in eine App zu packen, lagert Facebook neuerdings Features aus: den Messenger etwa. Doch auch wenn es sich dabei um externe Apps handelt, sind sie doch immer noch Teil des Facebook-Ökosystems. Und solange sich Nutzer dort bewegen, generieren sie wertvolle Daten und können mit Werbung befeuert werden. Und solange Facebook beim Klick auf Links externe Programme öffnet, verliert es die Aufmerksamkeit der Nutzer für eine Weile an andere Apps – etwas, das der integrierte Browser verhindern würde.


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