Facebook kauft WhatsApp? Kein Grund zur Sorge!

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FairPhone_2014(© 2014 CURVED)

Facebook kauft WhatsApp für 19 Milliarden Dollar. Nutzer der beiden Dienste müssen allerdings keine großen Veränderungen befürchten, denn im Großen und Ganzen heißt es: "Raider heißt jetzt Twix - sonst ändert sich nichts". WhatsApp bleibt eigenständig und werbefrei, trotzdem werden beide Dienste enger miteinander verknüpft.

Mark Zuckerberg erklärte höchstpersönlich, dass WhatsApp innerhalb von Facebook eigenständig bleiben wird. Der Fahrplan für die Weiterentwicklung bleibt unverändert und das Team sitzt weiterhin in Mountain View. Dass Ihr diesen Aussagen glauben könnt, zeigte der Kauf von Instagram. Der Fotodienst lässt sich trotz der Übernahme durch das soziale Netzwerk im April 2012 weiterhin unabhängig von Facebook benutzen.

WhatsApp bleibt eigenständig, wird aber enger mit Facebook verbunden

Natürlich wird Facebook die Nutzerdaten von WhatsApp mit der eigenen Datenbank verknüpfen und so ein noch genaueres Profil von Euch erstellen. Aber die Realität ist, dass nichts umsonst ist. Wenn Ihr kein Geld im Web bezahlt, dann bezahlt Ihr mit Euren Daten.

Vor allem der Zugriff auf die Telefonbücher von 450 Millionen WhatsApp-Nutzern dürfte Facebook interessieren. Zudem kann man davon ausgehen, dass Ihr zukünftig die Nutzerkonten miteinander verknüpft und zum Beispiel direkt in Facebook auf neue Nachrichten bei WhatsApp hingewiesen werdet. Denkbar wäre auch ein direkter Nachrichtenaustausch zwischen WhatsApp und dem Facebook Messenger.

Keine Werbung! Keine Spiele! Keine Gimmicks!

WhatsApp bleibt werbefrei. Dies berichtet Sequioa Capital, der einzige große Investor des Messengers. Facebook habe zugesichert, die Prinzipien von WhatsApp zu respektieren. Sie lauten: "No Ads! No Games! No Gimmicks!" Ein Zettel mit ihnen liegt beim App-Gründer Jan Koum, der im Verwaltungsrat von Facebook über ihr Einhaltung wachen wird, auf dem Schreibtisch.

No Ads! No Games! No Gimmicks!(© 2013 Sequoia Capital)

Es gibt bessere Messenger als WhatsApp

Der Kauf von WhatsApp durch Facebook ist höchstens für WhatsApper, die bisher nicht bei Facebook sind und Ihre Daten - vor allem die Telefonnummer - nicht dem sozialen Netzwerk anvertrauen wollen, ein Grund sich abzumelden. Wer beide Dienste schon nutzt, wird kaum mehr über sich preisgeben und hatte bisher auch keine Probleme damit, dass sie schon zuvor jede Menge Daten sammelten und Nachrichten unverschlüsselt übertrugen. Sicherheitslecks traten bei beiden schon auf, wobei WhatsApp hier anfälliger war.

Allerdings gibt es zahlreiche Messenger, die besser als WhatsApp sind, nur nicht über dieselbe riesige Community verfügen - noch nicht. Viber zum Beispiel weist bereits 300 Millionen angemeldete Nutzer auf (WhatsApp 450 Millionen), läuft auf mehr Geräten und war dem japanischen Online-Händler Rakuten im Februar 2014 900 Millionen Dollar wert. Ein Schnäppchen!


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