Facebook: Ermittler fälschen Profil einer Nutzerin

Ein Gericht soll nun entscheiden, ob die Persönlichkeitsrechte der Frau verletzt wurden
Ein Gericht soll nun entscheiden, ob die Persönlichkeitsrechte der Frau verletzt wurden(© 2014 CC: Flickr/Karen Neoh)

Verbrechensbekämpfung mit illegalen Methoden? In den USA hat die Drogenfahndung DEA Bilder von dem Smartphone einer festgenommenen Frau in New York kopiert und damit ein Facebook-Profil unter ihrem Namen eingerichtet.

Mit dem falschen Facebook-Account wollten die Ermittler die Bekannten der Frau in eine Falle locken, berichtet BuzzFeed. Dazu nutzten sie unter anderem auch Fotos, auf denen die Frau leicht bekleidet abgebildet war. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Frau gegen die ermittelnden Beamten eine Klage eingereicht, da sie mit dem falschen Account ihre Privatsphäre verletzen würden.

Schweigende Zustimmung?

Vor Gericht hatten die Beamten ihr Vorgehen zunächst verteidigt; demnach hätte die Frau ihre "stillschweigende Zustimmung" zu dem Vorgehen gegeben, indem sie Zugang zu den Informationen auf ihrem Smartphone gewährt habe. Diese wiederum sagte, dass sie nicht davon ausgegangen sei, dass mit Bildern von Ihr unter ihrem Namen in sozialen Netzwerken agiert werde.

Mittlerweile hat Facebook die Seite gelöscht, da sie gegen die Richtlinien verstoße – nach vier Jahren, währenddessen sie von den Beamten benutzt wurde. Es sei nicht mit den Richtlinien vereinbar, im Namen einer anderen Person einen Account einzurichten. Laut des Gerichts, das sich mit dem Fall beschäftigt, werfe der Fall eine Reihe von juristischen und ethischen Fragen zum Umgang mit neuen Technologien auf.

Weitere Artikel zum Thema
LOL: Mit dieser Meme-App will Face­book die Jugend zurück­ge­win­nen
Michael Keller
Facebook erreicht junge Leute offenbar nur noch über Umwege
Facebook ist bei Jugendlichen nicht mehr angesagt. Eine Meme-App namens LOL soll dies angeblich bald ändern.
Besser als Face­book: Das ist die belieb­teste App der Welt
Christoph Lübben
Immerhin bleibt Facebook wohl als Unternehmen an der Spitze der beliebtesten Apps
Bislang war wohl Facebook die populärste App. Nun steht offenbar eine andere Anwendung an der Spitze – die ebenso von Facebook stammt.
Zwei-Faktor-Authen­ti­fi­zie­rung für Face­book, Google, Twit­ter & Co einrich­ten
Jan Johannsen
Das Smartphone ist bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht das einzige, aber sicherlich das wichtigste Hilfsmittel.
Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt für mehr Sicherheit beim E-Mail-Konto, in sozialen Netzwerken oder beim Online-Shopping. So richtet ihr sie ein.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.