Facebook Messenger soll ein Bezahl-Feature erhalten

"Haste mal nen Euro?" Demnächst laufen Geldgeschäfte über den Messenger
"Haste mal nen Euro?" Demnächst laufen Geldgeschäfte über den Messenger(© 2014 Facebook, Paypal, CURVED Montage)

Geldgeschäfte im Social Network: Facebook plant offenbar die Integration eines "Friend-to-Friend-Payment-Systems", bei dem sich Freunde untereinander finanziell unkompliziert aushelfen können. Laut Tech Crunch werde Facebooks neue PayPal-Konkurrenz ersten Screenshots zufolge direkt in den Facebook Messenger implementiert.

Dem Bericht nach hat der Stanford-Informatikstudent Andrew Aude Facebooks bisher verborgene Bezahl-Funktion entdeckt. Er zerlegte den Code der Software mit dem Hacking-Tool Cycript. Demnach können Nutzer in absehbarer Zeit über Facebook Geld genauso einfach versenden wie eine Nachricht oder Bilder. Laut Aude funktioniere das Ganze bisher jedoch nur mit Maestro-Karten. Transaktionen per Kreditkarte und Direktüberweisungen seien noch nicht möglich. Ob die Nutzer Gebühren für das Feature bezahlen müssen, lasse sich noch nicht sagen, Facebook selbst müsse pro Transaktion zwischen 40 und 50 US-Cent abdrücken.

Bereits im vergangenen Monat hat der Entwickler Jonathan Zdziarski Spuren eines Zahlungsdienstes im Code der Messenger-App entdeckt. Anschließend konnte er die Funktion über ein iPhone mit Jailbreak freischalten und einen Screenshot erstellen.

Facebook-Messenger vs. PayPal und Co.

Bereits zuvor kursierende Spekulationen über einen Bezahldienst auf Facebook wurden zuletzt angeheizt, als PayPal-Chef David Marcus im Juni zum Social Network wechselte. Nach Jonathan Zdziarskis und Andrew Audes Entdeckungen scheint klar, dass das Unternehmen demnächst in Konkurrenz mit anderen Zahlungsdiensten wie PayPal, Venmo und Square Cash tritt. Auch Mark Zuckerberg deutete bereits kommende Überschneidungen zwischen dem Messenger und Zahlungen unter Freunden an. Zu den jetzigen Enthüllungen schweigt Facebook jedoch.