Facebook hatte Interesse an Xiaomi-Investment

Unfassbar !9
Hat ein Auge auf Xiaomi geworfen: Facebook-Chef Mark Zuckerberg (re.)
Hat ein Auge auf Xiaomi geworfen: Facebook-Chef Mark Zuckerberg (re.)(© 2015 Weibo/Lei Jun, Facebook, CURVED Montage)

Das Interesse an Xiaomi wächst auch abseits Chinas: Niemand Geringerer als Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat jüngst ein Investment in den Smartphone-Aufsteiger erwogen, berichtet Reuters. Doch der Deal kam nicht zustande... 

Zwei Tage noch, dann wird es zum ersten Mal 2015 bei einem Launch-Event spannend: Xiaomi, der neue Platzhirsch auf dem chinesischen Smartphone-Markt, will seinen bemerkenswerten Höhenflug mit einem neuen Flaggschiff fortsetzen. Der gerade mal fünf Jahre alte Emporkömmling aus dem Reich der Mitte kündigte für Donnerstag, dem 15. Januar, eine Presse-Veranstaltung an, auf der nach jüngsten Leaks das Mi5 vorgestellt werden dürfte.

Sollten die Bilder echt sein, hat Xiaomi das Mi5 im Gegensatz zum Vorgänger Mi4 in Bezug auf das Design kaum verändert, berichtet PhoneArena unter Berufung auf die Seite it68. Das herausragende Merkmal des Smartphones wird voraussichtlich seine geringe Tiefe: Lediglich 5,1 mm soll das Xiaomi Mi5 dick sein, wie bereits geleakte Bilder von Ende Dezember 2014 und Januar 2015 nahelegen. Das Display des Xiaomi Mi5 soll in der Diagonale 5,2 Zoll messen – und entweder in Full-HD oder in Quad-HD auflösen. Als Auflösung für die Hauptkamera auf der Rückseite sind 13 MP im Gespräch.

Reuters: Mark Zuckerberg traf sich mit Xiaomi-Chef, um Einstieg zu erörtern

Mit dem frühen Launch verschafft sich Xiaomi eine optimale Ausgangsposition vor dem chinesischen Neujahrsfest, das traditionell für die größten Absätze des Jahres sorgt. Entsprechend ambitioniert sind Xiaomis eigene Prognosen für 2015: 100 Millionen Smartphones will der neue Marktführer im Reich der Mitte in den nächsten zwölf Monaten weltweit absetzen.

Kein Wunder, dass so viel Wachstumspotenzial rund um den Erdball Investoren aufhorchen lässt. Einer von ihnen hätte einer der reichsten Männer des Silicon Valleys sein können: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf seiner China-Reise im vergangenen Oktober in einem vertraulichen Dinner mit Lei Jun eine Beteiligung an Xiaomi erörtert. Das Investment wäre nach Reuters-Angaben "nicht groß" gewesen.

Mark Zuckerberg kennt sich mit Investments im Promille-Bereich aus: 2007 investierte der Softwareriese Microsoft bekanntlich 250 Millionen Dollar für einen 1,6 Prozent-Anteil am seinerzeit schon boomenden Social Network, der Facebook mit gerade mal 15 Milliarden Dollar bewertete.  Heute ist Facebook der drittwertvollste Internetkonzern der Welt und bringt es auf einen Börsenwert von 215 Milliarden – man kann Microsofts Beteiligung also zweifellos als das beste Investment der Steve Ballmer-Ära nennen.

Xiaomi bereits 45 Milliarden Dollar wert

Dass Mark Zuckerberg seinerzeit keine Probleme damit hat, Geld in die Hand zu nehmen, hat der inzwischen 30-Jährige mehrfach in den vergangenen Jahren bewiesen. Für gerade mal 715 Millionen Dollar übernahm Facebook 2012 die Foto-App Instagram und hat den Wert seines Investment bis heute etwa um den Faktor 50 erhöht. Mit WhatsApp und Oculus ging Mark Zuckerberg im vergangenen Jahr Milliarden-Wetten ein.

Xiaomi kann sich unterdessen auch ohne Facebook-Beteiligung nicht über Investment-Interesse beklagen: Ende vergangenen Jahres besorgte sich Chinas Smartphone-Riese holt Kapital in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar – zu einer Bewertung von 45 Milliarden Dollar.  Zu den Kapitalgebern zählten u.a All Star Investments, ein Fonds eines Morgan Stanley-Analysten, sowie bereits bestehende Investoren. Auch eine mit Alibaba verbundene Private Equity-Firma soll sich beteiligt haben.

Weitere Artikel zum Thema
LOL: Mit dieser Meme-App will Face­book die Jugend zurück­ge­win­nen
Michael Keller
Facebook erreicht junge Leute offenbar nur noch über Umwege
Facebook ist bei Jugendlichen nicht mehr angesagt. Eine Meme-App namens LOL soll dies angeblich bald ändern.
Besser als Face­book: Das ist die belieb­teste App der Welt
Christoph Lübben
Immerhin bleibt Facebook wohl als Unternehmen an der Spitze der beliebtesten Apps
Bislang war wohl Facebook die populärste App. Nun steht offenbar eine andere Anwendung an der Spitze – die ebenso von Facebook stammt.
Zwei-Faktor-Authen­ti­fi­zie­rung für Face­book, Google, Twit­ter & Co einrich­ten
Jan Johannsen
Das Smartphone ist bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht das einzige, aber sicherlich das wichtigste Hilfsmittel.
Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt für mehr Sicherheit beim E-Mail-Konto, in sozialen Netzwerken oder beim Online-Shopping. So richtet ihr sie ein.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.