Facebook-Aktie: Neuer Tiefstwert

Mehr als 13 Prozent musste die Facebook-Aktie bereits am zweiten Handelstag im Vergleich zum Startpreis einbüßen und wurde am 21.05.2012 mit einem Wert in Höhe von etwa 33 US-Dollar taxiert. Mehr als zwei Monate später gerät der Börsenkurs wieder in die Schlagzeilen, weil der Wert wieder gesunken ist.

Neuer Tiefstwert

So sackte der Wert des Papiers am Donnerstag in den USA um 3,78 Prozent (-0,82 US-Dollar) ein; in Europa um 1,74 Prozent (-0,31 Euro). Während eine Aktie im Mai zu Börsenstart noch 38 Dollar kostete, steht sie am Donnerstagmittag unserer Zeit bei 20,89 US-Dollar (Europa: 17,20 Euro). Am Mittwoch war die Aktie sogar zwischenzeitlich mit 20,84 Dollar gehandelt worden. Das ist der niedrigste Wert seit 52 Wochen gewesen. Am frühen Abend fiel die Aktie sogar noch weiter auf 20,02 US-Dollar (16,53 Euro).

Werbeklicks durch Bots?

Der Grund dafür kam nicht von irgendwoher: Wie Medien berichten, wird die Anzahl der Klicks auf Werbeanzeigen im sozialen Netzwerk durch Softwareeinsatz erhöht. In einem Test will ein Start-up herausgefunden haben, dass nur 20 Prozent der Klicks durch einen Rechner mit aktiviertem JavaScript ausgelöst wurden. Werden zwei Prozent von den restlichen 80 Prozent abgezogen, ist der Wert an Werbeklicks erreicht, der nach Schätzung der Firma durch Bots generiert wird.

83,09 Millionen Fake-Accounts

Die abgezogenen zwei Prozent sind der durchschnittliche Höchstsatz an Internetnutzern, die ihr JavaScript deaktivieren. Da die Zahlen für die Berechnung aus der Firmenstatistik des Start-ups herangezogen wurden, ist nicht klar, wer die vermeintliche Software eingesetzt haben könnte. Denn hier hätte auch ein Konkurrent die Absicht haben können, die Ausgaben des Unternehmens steigern zu wollen.

Neben dem ersten Punkt kommt noch ein zweiter hinzu: Facebook soll aktuellen Zahlen zufolge über 83,09 Millionen Fake-Accounts beherbergen. Im Vergleich zum März ist die Anzahl dabei angestiegen - von 5 bis 6 auf derzeit 8,7 Prozent.

Problematisch: mobiler Markt

Ein weiteres Problem Facebooks: der mobile Markt, denn dort schaltet das Unternehmen derzeit noch kaum Werbung und kann somit nicht viel Geld verdienen. Immer mehr Nutzer drängen allerdings in die mobile Variante des Online-Netzwerks und benutzen es unterwegs auf Smartphones oder Tablets.

Foto: Facebook