"Face2Face": Dieser Netflix-Film wurde komplett mit der Go Pro gedreht

Zwei Freunde aus Kindertagen nehmen via Apples FaceTime am Leben des anderen fest. Das Besondere an diesem Film: Er wurde komplett mit der Go Pro gedreht.

Wir haben alle Technik der Welt zu Diensten und doch ziehen wir uns auch heute noch gern Streifen rein wie den subtilen Horror-Schocker "Blairwitch Project", der mit einer wackeligen Kamera auskam. So oder so ähnlich haben wohl auch Regisseur Matthew Toronto und Kameramann Kristoffer Carrillo gedacht, als sie einen Film drehten und dafür nur die GoPro Hero4 verwendeten – und damit die Geschichte einer FaceTime-Freundschaft erzählen.

Einige Experimente führten zur Go Pro

Neu ist der Independent-Film "Face2Face" nicht: Er wurde schon 2016 gedreht, erntete 2017 auf diversen Festivals seine Lorbeeren, hat es aber erst vor einem Monat zu Netflix geschafft  – allerdings noch nicht in den deutschen Raum. Schade! Dennoch wollten wir euch den Trailer nicht vorenthalten.

Die Filmmacher haben offenbar mit mehreren Optionen experimentiert, auch das iPhone war ein Kandidat. Allerdings hatte ihnen der Look, den die Go Pro erzeugte am meisten zugesagt, um den FaceTime-Look zu kopieren. Außerdem bietet die Go Pro mehr Möglichkeiten, wenn es um Kameraeinstellungen und die Postproduktion geht. Neben der Tatsache, dass das Budget knapp war, wollte man sich, so die Macher, mehr auf die Geschichte und weniger auf die Technologie konzentrieren.

Nicht der erste und nicht der letzte Film seiner Art

Neu ist das Konzept nicht: Wie eingangs erwähnt ist auch "Blairwitch Project" ein Meisterwerk mit simpelster Kamera, und auch "Paranormal Activity" sorgte ohne viel Technik-Firlefanz für Gänsehaut. Dass auch das iPhone tolle Filme produzieren kann, zeigte 2017 der Film "Detour". Allerdings ist dieser komplett mit dem iPhone gedrehte Film auch von Oscar-Preisträger Michel Gondry. Hier geht es zum Making Of "Detour", worin man allerdings sehen kann, dass das iPhone alleine nicht ausreichte und man zumindest noch diverse Aufstecklinsen und Co. verwendete – aber auch einige sehr coole Tricks, von denen sich ein Hobby-Regisseur sicherlich einiges abgucken kann.

Im Kino ist außerdem gerade "Unsane" zu sehen, ein Kinofilm der gänzlich mit dem iPhone gedreht wurde. Darin sehen wir eine junge Frau (Claire Foy), die ein neues Leben beginnt um ihrem Stalker zu entfliehen. Doch leider führt sie dieses Leben in eine psychiatrische Anstalt – und ausgerechnet ihr Stalker gehört zum Pflegepersonal. Bildet sie sich das alles nur ein?

Noch mehr Netflix gefällig?

Auch wenn der Film bei uns noch nicht zu sehen ist – andere sind es. Hier lest ihr, was Netflix Neues im Repertoire hat. Allen, die Teenie-Tragödien mögen, legen wir noch mal ausdrücklich "The End of the F**king World" ans Herz. Alle, die sich jetzt einfach nur ärgern, warum "Face 2 Face" noch nicht bei Netflix Deutschland angekommen ist, bekommen hier noch mehr Gründe um sich über Netflix aufzuregen.

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