FaceApp lässt Selfies lächeln, altern oder das Geschlecht ändern

FaceApp verändert Gesichter.
FaceApp verändert Gesichter.(© 2017 CURVED)

Die Selfie-Masken von MSQRD und die AR-Effekte der Linsen von Snapchat sind nur der Anfang: FaceApp zaubert Lächeln auf Gesichter, verändert das Alter und sogar das Geschlecht.

Die Snapchat-Linsen und die Masken von MSQRD sorgten schon für viel Spaß in der Redaktion, doch technisch sind sie im Vergleich zu FaceApp simpel. Während die "alten" Apps die erkannten Gesichter nur verzerrten oder mit Objekten versahen, greift die "neue" App auf sogenannte Neuronale Netzwerke zurück. Mit deren Hilfe nimmt sie massive Veränderungen an den Fotos vor – mit unterschiedlich unterhaltsamen Ergebnissen.

Gendertrouble auf dem Smartphone

FaceApp holt Fotos aus der Galerie oder nimmt neue mit Front- oder Hauptkamera auf. Zur Bearbeitung stehen sieben Effekte zur Auswahl: Zwei davon zaubern ein Lächeln auf das Gesicht und das meistens so gut, dass die Bearbeitung auf den ersten Blick nicht auffällt. Darüber hinaus könnt Ihr Euch älter oder jünger machen. Das kann ganz schön erschreckend sein, wenn man plötzlich wirklich seinem Vater oder seiner Mutter ähnlich sieht. In die andere Richtung sorgen große Augen und weichgezeichnete Haut dagegen oft für Manga-Gesichter.

Sehr unterhaltsam waren auch die Ergebnisse bei der Änderung des Geschlechts. Von "Ich seh aus wie mein Onkel" bis zu perfekten Profilbildern für weibliche Bot-Accounts auf Instagram war alles dabei. Der siebte Effekt heißt "Spark" und scheint eine Art Beautymodus zu sein, der das Gesicht weich zeichnet und mit Make-Up versieht.

Die Ergebnisse von FaceApp sind nicht immer perfekt, aber meistens unterhaltsam. Es ist beeindruckend zu welchen Bildmanipulationen eine App auf Knopfdruck möglich ist. FaceApp steht für iOS und Android zum Download bereit und ist kostenlos. Für 4,49 Euro könnt Ihr eine Pro-Version kaufen, die keine Werbung einblendet, auf ein Wasserzeichen verzichtet und Eure Bilder bei der Bearbeitung anderen Nutzern vorzieht.

Unklar welche Daten übertragen werden

Damit FaceApp Gesichter verändern kann, braucht die App eine Internetverbindung. Das bedeutet, dass Daten wie bei Prisma an die Server des App-Entwicklers übertragen werden. Welche genau das sind, verrät der Hersteller, eine Firma namens Wireless Labs, nicht. Hier bekommt der große Spaß einen tiefen Kratzer.


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